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Kritik an Scharia-Räten in Großbritannien

8. April 2013 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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In Großbritannien sorgt ein TV-Beitrag für Kritik an der Rechtspraxis islamischer Scharia-Räte gegenüber misshandelten Ehefrauen


London (kath.net/KNA) In Großbritannien sorgt ein TV-Beitrag für Kritik an der Rechtspraxis islamischer Scharia-Räte gegenüber misshandelten Ehefrauen. In dem Bericht des Senders BBC, der am Montagabend in der Sendung Panorama ausgestrahlt wird, gibt eine Undercover-Reporterin gegenüber dem Vorsitzenden des Scharia-Rates der Stadt Leyton an, sie werde von ihrem Mann regelmäßig geschlagen. Richter Suhaib Hasan fragt sie daraufhin in einem vorab veröffentlichten Sendeausschnitt, ob ihr Verhalten die Schläge provoziert habe. «Ich finde, Du solltest mutig genug sein, um ihn zu fragen: Sag mir, warum Du verärgert bist. Ist es wegen meines Kochens? Ist es, weil ich meine Freundinnen sehe? Damit ich mich korrigieren kann.»


Nur im äußersten Fall solle die Frau die Misshandlungen bei der Polizei anzeigen, so der Islam-Gelehrte. Sie müsse sich darüber bewusst sein, dass sie dann die gemeinsame Wohnung verlassen und in ein Frauenhaus ziehen müsse. Dies sei eine sehr schlechte Wahl. «Frauen sind nicht glücklich an solchen Orten.» Der BBC sagte Hasan: «Wir sind nicht hier, um Scheidungen auszusprechen. Wir wollen zuerst vermitteln.»

In Großbritannien gibt es 85 Scharia-Räte, die insbesondere bei Fragen des Familienrechts vermitteln sollen, aber keine Entscheidungen fällen dürfen, die britischen Gesetzen zuwiderlaufen. Laut BBC befasst sich der Scharia-Rat in Leyton monatlich mit rund 50 Streitfällen.

Das Oberhausmitglied Caroline Cox reagierte empört auf den geheimen Mitschnitt. Das System der Vermittlung von Scharia-Räten in Eheangelegenheiten sei wegen ihrer Diskriminierung von Frauen «völlig unvereinbar mit den Werten unseres Landes. Es ist Zeit, eine Linie in den Sand zu ziehen und zu sagen: 'Genug ist genug'». Cox setzt sich derzeit für ein Gesetz ein, das Scharia-Höfen ausdrücklich den Status von Gerichten untersagt.

Der Kronanwalt für Fälle häuslicher Gewalt in Norwestengland, Nazir Afzal, erklärte, er sei enttäuscht, aber nicht überrascht. Die meisten Scharia-Höfe leisteten zwar gute Arbeit, einige setzten Frauen jedoch Gefahren aus.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Cosinus 8. April 2013 
 

Das ist eine menschenverachtende Paralleljustiz.


1
 
 LeoBeo 8. April 2013 

Unglaublich

, wie man die Menschen für dumm verkauft.
Also ob keiner wüsste was und wie die Scharia ist.


1
 
 Maxim 8. April 2013 
 

"Die meisten Scharia-Höfe leisteten zwar gute Arbeit, einige setzten Frauen jedoch Gefahren aus."
Hier werden wohl die Verhältnisse getauscht.
Welche genauere jur. Stellung hat den der "Kronanwalt" mit dem so engl. klingenden Namen?


1
 

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