27 März 2013, 10:30
Forscher: Turiner Grabtuch stammt aus der Antike
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Grabtuch'
Eine Untersuchung nach der C-14-Methode von 1988, die das Textil auf das Mittelalter datierte, hatte sich als fehlerhaft herausgestellt

Rom (kath.net/KNA) Neue Forschungen erhärten die Annahme, dass das Turiner Grabtuch aus der Zeit Jesu stammen könnte. Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Padua legten nahe, dass das Tuch mit dem Antlitz und den Körperumrissen eines gekreuzigten Mannes im ersten Jahrhundert nach Christus entstanden sein könnte, berichtet das Internetportal «Vatican Insider» (Dienstag). Vorgestellt werden die Ergebnisse in dem einem an diesem Mittwoch in Italien erscheinenden Buch. Verfasser des Werkes mit dem Titel «Das Geheimnis des Grabtuchs» sind Giulio Fanti, Professor für mechanisch-thermische Forschung, und der Journalist Saverio Gaeta.

Werbung
messstipendien


In der Forschung besteht Unsicherheit über die Datierung des im Turiner Dom aufbewahrten Leinentuchs. Eine Untersuchung nach der C-14-Methode von 1988, die das Textil auf das Mittelalter datierte, hatte sich als fehlerhaft herausgestellt.

Laut dem Bericht fußen die neuen Forschungen auf einem Infrarot-Testverfahren sowie einer Methode aus dem Bereich der sogenannten Spektroskopie, mit der sich der Energiegehalt einer Probe bestimmen lässt. Daneben wurden bei einem mechanischen Testverfahren Fäden des Tuches mit anderen Mustern aus der Zeit von 3000 vor bis 2000 nach Christus verglichen. Das Ergebnis zeige zu 95 Prozent, dass das Tuch aus der Antike stamme und durchaus zur Zeit der Kreuzigung Jesu entstanden sein könne, so die Wissenschaftler.

Am Karsamstag wird das Grabtuch kurz im Dom von Turin ausgestellt werden, um das Jahr des Glaubens zu betonen. Nur eine Gruppe von etwa 300 Personen wird es sehen können, darunter Jugendliche und Kranke bzw. Behinderte. Benedikt XVI. hatte bei seinem Besuch im Jahr 2010 das Grabtuch eine „Ikone des Karsamstags“ genannt.

Das Grabtuch wird am Karsamstag kurz der Öffentlichkeit gezeigt werden (Rome Reports)




(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 

meist kommentierte Artikel

'Amoris Laetitia bekräftigt eindeutig die klassische kirchliche Lehre' (43)

Papstgesandter: Medjugorje wird wahrscheinlich anerkannt! (33)

Down Syndrom in Island: 100%ige Tötungsrate (24)

Van Rompuy: Die Zeiten von Roma locuta, causa finita sind lang vorbei (24)

Theologe: 'Amoris laetitia' ist 'äußerst schwerwiegende' Situation (22)

'Die Brutalität der Anschläge entsetzt mich' (22)

13 Tote bei Unglück in Madeira (22)

Maria, die Mittlerin der Gnaden (18)

Die Kirchensteuer ist unzeitgemäß und ungerecht (17)

Vatikanist Tosatti: ‚Die Rückkehr der Berufungskrise’ (13)

'Maria bat in Fatima, die Welt ihrem unbefleckten Herzen zu weihen' (13)

P. Wallner: Christen müssen Minderwertigkeitskomplexe ablegen (13)

'Was im Namen des Islam an Hass und Terror und Angst verbreitet wird' (12)

Kanzlerin Merkel will meine Stimme, aber mich für dumm verkaufen (12)

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert Van Rompuy! (10)