21 Juni 2012, 09:00
Jesus kennen und bei der Olympiade bezeugen
 
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„Christus auf die Straßen von London bringen“, das ist das Ziel eines Missionseinsatzes während der kommenden Olympischen Spiele in London. Mitarbeiter Tobias Pechmann berichtet im kath.net-Interview. Von Petra Lorleberg

London (kath.net/pl) „Am Anfang steht die Freundschaft mit Jesus.“ Dies sagt der 28-jährige in Augsburg lebende Politikwissenschaftler Tobias Pechmann (Foto) im kath.net-Interview. Er ist ein Mitarbeiter eines katholischen Missionseinsatzes während der kommenden Olympischen Spiele in London.


kath.net: Herr Pechmann, Sie arbeiten an einem bemerkenswerten Projekt zur Glaubensverkündigung mit. Möchten Sie uns dies vorstellen?

Tobias Pechmann:
Im Juli und August diesen Jahres finden die Olympischen Spiele in London, also direkt vor unserer Haustür statt. Um den Millionen Sport-Pilgern zu zeigen, dass es im Leben auf mehr ankommt als den Gewinn des „Goldes“, gibt es in England ein großes Miteinander verschiedener Denominationen: „More Than Gold“. Ziel der Initiative ist es, den Menschen in Liebe zu dienen und ihnen Zeugnis von Jesus Christus zu geben. Ein katholischer Teil davon ist das „Joshua Camp“, das u.a. von der „Sion Community“ organisiert wird. Das Camp beginnt am 1. August und endet am 13. August. Die ersten drei Tage wird es ein Training geben rund um das Thema (Straßen-) Mission. Und danach geht es an den Start.

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kath.net: Wer werden Ihre Mitarbeiter sein? Können noch Interessenten zum Team dazukommen?

Pechmann:
Die Mitarbeiter bzw. Teilnehmer sind viele junge Menschen aus Europa und der ganzen Welt; aus über 40 Nationen kommen Leute nach London, junge Erwachsene aus allen Lebenslagen. Sie eint, dass sie Jesus kennen und die Freude ihres Glaubens weitergeben möchten. Die Anmeldefrist ist am 1. Juli, und Kurzentschlossene können sich gerne noch anmelden über E-Mail. Eine Teilnahme ist erst ab dem 18. Lebensjahr möglich.

kath.net: Welche Einzelaktionen sind angedacht?

Pechmann:
Zentral ist natürlich die Straßenevangelisation, dann wird es „Hospitality Centres“ geben, Aktionen rund um das Thema „Social Justice“, Gebetsspaziergänge, Sport Mission und 24/7 Anbetung. Ein Bestandteil der Straßenevangelisation wird auch „Nightfever“ sein: Von Sonntag, 5. August, bis Samstag, 11. August, wird in St. Patrick's/Soho (zusammen mit dem Team von Nightfever London) Nightfever gefeiert. Zudem sind zwei „Nightfever special“ geplant, in zwei Kirchen im Eastend. All dies steht unter dem Banner „Bring Christ to the streets of London“

kath.net: Nach den gezielten Fehlinterpretationen in den öffentlichen Medien und durch manche Katholiken könnte manche auf die Idee kommen, das Heil der Kirche liege in Strukturveränderungen, Demokratisierung und Endlosdebatten über Weihevoraussetzungen. Offenbar suchen Sie, Herr Pechmann, aber nach anderen Lösungen für die gegenwärtige Glaubenskrise. Wo sehen Sie den Dreh- und Angelpunkt von Glaube und Kirche?

Pechmann:
Der Dreh und Angelpunkt von Glaube und Kirche, auch im Blick auf die Zukunft der Kirche, ist eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Darum müssen wir ringen, bei uns selbst und für andere.

Alles andere tritt zunächst hinter dies zurück. Die Kirche ist kein Verein oder ein Sammelpunkt für Gutmenschen.

Am Anfang der Lösung steht die Freundschaft mit Jesus. Und Christus (be)ruft uns zu sich, heilt uns und sendet uns in die Welt. Er ging auf Menschen aller Couleur zu, rief diese aber auch stets zur Umkehr.

Eine Glaubenskrise tritt also da auf, wo unser Vertrauen in Gott, den Himmlischen Vater, wankt. Oder wo wir uns dem Werben Gottes um unser Herz verschließen.

Papst Benedikt XVI. hat dazu im Grunde schon alles gesagt: „Ohne persönliche Christusbeziehung (...) wird alles andere nur eine Last, fast eine Absurdität“.

Links: „Sion Community“
Joshua Camp
MoreThanGold


Foto Tobias Pechmann: (c) Paul Badde

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