
11. Oktober 2026 in Deutschland
Bischof Oster meint bei Podiumsdiskussion in Passau: Weg zu mehr Mitbestimmung in der Kirche ist „unumkehrbar“
Passau (kath.net/rn) Der Passauer Bischof Stefan Oster sieht den Trend zu mehr Mitbestimmung und Beteiligung in der katholischen Kirche als unumkehrbar an. Bei einem Podiumsgespräch an der Universität Passau machte der Bischof deutlich, dass sich der Führungsstil in den Diözesen grundlegend gewandelt hat. Ein neu ernannter Bischof könne heute nicht mehr „die brutale Machtkeule rausholen und sagen: Ich mache jetzt alles anders“ als sein Vorgänger, so Oster. Solche autoritären Alleingänge funktionierten in der heutigen kirchlichen Realität schlichtweg nicht mehr. Die Bedeutung interner Abstimmungsprozesse und synodaler Strukturen unterstrich Oster mit bildhaften Worten: „Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.“ Er selbst treffe schwerwiegende Entscheidungen in seiner Diözese mittlerweile ausnahmslos nach intensiven Beratungs- und Beteiligungsprozessen. Wenn es gelinge, in Gremien und Teams angstfrei miteinander zu sprechen, könnten „überraschende Dinge passieren“. Das übergeordnete Ziel solcher Prozesse müsse im Idealfall ein gemeinsamer Konsens sein.
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