Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!

Montenegro: Erzbischof hofft auf gerechte Lösung für den Kosovo

23. Jänner 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es könne zu einer "Explosion" kommen, die "niemandem nützen würde", meint Erzbischof Zef Gashi.


Königstein/Taunus (www.kath.net) Der albanischstämmige Erzbischof der montenegrinischen Diözese Bar, Zef Gashi, hat gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ erklärt, er erhoffe sich von den Präsidentschaftswahlen in Serbien vor allem „eine gerechte Lösung“ für den Kosovo.

Es herrsche im Kosovo noch immer „ein derartiger Zustand, dass endlich ein Schlussstrich gezogen werden muss“. Andernfalls könne es zu einer „Explosion“ kommen, die „niemandem nützen würde“.

„Es wäre gerecht, dem Kosovo seine Eigenständigkeit zu gewähren“, sagte der Erzbischof. Er forderte Europa auf, daran zu denken, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Situation auf dem Balkan geklärt worden sei, der Kosovo jedoch noch immer davon ausgenommen sei.

„Europa müsste eigentlich ein Interesse an einer Beruhigung der Lage sowie an einem ausbalancierten Zusammenleben auf dem Balkan haben“, betonte er gegenüber „Kirche in Not“. Zudem habe ein Volk von zwei Millionen, das dramatische und traumatische Erlebnisse wie Deportationen und Ermordungen hinter sich habe, „ein Recht auf eine hellere Zukunft“.

Erzbischof Gashi, der im Kosovo geboren ist und dort lange Zeit als Pfarrer tätig war, erklärte, der Kosovo sei von seiner demographischen Struktur her eine der jüngsten Nationen, denn 60 Prozent der Bevölkerung seien unter 35 Jahre alt. Jedoch sehe die Jugend keine Perspektive. Im öffentlichen Leben herrsche eine allgemeine Blockade, und es werde kaum investiert, da es keine Sicherheit gebe.

Dies führe dazu, dass viele junge Menschen ins Ausland auswanderten und dass die, die blieben, „in Erwartung einer besseren Zukunft ersticken“. Probleme mit einem fundamentalistischen Islam sehe er jedoch nicht. Er kenne Politiker und Intellektuelle und habe den Eindruck, dass der Kosovo seit zwanzig bis dreißig Jahren stark auf den Westen ausgerichtet sei.

Der Kosovo steht nominell unter serbischer Regierung, wird jedoch seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet. Katholiken bilden unter den knapp 1,9 Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern eine Minderheit von ca. 60.000 Mitgliedern.

Albaner bilden einen Anteil von über 90 Prozent der Bevölkerung, den Rest der Bevölkerung machen überwiegend Serben aus. Am vergangenen Sonntag haben in Serbien Präsidentschaftswahlen stattgefunden, die als Richtungswahl in der Kosovo-Frage angesehen werden.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kosovo

  1. Glauben der Vorfahren wiederentdecken: Krypto-Katholiken im Kosovo
  2. Katholischer Bischof: Kosovo soll unabhängig werden
  3. Kosovo: Regierung bewilligt Bau einer Mutter Teresa-Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz