USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung

2. Oktober 2026 in Prolife


Die Klägerinnen sprechen von einem Muster an unzureichenden Einwilligungsverfahren bei Abtreibungen. Frauen blieben ohne ausreichende Informationen und Unterstützung, die sie brauchen würden, um ihre Kinder zu behalten.


St. Paul (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Zwei Frauen haben Tochtergesellschaften von Planned Parenthood, dem größten Anbieter von Abtreibungen in den USA, geklagt. Sie werfen der Organisation vor, sie 2020 und 2021 zu ungewollten Abtreibungen gedrängt zu haben. Dabei seien ihre von der Verfassung geschützten Rechte verletzt worden.

Die Klage wurde als Sammelklage beim Bezirksgericht für den Gerichtsbezirk Minnesota eingebracht. Sie soll Tausenden von Frauen zu ihrem Recht verhelfen, die in den letzten sechs Jahren in Abtreibungskliniken von Planned Parenthood eine Abtreibung durchführen ließen. Beklagte Parteien sind Planned Parenthood Minnesota, North Dakota, South Dakota sowie Planned Parenthood North Central States.

Die Klägerinnen machen geltend, dass der Bundesstaat Minnesota nicht genug unternehme, um sicherzustellen, dass die Einwilligung zu einer Abtreibung auf Grundlage umfassender Informationen und freiwillig geschehe.

Durch die Vornahme der Abtreibungen hätten die Planned-Parenthood-Organisationen die durch den 14. Zusatzartikel zur US-Verfassung geschützten Grundrechte verletzt, welche die Beziehung einer Frau zu ihrem Kind schützen. „Die schwangere Mutter hat ein grundlegendes, ihr innewohnendes Recht, ihre elterliche Beziehung zu ihrem Kind aufrechtzuerhalten“, heißt es in der Klage.

Die Elternrechte der Klägerinnen seien beendet worden, ohne dass ausreichende Schutzmaßnahmen vorhanden gewesen wären, welche die Klägerinnen vor Zwang bewahrt hätten.

Die Klägerinnen sprechen von einem Muster an unzureichenden Einwilligungsverfahren bei Abtreibungen. Frauen blieben ohne ausreichende Informationen und Unterstützung, die sie brauchen würden, um ihre Kinder zu behalten.

Planned Parenthood hat zu der Klage noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Lebensschützer werfen Anbietern von Abtreibungen wiederholt vor, dass sie nicht ausreichend zu prüfen, ob Druck von Partnern oder Familien oder finanzielle Umstände vorhanden sind, die Frauen zu einer Abtreibung drängen, die sie sonst vielleicht nicht hätte durchführen lassen.

Eine USA-weite Umfrage aus dem Jahr 2023 ergab, dass 60 Prozent der Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben, angeben, sie seien von einer oder mehreren Seiten unter Druck gestanden. Diese Frauen berichteten von überdurchschnittlich häufigen Problemen mit der seelischen Gesundheit.

 

 


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