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| ![]() Die Hochzeit zu Kana14. Jänner 2010 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen "Jesus will vor allem uns verändern, wandeln, wie er damals das Wasser in Wein verwandelte - Betrachtungen zum 2. Sonntag im Jahreskreis von P. Dr. Bernhard Sirch Innsbruck (kath.net) Der hl. Johannes berichtet in seinem Evangelium von acht "Zeichen" Jesu, die die Leute aufmerken ließen. Wir dagegen reden von den "Wundern" Jesu. So war das "Wunder von Kana" das erste Zeichen Jesu; der Evangelist schließt seinen Bericht: So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa (Jo 2, 11). Wir können uns weiter fragen: bei welcher Gelegenheit wirkt Jesus sein erstes Zeichen? Für Jesus ist es selbstverständlich, dass er auch zu dem gemütlichen Teil einer Hochzeit geht. Wenn wir das Leben Jesu, bzw. den Ort seines ersten Zeichens planen hätten müssen, würden wir wohl kaum diesen Ort und diese Umstände wählen. Jesus erlebte bei einfachen Leuten, wie sie sich mit einfachen Mitteln: einem billigen Wein, eine Freude machen und Jesus trägt noch das Seine dazu bei. Für Jesus war wohl auch die Ehe so wichtig, dass er gerade bei einer Hochzeit sein erstes Zeichen tat. Bei der Hochzeit war die Mutter Jesu dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen (Jo 2, 1-2). Wir können uns fragen, habe ich Jesus schon einmal ganz bewußt eingeladen, zu mir, in mein Innerstes zu kommen? Jesus läßt sich einladen. Laden wir doch Jesus ein: "Komm, Herr Jesus". - Das Hochzeitspaar hatte Jesus, seine Jünger und seine Mutter eingeladen, wobei gerade Maria eine wesentliche Rolle spielt: Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. (Joh 2, 3). Ohne das drängende Bitten Mariens hätte Jesus nicht eingegriffen, er hätte nicht sein erstes Zeichen gewirkt! Jesus sagt sogar zu Maria vorwurfsvoll: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen (Joh 2, 4). Maria, die mit den armen Brautleuten Mitleid hatte, wußte einen Weg diesem Brautpaar zu helfen. Viele Menschen haben deswegen auch heute ein großes Vertrauen zu Maria und erbitten ihre Fürsprache bei Jesus. Maria muß wohl bei den Leuten in dem Haus ein großes Ansehen gehabt haben, sonst könnte Maria nicht sagen: Was er euch sagt, das tut! (Joh 2, 5). Maria gibt damit aber auch dem Personal eine Aufgabe: sie sollen ganz auf Jesus vertrauen. "Jesus, ich vertraue auf Dich" steht unter dem Bild des barmherzigen Jesus, das Schwester Faustina malen ließ. "Jesus, ich vertraue auf Dich". Dieses totale Vertrauen auf Jesus müssen auch wir haben. Maria kann uns dabei helfen. Sie sieht unsere Not, und führt uns zu Jesus, auf den wir unser ganzes Vertrauen setzten sollen, uns ganz ihm überlassen und auf ihn hören: Was er euch sagt, das tut! (Joh 2, 5). Sich ganz Jesus überlassen, auf ihn hören, bedeutet: ihm gehorsam zu sein. Ihm auf dem Weg folgen, den er uns zeigt, auch wenn sich unser Innerstes dagegen sträubt, wenn in unserem Leben etwas eintritt, wo uns völlig unverständlich ist. Man muß sich einmal in die Lage der Diener hineinversetzen. Diese Diener waren sicherlich keine Heiligen, sondern Menschen mit Fehlern. Trotzdem gibt Jesus gerade diesen Menschen einen Auftrag. Auch heute beauftragt Jesus Männer und Frauen mit Fehlern. Stellen sie sich einmal vor, sie müßten dies tun: Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter. Jesus sagt zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand (Joh 2, 6-7). Diese leeren Krüge können für uns auch ein Sinnbild sein: wir müssen vor Gott leer werden. Gott ist es, der im Überfluß gibt: Und sie füllten sie bis zum Rand (Joh 2, 7). Was Jesus nun verlangt, ist für die Diener völlig unverständlich, ja sie gefährden sogar ihren Arbeitsplatz: Jesus sagte zu den Dienern: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm (Joh 2,8). Jesus fordert zuweilen von uns etwas, wo wir über lange Zeit vor einer Wand stehen, wo es schwer fällt an die lenkende Hand Gottes zu glauben. Wir sollten dabei an das Wort Mariens denken: Was er euch sagt, das tut! (Joh 2, 5). Wer sich Gott überläßt, kann nicht immer darauf hoffen, daß ihm der Auftrag einleuchtet. Im Vater unser beten wir: Dein Wille geschehe. Wenn wir tun, was Jesus uns sagt, dann können wir miterleben, was damals in Kana geschah: Der Speisemeister kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagt zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zu-rückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa (Joh 2, 9-11). Jesus selber tut eigentlich nichts. Er wirkt nur durch sein Wort. Jesus ist auch heute unter uns gegenwärtig und wirkt durch sein Wort. Wir müssen bitten, dass er durch sein Wort wirkt, wir müssen uns dem Wort Gottes öffnen und auf dieses Wort hören. Die eigentliche Wandlung war nicht die Wandlung von Wasser in Wein, sondern die Jünger des Herrn wurden verwandelt, sie glaubten an Jesus: So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn (Joh 2, 11). Die Jünger sollen ja einmal sein Werk weiter führen. Lassen wir das Wort Gottes in uns hinein. Jesus will vor allem uns verändern, wandeln, wie er damals das Wasser in Wein verwandelte. Wir wissen nicht den Zeitpunkt, wann sich das Wasser zu Wein gewandelt hat und die Verwandlung sichtbar oder riechbar wurde. Auch die Gefäße sind geblieben. Nach außen hin sieht man nichts. Schauen wir auf die Jünger. Äußerlich sieht man nicht, daß sie zum Glauben gekommen sind. Auch unser Äußeres bleibt; Jesus will unser Inneres, unseren Geist, verwandeln, verändern. Wer diese Verwandlung erfahren durfte, der weiß was es heißt, er versteht, worauf es Jesus ankommt: er verändert nicht die Gefäße, unser Äußeres, sondern das Innere und stellt uns damit eine Aufgabe. So sagt uns Paulus: Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken (Röm 12,2). Es geht Jesus im Letzten nicht um die Wandlung von Wasser in Wein, sondern um unsere Verwandlung. Wir müssen verwandelt, wiedergeboren werden. Ich wünsche Ihnen die Freude, die die Jünger Jesu in Kana erlebten, wie sie zum Glauben kamen. Dieser Glaube wird ihr Inneres verwandeln. Der Kommentar von P. Dr. Bernhard Sirch zum nachfolgenden Sonntag erscheint jede Woche am Donnerstag auf kath.net. Der Autor freut sich über Rückmeldungen im Kommentarbereich des Artikels oder per e-mail an pater.bernhard[@]kath.net
Guten Tag Herr Pater. Ich habe soeben sorgfältig Ihre Auslegung des Bibeltextes zur Hochzeit von Kana gelesen. Ich war gleichzeitig Eben, wie Sie im Text auch gesagt haben, zum Einfachen zurück, einfache Auslegung voller Inhalt, das ist kein Gegensatz! Vielen Dank, ich habe diesen Text schon mehrmals gelesen und darüber meditiert, aber soviele neue Inhalte sind jetzt nochmals dazu gekommen, einfach super! Ich freue mich bereits auf die weiteren Texte. Haben Sie allenfalls auch Bücher herausgegeben? Wenn ja, welche? Beste Grüsse und einen schönen Sonntag wünscht aus der Schweiz H. B. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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