Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  2. Vom Elend der Fürbitten
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  7. Der stumme Gott unserer Zeit
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

Wollen Limburger Mitarbeiter durch Anklagen die eigene Haut retten?

14. Oktober 2013 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unternehmensberater Hasso Mansfeld: Die Limburger Debatte wurde nicht zuletzt von jenen befeuert, die Teil des bischöflichen Wesens in Limburg gewesen waren und nun durch laute Anklage gegen Bischof Tebartz-van Elst ihre eigene Haut retten wollen


Limburg (kath.net) „Es ist völlig unglaubwürdig, dass der Bischof bei einem so großen Bauprojekt der einzige ist, der von der Entwicklung der Gesamtkosten gewusst hat. Meiner Meinung nach waren viele in seinem Umfeld informiert, die aber eben auch von den hohen Kosten, beziehungsweise mit den damit verbundenen Auftragsvergaben profitiert haben. Die eigentliche Problematik des Bischofs ist sein Umgang mit den Fakten dieses Projekts.“ Denn die Baukosten alleine wären nicht das Problem gewesen, hätte man sie von Anfang an ausreichend thematisiert. Dies sagte der Unternehmensberater Hasso Mansfeld im Interview mit dem „Manager Magazin“. Mansfeld war im Gespräch gewesen, die Krisenkommunikation des in heftige öffentliche Kritik geratenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst zu übernehmen, die Zusammenarbeit mit dem Bistum scheiterte aber daran, dass man sich „eine weitere Diskussion um mein Beraterhonorar“ in Limburg habe ersparen wollen, so Mansfeld.

Mittlerweile habe sich „die angebliche Auseinandersetzung über die unterstellte Verschwendungssucht des Bischofs zu einer Hysterie entwickelt.“ Doch an dieser Debatte sei beispielsweise verlogen, „von wem sie getragen wird. Denn die vermeintliche Debatte wurde nicht zuletzt von jenen befeuert, die lange Teil des bischöflichen Wesens in Limburg waren. Und nun durch laute Anklage gegen Bischof Tebartz-van Elst, durch die Forderung nach brutalstmöglicher Aufklärung, ihre eigene Haut retten wollen.“


Auch sei bei der Debatte um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst „eines der hiesigen Leitmedien, der SPIEGEL“ „ganz vorn mit dabei“ gewesen, dabei sei dessen Berichterstattung „von vornherein auf Krawall gebügelt, später heuchlerisch“ gewesen.

Als Unternehmensberater habe Mansfeld dem Limburger Bischof zur „völlige(n) Offenbarung der Umstände, der Kosten, der Fehler und der persönlichen Befindlichkeit geraten.“ Tebartz-van Elst habe „zu spät reagiert“, er habe „nicht bemerkt, wie seine Kritiker die Grundsteinlegung für den Bau des ‚Diözesanen Zentrums Sankt Nikolaus‘ im Mai 2010 langsam als geeigneten Vorwand aufnahmen, gegen den als konservativ empfundenen Tebartz-van Elst selbst vorzugehen - insbesondere jene, die Petrus' Kirche schon immer nicht mochten.“ Der Bischof sei dadurch „Opfer einer unangemessenen Debattenführung“ geworden, Opfer „einer negativen Stimmungsmache, die Tebartz-van Elst nicht rechtzeitig bemerkt hat. Der Ausgangspunkt dafür war womöglich die Entscheidung des Bischofs im Jahr 2008, den Wetzlarer Pfarrer Peter Kollas von seinem Amt als Bezirksdekan zu entlassen - nachdem Pfarrer Kollas ein homosexuelles Paar gesegnet hatte.“

Zur Eidesstattlichen Erklärung des Limburger Bischofs erläuterte Mansfeld: „Am Anfang stand eine Ungeschicklichkeit, die er versucht hat mit Hilfe von Rechtsanwälten aus der Welt zu schaffen.“ Doch habe „das Insistieren seiner Rechtsanwälte“ die ganze Sache „erst richtig ins Rollen gebracht. Das war ein großer Fehler, ganz klar. Und der nächste war: Tebartz hat überdies nicht bemerkt, dass im Jahr 2012, als diese Flüge nach Indien öffentlich wurden, die Kritik daran insbesondere von denen getragen wurden, die als besonders fromm und katholisch gelten möchten. Und eine eigene Auffassung von der rechten katholischen Lebensführung haben. Das ist Teil der negativen Stimmungsmache, die ich meine“, da würden eventuell vorhandene Anfragen, etwa über das Erste-Klasse-Ticket für den Flug in die Dritte Welt „von jenen geschickt negativ verstärkt, die lange selbst Teil des Systems waren und jetzt durch den lauten Ruf der Anklage, durch den nach der "brutalstmöglichen Aufklärung" des angeblichen Bau- und letztlich Geldverschwendungsskandals, ihre eigene Haut retten wollen.“


Link zum vollständigen Interview im „Manager Magazin“: „Die Debatte ist hysterisch und auf Krawall gebürstet“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Limburg

  1. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  2. Wenn Jesus gar kein Thema mehr ist
  3. LGBT-Veranstaltung ‚Christopher-Street-Day’ in Limburg von BDKJ mitorganisiert
  4. Bätzing, Marx + Co: Desaster mit Ansage!
  5. Kein Grund zum Rücktritt?
  6. Kirchenkritischer Kabarettist Reichow beim Kreuzfest des Bistums Limburg
  7. Bistum Limburg unterstützt umstrittene 'Seenotrettung' mit 25.000 Euro
  8. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  9. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  10. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Realitätsverlust im Bistum Chur
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  12. Vom Elend der Fürbitten
  13. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  14. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  15. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz