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Die Nacht der vollen Kirchen

20. März 2013 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Argentinier verfolgen begeistert den Amtsantritt des Papstes Von Tobias Käufer (KNA)


Buenos Aires (kath.net/KNA) Mehr als 40.000 Menschen auf der historischen «Plaza de Mayo», eine bis auf den letzten Platz besetzte Hauptstadtkathedrale und natürlich die Basilika von San Juan de Flores im Heimatviertel von Papst Franziskus: Die Argentinier haben mit vollen Kirchen und begeisterten Feiern die Nacht zum Tag gemacht. Auf zahlreichen Bildschirmen und Großleinwänden wurde die Antrittsmesse des Papstes live übertragen.

Auf der «Plaza de Mayo» hatten Ordensschwestern ein Zelt aufgebaut: «Hier wird getauft», stand in handgemalten Schildern auf den grauen Zeltplanen zu lesen. Am Ende des für das südamerikanische Land so historischen Tages hatten sich 17 Menschen taufen lassen. «Ein erfolgreicher Tag», strahlte Ordensschwester Maria. Die mobilen Expresstaufen sind eine Idee des Erzbistums Buenos Aires, dem Kardinal Jorge Mario Bergoglio vor seiner Papstwahl vorstand. Normalerweise stehen die Zelte in Fußgängerzonen und Bahnhöfen – dort ist Überzeugungsarbeit gefordert. Diesmal aber ist es ein Heimspiel.


Zuvor hatte Papst Franziskus höchstpersönlich für eine Überraschung gesorgt, als er sich via Telefon gegen 3.32 Uhr Ortszeit zu den wartenden Gläubigen auf die «Plaza de Mayo» schalten ließ. «Danke, Padre Francisco», ruft überrascht der Moderator. Dann aber spricht der Papst: «Achtet auf das Leben, achtet auf die Familie, achtet auf die Natur, die Kinder, die Alten. Schützt die, die sich nicht wehren können», sagt er und berührt damit die Menschen. Seine Stimme elektrisiert die Menge. «Ich möchte euch um einen Gefallen bitten: Gehen wir alle gemeinsam», sagte er. Hass und Neid seien keine guten Ratgeber. «Sprecht miteinander», mahnt er. Niemand solle an der Barmherzigkeit Gottes zweifeln: «Gott verzeiht immer, Gott versteht. Habt keine Angst! Gott ist ein Vater.»

Als er seine Heimatgemeinde grüßt, brandet besonders lauter Jubel auf. Die Stimmung ist ausgelassen in Flores und in der Hauptstadtkathedrale. Rockmusik dröhnt aus den Boxen, um die Wartezeit zu verkürzen.

Auch die Pfarrei von San Lorenzo platzt an diesem frühen Morgen aus allen Nähten. Auf dem Altar steht ein Bild von Jorge Mario Bergoglio, aus seiner Zeit als Bischof. Die Menschen jubeln, als sie auf dem Bildschirm die gewaltige Fahne sehen, die Anhänger der Lieblingsmannschaft des Papstes schwenken. Auf der Fahne sind das Emblem des Klubs und der Kopf des Papstes zu sehen. Den mehrfachen argentinischen Meister San Lorenzo verehrt der Papst seit Kindertagen. In der Kirche haben sie Trikots der Mannschaft über den Altar gehängt. Bergoglios Mitgliedsausweis hängt als vergrößerte Kopie in der Kapelle.

Auch ein kleiner Fauxpas wird ausgekostet: Als eine der ersten schüttelt Staatspräsidentin Cristina Kirchner dem neuen Papst beim Empfang die Hand. Vor Aufregung vergisst sie beinahe den danebenstehenden Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone; muss umkehren, um auch ihn zu grüßen. «Sie hat nur noch Augen für den Papst», witzelte der Moderator anschließend.

Nach dem Gottesdienst kommt es zu jener Szene, auf die so viele Argentinier gewartet haben: Der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und seine argentinische Gattin Maxima wechseln beim offiziellen Empfang ein paar Worte mit Franziskus. Die Argentinierin strahlt und übersetzt die Worte des Papstes für ihren Mann, der bald König der Niederlande sein wird. Es sind diese Bilder, die das Land bewegen und die die argentinischen TV-Sender den ganzen Morgen über immer wieder zeigen.

Wenig später haben die Medien ein anderes Thema für sich entdeckt. Papst Franziskus werde demnächst den Franziskanerpater Carlos Murias seligsprechen, spekulieren sie. Murias wurde 1976 von der argentinischen Militärjunta ermordet.

kathTube-Foto: Mitgliedsausweis des bisherigen Kardinals Bergoglio im Fußballclub San Lorenzo


(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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