Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.

11. Oktober 2026 in Weltkirche


Die aus Schweden stammende Wissenschaftlerin trat 2012 in die katholische Kirche ein. Die Pius-XI.-Medaille wird ausschließlich aufgrund wissenschaftlicher Verdienste verliehen.


Vatikan (kath.net/jg)
Karin Öberg, Professorin für Astronomie an der Harvard Universität, hat aus den Händen von Papst Leo XIV. die Pius-XI.-Medaille empfangen. (Siehe Foto) Die Medaille wird alle zwei Jahre von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften an vielversprechende Wissenschaftler unter 45 Jahren verliehen. Öberg erhielt die Medaille am 24. September im Rahmen einer Feier im Vatikan.

Die Empfänger der Medaille werden von den 80 ständigen Mitgliedern der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ausgewählt. Die Entscheidung fällt ausschließlich auf Grundlage wissenschaftlicher Verdienste, wobei die Preisträger unterschiedliche Hintergründe und Weltanschauungen haben.

„Ich fühle mich zutiefst geehrt, die Pius-XI.-Medaille zu erhalten, und bin dankbar für die Anerkennung des Beitrags der Astrochemie zu unserem Verständnis des Universums“, sagte Öberg anlässlich der Verleihung. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Rolle chemischer Prozesse bei der Bildung von Planeten.

„Die Medaille ist zudem ein schönes Symbol für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der katholischen Kirche“, sagte Öberg. „Und als Katholikin war es für mich von großer Bedeutung, die Medaille direkt aus den Händen des Heiligen Vaters entgegenzunehmen.“

Karin Öberg wurde 1982 in Schweden geboren. Ihr Vater war Atheist, ihre Mutter gehörte der evangelisch-lutherischen Kirche Schwedens an, praktizierte den Glauben aber nicht. Karin Öberg wurde evangelisch getauft und konfirmiert, verlor aber in ihrer Jugend den Glauben an Gott. Während des Studiums in den USA und den Niederlanden kam sie in Kontakt mit christlichen Studenten. Sie begann, Bücher von C.S. Lewis zu lesen. Noch während des Studiums kam sie zum christlichen Glauben. Die Lektüre von G.K. Chestertons „Orthodoxie“ führte sie auf den Weg in die katholische Kirche, in die sie 2012 eintrat. 

 


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