Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  8. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik

Das Unbefleckte Herz Mariens

20. Juni 2009 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am Samstag nach dem Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu feiert die Kirche den gebotenen Gedenktag des Unbefleckten Herzens Mariä – Einblicke aus der Kathpedia


Rom (kath.net/Kathpedia) Die Grundgedanken der Herz-Mariä-Verehrung reichen zurück bis in die Väterzeit. Im 19. und 20. Jahrhundert führten einige Stationen bis zur verpflichtenden Einführung des Gedenktages im Jahr 1996.

Am 27. Januar 1840 erscheint Maria der jungen Schwester Justine Bisqueyburu aus der Kongregation der „Töchter der barmherzigen Liebe“ vom heiligen Vinzenz von Paul in Paris. „Unsere liebe Frau“ ermächtigte die Schwester zur Verbreitung des so genannten „Grünen Skapuliers vom Unbefleckten Herzen Mariens“. Dieses solle die Bekehrung von Ungläubigen und Sündern erwirken und ihnen eine gute Sterbestunde vermitteln.

Papst Pius VII. (+ 1823) bestätigte die liturgische Verehrung des Herzens Mariä. Papst Pius IX. (+ 1878) gab dem Skapulier die kirchliche Gutheißung. 1855 zeichnete Pius IX. das Fest mit einem eigenen Offfizium und einer eigenen Festmesse aus.

1917 erscheint Maria als Rosenkranzkönigin den drei Hirtenkindern Francisco Marto und Jacinta Marto und Lucia dos Santos in Fatima in der Cova da Iria. Die Kinder bekommen Einblick in die Hölle; um viele davor zu bewahren, bittet sie um die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens und darum, täglich den Rosenkranz zu beten, um Buße und Sühne und die persönliche Weihe und die Weihe Russlands (als Bild des Atheismus) an ihr Herz. Sie sagte auch, dass am Ende ihr Unbeflecktes Herz triumphieren wird. Aus der Botschaft von Fatima ist die Verehrung des Unbefleckten Herzen Mariens und des Herz-Mariä-Samstags mit besonderen Verheißungen verbunden. Am 10. Dezember 1925 erscheint die Gottesmutter Lucia dos Santos. Sie vervollständigt die Erscheinungen 1917 in Fatima und bittet Lucia um die Verbreitung der Herz-Mariä-Sühnesamstage.

Am 13. Juni 1929 bittet die Gottesmutter Lucia dos Santos, dass der Heiligen Vater, in Vereinigung mit den allen Bischöfen der Welt, die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz vollziehen solle. 1931 vollzieht der portugiesische Episkopat die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariä. Am 1.12. 1940 schrieb Lucia dos Santos dem Papst, er könne noch viel Unheil des gegenwärtigen Krieges verhindern, wenn er den Wunsch der Muttergottes, die Menschheit dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen, vollziehen würde. Am 31. Oktober 1942 weiht Pius XII. die ganze Menschheit dem Unbefleckten Herzen Mariens in der Radioansprache „Regina des santissimo rasario“. Ab ungefähr dieser Zeit hatte Hitler keine Kriegserfolge mehr. Am 8. Dezember 1942 wiederholt Pius XII. wiederholt die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens im Petersdom.


Am 4. Mai 1944 wird das Fest des „Unbefleckten Herzen Mariens“ für die Gesamtkirche eingesetzt. Es wird der 22. August dafür festgelegt.

Am 25. März 1984 vollzieht Papst Johannes Paul II. in geistlicher Einheit mit den Bischöfen der Kirche die Weihe der Menschen und der Völker an das Unbefleckte Herz Mariens vor der Fatima-Madonna, welche nach Rom gebracht wurde, vor dem Angelusgebet am 25. März 1984 auf dem Petersplatz. 1989 fiel der Kommunismus.

1996 setzt die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung die Feier des Unbefleckten Herzen Mariens im Römischen Generalkalender als verpflichtend fest. Am 8. Oktober 2000 weiht Papst Johannes Paul II. die Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens anlässlich des Jubiläumsjahres 2000.

Die Bedeutung der „Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens“ erklärt Pater Joseph Kentenich so: Weihe heißt „sich hingeben, ganz hingeben. Wir sollen uns also bemühen um die Ganzhingabe an das Unbefleckte Herz der lieben Gottesmutter. … Es besagt ein Doppeltes: Herz ist zunächst das Symbol für die Liebe; sodann das Symbol für die ganze Persönlichkeit. …

Wenn ich mich ganz an die Liebe hingebe, dann heißt das: Ich glaube an die unermessliche Liebe der Gottesmutter zum Vater und zu uns, aber als Ausdruck und Sicherung der Liebe des Vaters zu uns und als vorzügliches Mittel, um die Liebe zum Vater in uns sicher zu stellen.

Dann verstehen wir: Die Weihe an das unbefleckte Herz der Gottesmutter bedeutet eine vollständige Umwandlung des Individuums und der ganzen menschlichen Gesellschaft. Darum hat der Teufel auch dieses schreckliche Interesse daran, das Bild der Gottesmutter zu zerstören, das Bild der Gottesmutter zu fälschen, wie das heute vielfach geschieht. Wir machen nicht mit!

Das Herz ist auch Symbol der Persönlichkeit. Der Kern der Persönlichkeit, das ist nicht der Wille, wie man vielfach meint oder sagt, das ist das Herz. Wem sollen wir uns also schenken? Einer Persönlichkeit, keiner Idee. … Ideen, die man zusammengetrommelt, zu einem System zusammengeleimt hat, denen kann ich mich beugen. Aber mich einer Persönlichkeit hingeben, das ist schwer. Es ist ja die Tragik der heutigen Zeit, dass sie keine personale Liebe mehr kennt. Personale Liebe ist immer stärker am Schwinden. Und deshalb betonen wir die Weihe an die Person der lieben Gottesmutter als Ausdruck der Hingabe an die lebendige Person des dreifaltigen Gottes.

Das Herz der Gottesmutter ist ein geordnetes Herz. Ein unbeflecktes Herz ist ein geordnetes Herz. Was haben wir vor uns im Herzen der lieben Gottesmutter? Den Mikrokosmos einer endlos durchgegliederten lebendigen Ordnung, die die Gottesmutter dem Makrokosmos, der ganzen Welt wieder schenken will. Ein geordnetes Herz.

Die Welt ist in Unordnung, und zwar sehr; alles ist am Zerbrechen, heillos am Zerbrechen. Das Herz der Gottesmutter ist in Ordnung, und zwar in einzigartiger Weise. Wenn ich mich dem unbefleckten Herzen der Gottesmutter schenke, dann schenke ich mich der inkarnierten Ordnung, dann schenke ich mich einem Inkarnierten Mikrokosmos der Ordnung. Und die Wirkung muss sein: Mein Herz kommt auch in Ordnung. Und die Wirkung davon muss sein: Von meinem geordneten Herzen aus kommt meine Umgebung in Ordnung.“

Eine persönliche Weiheformel an das Unbefleckte Herz Mariens

Voll Demut und Liebe knie ich mich im Namen aller und für alle zu Deinen Füßen, o meine Mutter. Innig bitte ich Dich, Du mögest mich gütig unter Deinem schützenden Mantel bergen und in der Stunde der Prüfung beistehen. Siehe, ich bin bereit, hilfreiche Mutter, mich (die Familie ...) ganz Deinem Unbefleckten Herzen zu weihen. Du aber führe mich in Deiner unendlichen Güte zu Jesus, meinem göttlichen Heiland.

Meine liebe Mutter, Dir schenke ich mein ganzes Herz, meinen Sinn und alle meine Kräfte, damit ich wie Du Jesus zu lieben vermag, und Ihn stets in meinen Brüdern und Schwestern liebe. Bilde mein Herz nach Deinem Herzen. Mache es demütig und schlicht, rein und klein, lauter und froh, auf dass es einer so großen Liebe fähig sei.

Himmlische Mutter, stehe mir mit Deiner heiligen Hilfe bei: in der Stunde der Prüfung, im Augenblick der Versuchung und in den Wechselfällen des gegenwärtigen Lebens. Rette mich vor dem Übel des ewigen Todes und lasse mich durch Dein Herz zum wahren Leben wiedergeboren werden in jenem Reich, das Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt und regiert, für uns bereitet hat. Amen.

Kathpedia: Herz-Mariä-Verehrung

Foto: (c) Kathpedia


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Maria

  1. 150.000 Teilnehmer an neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe
  2. Schrein der ‚stillenden Maria’ in Florida ist das älteste Marienheiligtum der USA
  3. Augustinerorden kehrt ins englische Walshingham zurück
  4. Kräutersegnungen zu Mariä Himmelfahrt
  5. Chile: Marienheiligtum erwartet am 8. Dezember eine Million Pilger
  6. Schönborn bei Maria-Namen-Feier: Kraft des Gebets schrumpft nicht
  7. 1.000 Österreicher beim "Mladifest" in Medjugorje
  8. Dank an und Ehre für die Muttergottes
  9. Augsburg: Bischof Bertram gemeinsam mit Papst Franziskus
  10. Papst betet vor "Maria Knotenlöserin" für ein Ende der Pandemie






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  7. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  8. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  11. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  12. Das Wunder des Karol Wojtyła
  13. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz