Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Liegt ein Schisma in der Luft?
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. Die Liturgie gehört nicht uns! Reform muss aus der Tradition wachsen
  7. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  8. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  9. Adios Toni!
  10. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  11. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  12. Ebola-Ausbruch in Ostafrika: Groß-Wallfahrt in Uganda abgesagt
  13. Die offenen Türen des Glaubens, der Kirche und des Herzens
  14. Medien spekulieren weiter über möglichen Beginn des Seligsprechungsprozesses für Benedikt XVI.
  15. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative

Montenegro: Erzbischof hofft auf gerechte Lösung für den Kosovo

23. Jänner 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es könne zu einer "Explosion" kommen, die "niemandem nützen würde", meint Erzbischof Zef Gashi.


Königstein/Taunus (www.kath.net) Der albanischstämmige Erzbischof der montenegrinischen Diözese Bar, Zef Gashi, hat gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ erklärt, er erhoffe sich von den Präsidentschaftswahlen in Serbien vor allem „eine gerechte Lösung“ für den Kosovo.

Es herrsche im Kosovo noch immer „ein derartiger Zustand, dass endlich ein Schlussstrich gezogen werden muss“. Andernfalls könne es zu einer „Explosion“ kommen, die „niemandem nützen würde“.

„Es wäre gerecht, dem Kosovo seine Eigenständigkeit zu gewähren“, sagte der Erzbischof. Er forderte Europa auf, daran zu denken, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Situation auf dem Balkan geklärt worden sei, der Kosovo jedoch noch immer davon ausgenommen sei.

„Europa müsste eigentlich ein Interesse an einer Beruhigung der Lage sowie an einem ausbalancierten Zusammenleben auf dem Balkan haben“, betonte er gegenüber „Kirche in Not“. Zudem habe ein Volk von zwei Millionen, das dramatische und traumatische Erlebnisse wie Deportationen und Ermordungen hinter sich habe, „ein Recht auf eine hellere Zukunft“.

Erzbischof Gashi, der im Kosovo geboren ist und dort lange Zeit als Pfarrer tätig war, erklärte, der Kosovo sei von seiner demographischen Struktur her eine der jüngsten Nationen, denn 60 Prozent der Bevölkerung seien unter 35 Jahre alt. Jedoch sehe die Jugend keine Perspektive. Im öffentlichen Leben herrsche eine allgemeine Blockade, und es werde kaum investiert, da es keine Sicherheit gebe.

Dies führe dazu, dass viele junge Menschen ins Ausland auswanderten und dass die, die blieben, „in Erwartung einer besseren Zukunft ersticken“. Probleme mit einem fundamentalistischen Islam sehe er jedoch nicht. Er kenne Politiker und Intellektuelle und habe den Eindruck, dass der Kosovo seit zwanzig bis dreißig Jahren stark auf den Westen ausgerichtet sei.

Der Kosovo steht nominell unter serbischer Regierung, wird jedoch seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet. Katholiken bilden unter den knapp 1,9 Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern eine Minderheit von ca. 60.000 Mitgliedern.

Albaner bilden einen Anteil von über 90 Prozent der Bevölkerung, den Rest der Bevölkerung machen überwiegend Serben aus. Am vergangenen Sonntag haben in Serbien Präsidentschaftswahlen stattgefunden, die als Richtungswahl in der Kosovo-Frage angesehen werden.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kosovo

  1. Glauben der Vorfahren wiederentdecken: Krypto-Katholiken im Kosovo
  2. Katholischer Bischof: Kosovo soll unabhängig werden
  3. Kosovo: Regierung bewilligt Bau einer Mutter Teresa-Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  3. Liegt ein Schisma in der Luft?
  4. MAGNIFICA HUMANITAS
  5. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  6. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  7. Adios Toni!
  8. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  9. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  10. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  11. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  12. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  13. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  14. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  15. „Ohne Jesus wären wir nicht mehr zusammen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz