06 November 2009, 09:52
Jilek hat fehlende Einsicht in Grunddaten des katholischen Glaubens
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bistum Regensburg'
Das Bistum Regensburg distanziert sich von Aussagen von Professor August Jilek, dem bereits 2004 die Lehrberechtigung entzogen wurde, und betont, dass Jilek nicht für die katholische Kirche spreche

Regensburg (kath.net)
Das Bistum Regensburg hat sich von Professor August Jilek und seinen medial verbreiteten Aussagen über Liturgie und Ökumene im Rahmen eines Vortrags über das Thema "Liturgie als Chance für gelebte Ökumene" distanziert. Das Bistum stellte klar, dass Jilek nicht für die katholischen Kirche sprechen könne und ihm bereits 2004 die Lehrberechtigung entzogen wurde.

Werbung
syrien2


Jilek hatte laut dem Bistum schriftlich erklärt zu erwägen, aus der katholischen Kirche auszutreten, nicht ohne sich vorher beim zuständigen Minister über die dienstrechtlichen und sonstigen Folgen dieses Schrittes zu vergewissern, was auch den beamtenrechtlichen Status und damit wohl die Fortzahlung der Bezüge mit ein schließt.

Das Bistum stellte weiter klar, dass entgegen den Aussagen Jileks keine Rede davon sein kann, dass die römisch-katholische und die evangelisch-lutherische Kirche unter Eucharistiefeier bzw. Abendmahl das gleiche verstehen. Z. B. sehe die evangelische Kirche den Opfercharakter der Messe in Spannung zum Abendmahl stehen.

Wörtlich heißt es dann: "Nach verbindlicher katholischer und auch orthodoxer Lehre ist die Eucharistiegemeinschaft nur auf der Grundlage einer vollen kirchlichen Gemeinschaft möglich. Die Unterschiede im Amtsverständnis als „belanglos“ abzutun, zeugt von fehlender Einsicht in Grunddaten des katholischen Glaubens. Gemäß katholischem Verständnis, wie es vom II. Vatikanum erneut formuliert wurde, ist es entscheidend, dass durch die Handauflegung und das Gebet des Bischofs in der Priesterweihe ein Christ bevollmächtigt und für immer in den Dienst Jesu Christi genommen wird. Der Priester handelt in der Person Christi, des Hauptes der Kirche. Die Ordination geht innerevangelisch von einem ganz anderen Ansatz aus. Der Unterschied zum katholischen Verständnis ist allgemein bekannt. Solche grundlegenden Unterschiede als „belanglos“ einzuschätzen, lässt jedes weitergehende theologische Verständnis vermissen. Herr Jilek scheint die Diskussion um Amt, Kirche und Eucharistie im ökumenischen Dialog der letzten Jahrzehnte zu ignorieren."

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Die Kirchen müssen das Haus Gottes sein, wie die Seele (61)

Freiburger Erzbischof Zollitsch soll Missbrauchsfälle vertuscht haben! (54)

Kardinal Burke warnt vor Anpassung an ‚Kultur des Todes’ (45)

Kein Hausarrest für Weihbischof Athanasius Schneider! (36)

Turkson: Papst-Schreiben "Laudato si" von Bischöfen blockiert (35)

Das Zeugnis, das empörte Raunen und eine Frage (32)

NEU! - kath.net-WhatsApp-Newsletter - NEWS und MISSION (25)

Kapelle einsturzgefährdet, weil Fahranfängerin vor Spinne erschrak (22)

Umstrittene US-Pastorin ist für „Porno aus ethisch guten Quellen“ (21)

„Man ist konsterniert ob dieser Blindheit“ (19)

USA: Vatikan untersagt Beschluss von Anti-Missbrauchsmaßnahmen (18)

Nach „Kristallnacht“ wollte Vatikan 200.000 deutsche Juden evakuieren (18)

Grüner Ministerpräsident: 'Männerhorden raus' (18)

Sexueller Missbrauch und Homosexualität im Klerus (17)

Asia Bibi endgültig frei! (16)