Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

2. November 2026 in Deutschland


Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft kritisiert WDR-Bericht zum Polizeieinsatz bei „Gen Z“-Protesten/Köln: Er möchte WDR-Kommentar „so nicht stehen lassen, weil ich ihn falsch finde, ja, weil ich ihn gar in Teilen unerträglich finde“ - VIDEO


Berlin (kath.net) „Fakt ist, aus der Versammlung heraus wurden Straftaten begangen, also Schranken überschritten, die die Versammlungsfreiheit nun mal hat. Was bedeutet, dass die Polizei diese Versammlung aufgelöst hat. Und mit der Auflösung dieser Versammlung wurden diese Versammlungsteilnehmer eben auch aufgefordert, den Platz zu räumen, zu verlassen, mehrfach. Wenn die Antwort ist auf Menschen in Uniform Steine zu werfen, Böller zu werfen oder gar sogar Molotowcocktails, dann wird die rechtsstaatliche Antwort eben auch der Einsatz von Zwang sein.“ Darauf weist der Polizeibeamte und Bundesvorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft (DPolG) Manuel Ostermann in einem Videokommentar auf seinem YouTube-Kanal hin. Sein Kommentar trägt den Titel „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“ und bezieht sich auf einen Beitrag des öffentlich-rechtlichen Senders zu „Gen Z“-Protesten in Köln am vergangenen Samstag – Ausschnitte aus diesem Beitrag dokumentiert Ostermann in seinem Video. Dieses Video ist innerhalb kurzer Zeit viral gegangen, sowohl auf YouTube wie auch auf weiteren Social Media-Kanälen.

Ostermann erläutert weiter, dass „wer der Aufforderung der Polizei nach Auflösung der Versammlung nicht nachkommt, den Platz zu verlassen, der muss dann auch damit rechnen, dass der Einsatz vom Wasserwerfer ihn individuell betrifft“. Eigens weist er darauf hin, dass aber auch der Einsatz des Wasserwerfers angekündigt werde.

Weiter kritisiert er deutlich irritiert: „Und vielleicht mal eins zu dieser staatstragenden Rhetorik wegen den Kindern. Wer bitte nimmt Kinder zu Versammlungslagen mit, wo Gewalteskalationen stattfinden, wo Menschen in Uniform mit Steinen beschmissen werden, mit Böllern beschmissen werden, wo verfassungsfeindliche Parolen gerufen werden? Wer sorgt nicht dafür, dass die Kinder die Versammlung verlassen, nachdem sie aufgelöst worden ist, weil aus der Versammlung heraus Straftaten begangen wurden?“ Sei es hier nicht vielmehr der eigentliche „Skandal“, wenn Eltern „nicht in der Lage sind, ihre Kinder von solchen Versammlungsteilnehmern fernzuhalten“?

Das Problem sei hier „nicht die Polizei“, stellt Ostermann im direkten Widerspruch zum WDR-Beitrag fest, „sondern gewaltorientierte Linksextremisten, die von Recht und Gesetz gar nichts halten“.

Archivfoto (c) kath.net


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