
20. Oktober 2026 in Weltkirche
Jan-Heiner Tück unter 24 neuen Mitgliedern des theologischen Think-Tanks, der Papst und Glaubensdikasterium berät - Aus dem deutschsprachigen Raum gehört künftig auch der Jesuit Bernhard Knorn/Jesuitenhochschule St. Georgen/Frankfurt dem Gremium an.
Vatikanstadt/Wien (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. beruft den an der Universität Wien lehrenden Dogmatikprofessor Jan-Heiner Tück (59) in die Internationale Theologenkommission (ITK). Das hat das vatikanische Presseamt am Montag bekanntgegeben. Tück, Leiter des Fachbereichs Dogmatik und Dogmengeschichte an der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät und langjähriger Schriftleiter der internationalen katholischen Zeitschrift "Communio", ist eines von 24 neuen Mitgliedern des Gremiums, das den Papst und die Behörde für die Glaubenslehre in theologischen Fragen berät.
Aus dem deutschsprachigen Raum gehört künftig auch der Jesuit Bernhard Knorn dem Gremium an. Er unterrichtet Dogmatik und Ökumenik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Neu in der Theologenkommission sind u. a. auch die Französin Anne-Sophie Vivier-Muresan, Dekanin der Theologischen Fakultät am Institut catholique in Paris, Claudia Leal Luna vom Päpstlichen Theologischen Institut Johannes Paul II. für Ehe in Rom, der ungarische Priester und Theologe Csaba Török, der tschechische Fundamentaltheologe Lubomir Zak oder die koreanische Theologin Teresa Hyeon Soon Choi.
Die 1969 von Papst Paul VI. (1963-1978) gegründete Internationale Theologenkommission ist eine Art "Denkfabrik" des vatikanischen Dikasteriums für die Glaubenslehre. Präsident der Theologenkommission ist der jeweilige Glaubens-Präfekt, derzeit also der argentinische Kurienkardinal Víctor Manuel Fernandez.
Die Kommission setzt sich aus Theologen und Theologinnen diverser Denkrichtungen und Nationen zusammen. Sie sollen sich durch wissenschaftliche Qualifikation und Treue zum kirchlichen Lehramt auszeichnen. Die Mitglieder aus aller Welt werden nach Befragung der Bischofskonferenzen dem Papst vorgeschlagen und von diesem für jeweils fünf Jahre ernannt. Sie kommen mindestens einmal im Jahr zu einer Vollversammlung zusammen. Daneben können sich Unterkommissionen treffen.
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