
4. Oktober 2026 in Österreich
Wer die Kreuze entfernt hat und warum, ist nicht bekannt.
Wels (kath.net/jg)
In den Pflichtschulen der Stadt Wels in Oberösterreich fehlten im Sommer in 117 von 238 Klassen die gesetzlich vorgesehenen Kreuze. Sie wurden ersetzt. Zu Schulbeginn im September waren erneut 50 Kreuze verschwunden, berichtet die Tageszeitung Heute.
Wer die Kreuze entfernt hat und welches Motiv dahintersteckt, ist nicht bekannt. Bürgermeister Andreas Rabl von der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) sagt gegenüber der Kronen Zeitung: „Wir rätseln selber, warum das so ist. Ich glaube auch nicht, dass es nur an Schülern liegt.“ Er habe eine Lehrerin getroffen, die ihm gesagt habe, sie wolle kein Kreuz in ihrer Klasse hängen haben, sagt der Bürgermeister.
Nach Beschwerden von Eltern über fehlende Kreuze wurden im Sommer Kontrollen in den Volks-, Mittel-, und Sonderschulen sowie den Polytechnischen Schulen durchgeführt. In 117 von 238 kontrollierten Klassenzimmer waren keine Kreuze vorhanden, das ist fast die Hälfte aller Klassenräume. Große Unterschiede gab es zwischen den Schulen. In manchen waren überhaupt keine Kreuze vorhanden, in anderen fehlte kein einziges.
Bei den Kontrollen wurde auch überprüft, ob die Landes- und Bundeswappen sowie die Bilder des Bundespräsidenten und des Landeshauptmanns in den Klassenzimmern vorhanden waren. Es fehlten 187 Bundeswappen und 192 Landeswappen. Fünf Bilder des Bundespräsidenten und sechs Bilder des Landeshauptmanns waren nicht vorhanden. Auch hier wurden große Unterschiede zwischen den Schulen festgestellt.
In der Landeshauptstadt Linz fehlte zu Schulbeginn kein Kreuz und kein Bundes- oder Landeswappen. Auch die Bilder des Bundespräsidenten und des Landeshauptmanns waren ebenfalls in allen Klassenzimmern vorhanden.
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