Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Fast der gleiche Glaube?
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Die Heldin, die keine sein will

8. September 2013 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für viele ist sie eine Heldin: Die fromme US-Buchhalterin Antoinette Tuff hat an einer Grundschule in Decatur bei Atlanta (Bundesstaat Georgia) ein Massaker verhindert. Von Klaus Rösler


Decatur (kath.net/idea) Als der 20-jährige Michael Brandon Hill schwer bewaffnet mit dem Sturmgewehr AK-47 und 500 Schuss Munition in die Grundschule stürmt, stößt er im Eingang auf die Buchhalterin der Schule. Er nimmt sie als Geisel. Sie hat Angst. Gleichzeitig betet sie still und spricht ruhig mit dem Amokläufer. Später sagt sie: „Ich habe ihm angesehen, dass er töten wollte.“ Er habe ihr erklärt, dass für ihn das Leben sinnlos sei. Seinen Vater habe er nie kennengelernt, seine Mutter sei tot.

Er weiß, dass er psychische Probleme hat. Doch seine Medikamente hat er nicht genommen. Er schießt auf die Polizisten, die vor der Schule stehen, verfehlt sie aber. Antoinette Tuff (Foto) kann unbemerkt den Notruf 911 betätigen, der aufgezeichnet wird. 14 Minuten spricht sie mit dem Amokläufer. Sie versichert ihm, dass sie ihn nicht hasse. Und sie erzählt aus ihrem Leben. Dass ihr Ehemann sie nach 33 Jahren im vergangenen Jahr verlassen hat, „der einzige Mann, den ich kannte, seit ich 13 Jahre alt war“, und dass sie sich anschließend das Leben nehmen wollte. „Wir alle gehen durch schwere Zeiten. Du bist okay.“ Dann spricht sie von ihrem schwerbehinderten Sohn. Schließlich gelingt es ihr, den Bewaffneten zu überzeugen, das Gewehr fallen zu lassen und sich mit dem Gesicht auf den Boden zu legen. Sie fordert die Frau am anderen Ende der Notruf-Leitung auf, dafür zu sorgen, dass die Polizei den Geiselnehmer nicht erschießt.


Glückwünsche von Obama

Nach dem glücklichen Ausgang ruft sogar US-Präsident Barack Obama bei ihr an, um ihr zu danken. In der „Washington Post“ kann man lesen: „Dank ihr wird es diesmal keine Beerdigungen mit kleinen Särgen geben.“ In Krisenlagen ruhig zu bleiben, hat sie kurz zuvor in ihrer Gemeinde gelernt, dem „Christlichen Zentrum Weg, Wahrheit und Leben“. Dem Lokalradio sagt sie: Ihr Pastor habe darüber gesprochen, „wie wichtig es ist, einen Anker im Leben zu haben, und wie man in Christus Halt findet.“

Warum es ihr gelungen sei, den Amokläufer zum Aufgeben zu bewegen, kann sie sich nicht erklären: „Das ist nicht mein Verdienst. Ich habe viel für ihn gebetet.“ Eine Heldin sei sie nicht: „Ich habe das alles an Gott abgegeben.“

Sie hatte eigentlich frei

Am darauffolgenden Sonntag wird im Gottesdienst ihrer Gemeinde bekannt, dass sie an dem Tag eigentlich frei hatte. Und: Sie hätte sich sogar vor dem Attentäter noch in Sicherheit bringen können. Der Pastor dankt ihr gerade deshalb für ihren Einsatz. Sie sagt in dem Gottesdienst kein Wort.

Nach dem Attentat von Newtown im US-Bundesstaat Connecticut im Dezember 2012 mit 26 Toten – darunter 20 Kindern – hatte sich der Vorsitzende des Nationalen Gewehrverbandes der USA, Wayne La Pierrre, gegen zusätzliche Waffenkontrollen gewandt und behauptet: „Ein schlechter Junge mit einem Gewehr kann nur von einem guten Jungen mit einem Gewehr gestoppt werden.“ Antoinette Tuff hat bewiesen, dass auch eine unbewaffnete Frau dazu in der Lage ist – wenn sie in Christus festen Halt gefunden hat.

USA: Die praktizierende evangelische Christin Antoinette Tuff hatte ein Massaker verhindert - ihr Rückblick im Interview (engl.)



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Über das Dämonische
  2. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  3. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  4. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“
  5. Katholische Influencer öffnen neue Zugänge zum Glauben für die junge Generation
  6. Kardinal Nichols: „Das kostbarste Geschenk, das der Kirche anvertraut ist: das heilige Messopfer“
  7. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  8. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  9. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  10. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  3. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fast der gleiche Glaube?
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  10. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  11. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  12. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  13. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  14. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  15. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz