Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an

28. September 2026 in Jugend


‚In Italien kann niemand im Namen einer echten oder vermeintlichen Tradition entscheiden, dass eine junge Frau sich verstecken muss‘, sagte die italienische Premierministerin.


Rom (kath.net/jg)
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angekündigt, an Italiens Schulen das Tragen von Burkas und Niqabs zu verbieten. Weiters soll der Anteil ausländischer Schüler in den Klassen nicht über einem bestimmten Prozentsatz liegen. Dies berichtet die Zeitung WELT.

„Wenn nur ein Kind in einer Klasse ist, das kein Italienisch versteht, wird es ⁠die Sprache wahrscheinlich schnell lernen können“, sagte Meloni wörtlich. „Wenn die Zahl der Kinder, die die Sprache nicht verstehen, jedoch groß wird – oder sogar die Mehrheit ausmacht –, ist das keine Integration mehr, sondern Vernachlässigung.“

Weitere Details nannte die Meloni nicht. Die Maßnahmen sollen zunächst dem Kabinett vorgelegt werden, sagte sie bei einer Veranstaltung der Jugendorganisation ihrer Partei Fratelli d‘Italia. 

„Man muss mit unbedecktem Gesicht zur Schule gehen“, sagte die Politikerin wörtlich. „Und in Italien kann niemand im Namen einer echten oder vermeintlichen Tradition entscheiden, dass eine junge Frau sich verstecken muss“, fügte sie hinzu.

Weiters will sie Eltern ausländischer Schüler, die große Schwierigkeiten mit der Integration haben, dazu verpflichten, Italienisch zu lernen.

Laut Informationen des Forschungsinstitutes Fondazione ISMU liegt der Anteil ausländischer Schüler in Italiens Klassen bei zwölf Prozent.

Die Zeitung KURIER berichtet, dass es in Italien bereits eine gesetzliche Höchstgrenze von 30 Prozent ausländischen Schüler gibt. Diese Regelung existiere bereits seit 2010, werde aber in der Praxis nicht durchgesetzt, weil Schulen Ausnahmegenehmigungen beantragen und diese auch erhalten, zitiert die Zeitung Professor Maddalena Colombo von der Katholischen Universität Mailand. 

 


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