08 November 2013, 10:00
Kehrtwende bei Barilla: Jetzt Werbung mit Homosexuellen
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Homosexualität'
Vor zwei Monaten sagte Konzernchef Guido Barilla, das Unternehmen werde keine Werbung mit Homosexuellen machen, es unterstütze die traditionelle Familie. Nach intensiver Lobby-Arbeit von Homo-Aktivisten kam die Kehrtwende.

Parma (kath.net/LSN/jg)
Der italienische Nudelhersteller Barilla entwickelt eine neue Werbelinie, die „viel offener“ und „vielfältiger“ sein soll als bisher. Das in Parma beheimatete Unternehmen will außerdem einen Beirat einrichten, der „Diversität“ und „Gleichstellung“ in der Unternehmenskultur hinsichtlich sexueller Orientierung, Geschlecht und Multikulturalität sicherstellen soll.

Werbung
syrien1


Vor zwei Monaten hatte Guido Barilla in einem Radiointerview gesagt, sein Unternehmen würde keine Werbespots mit Homosexuellen zeigen, weil es die traditionelle Familie unterstütze. Kath.net hat berichtet. Die Kehrtwende geht auf intensive Lobbyarbeit von Homosexuellen-Gruppen in Italien und den USA zurück.

Kurz nach dem Interview hatte sich Barilla entschuldigt. Er habe über niemanden respektlos sprechen wollen, doch unterstütze er die traditionelle Familie, sagte er damals. Die Homo-Aktivisten gaben sich damit nicht zufrieden und riefen zum Boykott der Produkte Barillas auf. Über Facebook und andere soziale Netzwerke verbreitete sich der Aufruf schnell.

Nach eigenen Angaben hat sich Guido Barilla seither „mindestens acht Mal“ mit Vertretern von Homo-Gruppen in Italien und den USA getroffen. Das hat die Unternehmenspolitik verändert. „Italien ist ein sehr abgeschottetes Land und in Städten wie Parma ist das noch mehr der Fall“, sagte ein Unternehmenssprecher. Die Zusammenkünfte mit den Homo-Aktivisten hätten dem Unternehmen „Augen und Ohren für die Entwicklung in der Welt außerhalb Parmas“ geöffnet.

Barilla hat weiters einen „Diversitäts-Beauftragten“ eingestellt und einen Wettbewerb zum Thema Vielfalt und Gleichstellung ausgeschrieben. Dabei sollen Barilla-Kunden in kurzen Videos „die facettenreiche Natur von Nudelgerichten“ darstellen. Das Unternehmen wird auch an dem von der amerikanischen Homo-Gruppe „Human Rights Campaign“ durchgeführten „Unternehmens-Gleichstellungs-Index“ teilnehmen, der die Unternehmenspolitik hinsichtlich der Einbeziehung homo-, bi- und transsexueller Menschen bewertet.

Die USA sind laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Reuters“ nach Italien der zweitwichtigste Markt für Barilla. Der Nudelhersteller wollte Fragen nach Auswirkungen des Boykottaufrufes nicht beantworten. Bereits im letzten Geschäftsjahr, also noch vor den umstrittenen Äußerungen von Guido Barilla, sank der Unternehmensgewinn um 21 Prozent.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Piusbruderschaft-Oberer: "Dieser Papst erschüttert uns zutiefst" (127)

„Der Schutz des Lebens hat für die CDU überragende Bedeutung“ (56)

Diözese Gurk wird an Bischof Schwarz Regressforderungen stellen! (48)

Das wäre der Dschungel... (48)

Anglikanische Kirche führt Feier für Transgender-Personen ein (43)

'Wo bleibt Ihr Aufschrei, Ihr bigotten Religionsschauspieler?' (39)

Sensationell: Kirche nicht mehr heilig – Drewermann Prophet (37)

Vatikan bietet der Katholikin Asia Bibi kein Asyl an (32)

Bischof: Keine Untersuchung eines möglichen eucharistischen Wunders (31)

Weihbischof Michael Gerber wird neuer Bischof von Fulda (27)

Was am Katholizismus so klasse ist: Die Verbindlichkeit! (26)

"Eine Frage hätte ich noch..." (23)

Polen und Ungarn blockieren erfolgreich die „LGBTIQ-Rechte“ in der EU (20)

Jesuitenpater empfiehlt Rosenkranz für volle Akzeptanz von ‚LGBTQ’ (19)

Nach Vatikan-China-Deal Rücktritt von zwei Untergrundbischöfen! (19)