Bätzing gegen Papst Leo

4. November 2026 in Deutschland


Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz moniert angeblich „schlimme Aussagen“ des Papstes über sexuellen Missbrauch.


Rom-Limburg (kath.net)

„Sexueller Missbrauch ist in erster Linie ein menschliches Problem.“ Dies sagte Papst Leo XIV. zu dem leidigen Thema nach Beendigung seiner Frankreich-Reise – etwas, das dem Limburger Bischof Georg Bätzing offensichtlich gar nicht passt. Bätzing gehört zu denjenigen Kirchenfürsten, die jahrelang das Dogma verbreitet haben, dass sexueller Missbrauch etwas mit „kirchlichen Strukturen“ zu tun haben müsse. „Wir wissen heute sehr viel darüber, wie sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche möglich wurde, warum er über Jahrzehnte vertuscht werden konnte und welche kirchlichen structures ihn begünstigt haben“, meinte Bätzing jetzt auf seiner Website und stellt sich damit klar gegen den Papst, der dies anders sieht. Der Limburger Bischof verweist dazu auch auf eine Studie der DBK aus dem Jahr 2018, nach der sexueller Missbrauch in der Kirche nicht allein als Fehlverhalten einzelner Täter verstanden werden könne.


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