
29. Oktober 2026 in Jugend
Erzbischof Cordileone darüber, warum junge Katholiken die katholische Kirche dem Säkularismus vorziehen.
New York (kath.net / pk) „Diesen Satz haben wir oft gehört: ‚Die Kirche muss den Anschluss an die Welt finden.‘ Doch wie sich herausstellt, machen wir uns selbst irrelevant, wenn wir das tun.“ Das sagte Salvatore Cordileone, Erzbischof von San Francisco, im Podcast „Shepherd’s Circle Priest Podcast“ des Napa Institute, wie ChurchPOP berichtet.
Im ganzen Land vollziehe sich in den Kirchenbänken der Gemeinden eine stille Revolution: Tausende junge Menschen wenden sich von der modernen säkularen Kultur ab und suchen eine tiefe, zeitlose Begegnung mit dem Heiligen. Dies sei ein erstaunlicher kultureller Wandel; es erkläre, warum die jahrzehntealte Strategie, die Kirche „wie die Welt aussehen zu lassen“, letztlich gescheitert sei, und was junge Seelen tatsächlich wieder zum Glauben zieht.
Der Erzbischof hinterfragte die nachkonziliare Idee, die Kirche ständig zu modernisieren, um ansprechend für die Menschen zu bleiben. Eine echte Evangelisierung enthalte ein Paradoxon: „Am relevantesten ist das, was irrelevant wirken mag – das, was sich am deutlichsten unterscheidet“, erläuterte er. „Genau das spricht an. Die jungen Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein.“
Sakrale Schönheit genüge jedoch nicht, unterstrich Cordileone. Junge Menschen bräuchten auch eine echte menschliche Verbindung. Er verwies auf Initiativen wie die beliebten Treffen „Pews to Pizza“ in Manhattan in New York, wo nach der Sonntagabendmesse die jungen Gottesdienstbesucher miteinander essen.
In den großen „Megakirchen“ der USA werde dieses Gemeinschaftsgefühl gut angesprochen, verwies der Erzbischof. „Sie sind wirklich gut darin, ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen.“ Es fehle ihnen jedoch die Tradition und Zeitlosigkeit. „Wir brauchen beides, um Menschen wirklich zu evangelisieren und sie tief in ihrem Glauben zu verwurzeln.“
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