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Einheit, Freimut in der Verkündigung und Gebet

22. Mai 2013 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Generalaudienz: Das Wirken des Heiligen Geistes im Leben der einen, heiligen katholischen und apostolischen Kirche. Der Heilige Geist ist der wahre Motor der Evangelisierung. Der Tweet des Tages. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Wirken des Heiligen Geistes stand im Mittelpunkt der Katechese, die Papst Franziskus bei der heutigen Generalaudienz auf dem Petersplatz vor weit über 100.000 Pilgern und Besuchern hielt. Der Papst setzte die Katechesenreihe zum „Jahr des Glaubens fort“ und betonte, dass im Glaubensbekenntnis auf den Artikel über den Heiligen Geist das Bekenntnis zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche folge. Diese beiden Wirklichkeiten des Glaubens „sind eng miteinander verbunden“. „Der Heilige Geist macht die Kirche lebendig und leitet sie“, so Franziskus. Ohne sein beständiges Wirken könnte sie nicht den Auftrag des Herrn erfüllen.

Die Sendung der Kirche, „die Sendung von uns allen, ist die Verkündigung des Evangeliums. Jeder muss das Evangelium verkünden, vor allem durch sein Leben“.

Der Heilige Geist „ist der wahre Motor der Evangelisierung: „Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche. Er ist es, der den Gläubigen den tiefen Sinn der Lehre Jesu und seines Geheimnisses erklärt. Er ist derjenige, der heute wie in den Anfängen der Kirche in all jenen am Werk ist, die das Evangelium verkünden und sich von ihm ergreifen und führen lassen; er legt ihnen Worte in den Mund, die sie allein niemals finden könnten, und bereitet zugleich die Seele des Hörers auf den Empfang der Frohbotschaft und der Verkündigung des Gottesreiches vor“ (Paul VI, Evangelii nuntiandi, 75)


Dazu sei es notwendig, sich vertrauensvoll dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen: „Er macht uns fähig, unseren Glauben zu leben und zu bezeugen“. Er erleuchte die Herzen. Darin bestehe die Erfahrung von Pfingsten.

Der Papst unterstrich drei Punkte des Wirkens des Heiligen Geistes. Zunächst schaffe der Geist Einheit und Gemeinschaft. Er überwinde die "babylonischen" Barrieren der Sprachen sowie die Verschlossenheit gegenüber den anderen. Er schenke eine neue Sprache, die zur Verzeihung und zur Versöhnung – zur Liebe einlädt.

Eine zweite Wirkung des Geisteshandelns erkannte Franziskus darin, immer und überall das Evangelium freimütig zu verkünden. Das Feuer von Pfingsten eröffne auch heute neue Kräfte und Wege für die Verkündigung und Mission, neuen Mut für die Evangelisierung.

Als Drittes zeige Pfingsten schließlich, dass die Evangelisierung immer vom Gebet ausgehen müsse. Der Papst erinnerte an ein Wort seines Vorgängers Benedikt XVI. und erklärte, dass unser Tun ohne das Gebet leer laufe und die Verkündigung ohne Seele sei und nicht vom Geist belebt werde.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches Willkommen sage ich allen Brüdern und Schwestern deutscher Sprache. Der Heilige Geist ist in der Kirche am Werk; in ihm führt sie Christi Heilswerk heute fort. Tag für Tag wollen wir uns unser Vertrauen in sein Wirken erneuern. Lassen wir uns vom Heiligen Geist leiten, seien wir Männer und Frauen des Gebets, die mutig das Evangelium verkünden. So werden wir in unserer Welt zu Werkzeugen der Einheit und der Gemeinschaft mit Gott. Von Herzen segne ich euch alle.

Der Tweet des Tages:

Das Evangelium leben heißt gegen den Egoismus ankämpfen. Das Evangelium ist Vergebung und Frieden; es ist die Liebe, die von Gott kommt.

Procurat quis Evangelium, nimio qui sui ipsius cultui repugnat. Veniam parit Evangelium pacemque, quatenus id amor existat a Deo profectus.





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Lesermeinungen

 Johann Martin 22. Mai 2013 
 

Der Heilige Geist, der wahre Motor der Evangelisierung

Zurecht sagt der Papst:Der Heilige Geist „ist der wahre Motor der Evangelisierung". Leider hat man das in Deutschland weithin noch nicht begriffen. Wer andere zum Glauben führen will muss zuvor sein "persönliches Pfingsten"erleben, indem er die Taufe und Firmung erneuert und dem Herrn sagt: "Ich gehöre Dir mit allem was ich bin und habe. Ich will tun, was Du mir aufträgst". Und dann kann er darum bitten, in gleicher Weise wie die Apostel an Pfingsten mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden, zusammen mit allen für die Evangelisation nötigen Charismen und Geistesgaben.


1
 
 christawaltraud 22. Mai 2013 
 

Einen statt trennen

Besonders gefallen hat mir bei der heutigen Audienz der sehr deutliche Hinweis auf mein eigenes Verhalten, nämlich stets danach zu trachten zu vereinen bzw. zu einen. Das Gegenteil geschieht durch meinen Egoismus, durch den ich auseinanderbringe und trenne, indem ich meckere, kritisiere, klage und verklage - das sollte hier auch noch mit erwähnt werden.


2
 

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