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Wie halten es die Wähler mit der Religion?

17. November 2006 in Österreich, keine Lesermeinung
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IMAS-Umfrage vom November 2006: ÖVP-Wähler haben die engste Verbundenheit mit den christlichen Religionen – Am kirchenfernsten: Freiheitliche und GRÜNE.


Wien (www.kath.net) Welche Rolle spielt die Religion im Parteigetriebe? Eine jüngste Umfrage zeigt wenig Überraschendes. Die engste Verbundenheit mit christlichen Religionen haben die Anhänger der Volkspartei (ÖVP), ergab eine IMAS-Studie, die im November publiziert wurde.

1012 Personen wurden vom 24. Oktober bis zum 6. November 2006 befragt. Von den ÖVP-Wählern bezeichnen sich 90 Prozent als Katholiken, weitere 3 Prozent sind evangelisch. Nur 7 Prozent der ÖVP-Wähler gehören einer anderen oder gar keiner Religion an.

SPÖ: 82 Prozent der Wähler katholisch

Nur unwesentlich schwächer ist die Zugehörigkeit zu den christlichen Religionsgemeinschaften bei den Sozialdemokraten: 82 Prozent von ihnen bezeichnen sich als katholisch, 5 Prozent als evangelisch. Dreizehn Prozent der SPÖ-Wähler sind religionsfern oder Angehörige einer nichtchristlichen Glaubensrichtung.

Erheblich anders, als bei den beiden Großparteien stellt sich die Religionszugehörigkeit bei den Wählern von FPÖ oder BZÖ dar. Von diesen bezeichnen sich 77 Prozent als katholisch, 12 Prozent als evangelisch und insgesamt 11 Prozent als Mitglieder einer anderen Religion bzw. als religionslos.

59 Prozent Katholiken bei den GRÜNEN

Am schwächsten ist die Verflechtung mit den christlichen Religionen bei denGRÜNEN. Unter ihnen findet man lediglich 59 Prozent Katholiken und 4 Prozent Protestanten. 37 Prozent der GRÜNEN (somit annähernd zwei Fünftel dieser Partei) besitzen andere oder gar keine religiösen Bindungen.

Die IMAS-Umfrage ergab außerdem, dass die Zahl der Menschen mit religiöser Bindung sinkt. 1981 bezeichneten sich 88 Prozent der Österreicher als katholisch, 2006 waren es nur mehr 78 Prozent. Der Anteil an Evangelischen an der Gesamtbevölkerung ist mit 5 Prozent unverändert geblieben. Die Zahl der Personen, die sich anderen bzw. keinen Glaubensgemeinschaften zugehörigfühlen, hat seit 1981 von 7 auf 17 Prozent zugenommen.

Umfrage zum Kirchenbesuch

Befragt wurden die Österreicher auch über den Kirchenbesuch. Von der Gesamtbevölkerung gaben sich in der IMAS-Umfrage 15 Prozent aller Österreicherals regelmäßige Kirchenbesucher zu erkennen. 25 Prozent der Erwachsenengehen zumindest gelegentlich in die Kirche, 36 Prozent tun dies nach eigenerAngabe selten, 24 Prozent überhaupt nie.

Die Intensität des Kirchenbesuchs unterscheidet sich nach Geschlechtund Alter: Von den Männern besucht nur jeder Drittezumindest gelegentlich ein Gotteshaus, von den Frauen tut dies fast jedeZweite.

Jung und Alt

Noch größer ist die Abweichung zwischen Jung und Alt: Bei den Angehörigen derjungen Generation lautet das Verhältnis zwischen Kirchgängern und Kirchenfernen30 : 70 Prozent, bei den Senioren hingegen 52 : 48 Prozent.

Aber auch die Parteineigung entpuppt sich als klares religiösesTrennmerkmal. Das Verhältnis zwischen Kirchgängern und Nicht-Besuchern schaut bei den Parteien folgendermaßen aus: ÖVP 62 : 38 Prozent, SPÖ 33 : 67 Prozent, GRÜNE 33 : 67 Prozent, FPÖ / BZÖ 15 : 85 Prozent.



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