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Schick: 'Marienfrömmigkeit gehört zur katholischen Identität'

1. Mai 2013 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Bamberger Erzbischof ruft zu Andachten und Prozessionen im Marienmonat Mai auf – Auch die Protestanten sollten in der Marienverehrung evangelischer werden, so wie es Martin Luther in der Auslegung des Magnifikats gewesen war


Bamberg (kath.net/bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat zu Beginn des Marienmonats Mai dazu aufgerufen, die Marienverehrung zu stärken. „Die Marienfrömmigkeit gehört zu unserer katholischen Identität“, sagte der Oberhirte. Sie sei eine geistliche Quelle für Verkündigung und Mission, Gottesdienste und Caritas. Viele Ordensgemeinschaften und Laieninitiativen, die im Bildungsbereich, in der Mission und in der Caritas tätig sind, führten sich auf Maria zurück. „Ohne Marienfrömmigkeit wird unser christliches Leben ärmer“, betonte Schick.

Der Erzbischof rief die Gläubigen und die Gemeinden auf, die Maiandachten zu halten sowie Feiern und Prozessionen zu Ehren der Gottesmutter zu gestalten. Im Blick auf Maria würden viele Christen den Glauben und das Gebet entdecken, ihre Liebe zu Christus und zu allen Menschen, besonders zu den Armen, stärken.


Die protestantische Ablehnung der Marienfrömmigkeit dürfe die Katholiken nicht dazu bringen, aus falsch verstandener Ökumene die Verehrung Marias zu vernachlässigen. Vielmehr sollten die Protestanten diesbezüglich evangelischer werden, so wie es Martin Luther in der Auslegung des Magnifikats gewesen sei. Die besondere Rolle Marias und ihrer Verehrung werde schon im Neuen Testament deutlich und ziehe sich durch die ganze zweitausendjährige Kirchengeschichte. Nach wie vor gelte der Satz: „Durch Maria zu Jesus. Maria inspiriert und vertieft unseren Glauben an Jesus Christus, in dessen Namen allein Heil ist.“

Schick wies den protestantischen Vorwurf zurück, die Katholiken und die orthodoxen Christen beteten Maria an. „Wir verehren die Mutter Christi und bitten um ihr Geleit auf den Wegen des persönlichen Lebens, der Kirche und der Gesellschaft als Vorbild im Glauben und christlichen Leben. Das ist katholisch.“ Durch Maria werde der Glaube in der Liebe wirksam. „Machen wir uns das im Marienmonat Mai wieder bewusst, verstärken wir unsere Marienverehrung und bitten wir Maria um ihre Fürsprache in allen unseren Anliegen“, sagte Schick. „Wir dürfen ihr die Welt und die ganze Schöpfung, unsere Kirche und Gesellschaft, unsere Familien und uns selbst anvertrauen. Sie ist Mutter Christi und unsere Mutter.“

Englisches Marienlied:


´Salve Regina´ (Chor der Stiftskirche Einsiedeln)


Französisches Marienlied: Sternengekrönt - Wir grüßen dich! (Couronnée d´étoiles)


Foto: Marienbild von Lukas Cranach


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