Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  2. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  3. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  7. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  8. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  9. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  10. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  11. Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
  12. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  13. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  14. Zeitliche und ewige Zukunft
  15. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet

'Beleidigend und verletzend'

19. November 2013 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Stellungnahme des Augsburger Regens Martin Straub zum Buch „Das 11. Gebot“: „Die persönlichen Einschätzungen von Herrn Bühling werden der Ehrlichkeit und der Aufrichtigkeit, mit der die Studenten ihren Ausbildungsweg gehen, in keinster Weise gerecht“


Augsburg (kath.net/Priesterseminar Augsburg/red) Als „Aussteigerbericht“ bezeichnete die „Welt“ das Buch „Das 11. Gebot“ von Daniel Bühling. Der Autor, der u.a. im Priesterseminar St. Lambert Lantershofen lebte, hatte seinen inzwischen gescheiterten Weg ins Priestertum offenbar bereits im Wissen um seine eigene homosexuelle Veranlagung begonnen, dies seinen Vorgesetzen jedoch vollständig verschwiegen, so die Angaben der „Welt“. Martin Straub, Regens des Priesterseminars Augsburg, nimmt Stellung zu den im Buch geäußerten Vorwürfen:

„In seinem Buch „Das 11. Gebot“ lässt Daniel Bühling die Priesterausbildung in einem bizarren Licht erscheinen. Den jungen Männern, die sich auf dem Weg zum Priestertum befinden, werden ihre guten Absichten und ihre Integrität abgesprochen.

Die persönlichen Einschätzungen von Herrn Bühling werden der Ehrlichkeit und der Aufrichtigkeit, mit der die Studenten ihren Ausbildungsweg gehen, in keinster Weise gerecht. Die Probleme, die Herr Bühling hatte und die er in Priesterseminaren angeblich erlebte, hat er nicht nur den Verantwortlichen gegenüber nie thematisiert, sie wären auch in einem Priesterseminar niemals geduldet worden.


Der Autor hat im Spätberufenenseminar St. Lambert in Lantershofen studiert und seine Ausbildung zum Priester nicht beendet. Das Buch scheint dadurch motiviert zu sein, den Austritt aus dem Seminar der Priesterausbildung und der Kirche anzulasten. Das Ausscheiden eines Priesteramtskandidaten und dessen persönliche Entscheidung gegen den Priesterberuf sind bedauerlich, aber sie kommen natürlich immer wieder vor. Das muss auch so sein, denn die Seminarzeit ist einerseits eine Zeit der persönlichen Prüfung, andererseits auch eine Zeit, in der die Verantwortlichen die persönliche, seelische und fachliche Eignung von Kandidaten kritisch prüfen. Der Weg ins Priesteramt erfasst in existentieller Weise die gesamte Persönlichkeit und muss daher unter vielerlei Gesichtspunkten betrachtet werden. Die Frage der psychischen Gesundheit von Kandidaten ist dabei ein wichtiger Aspekt. Alle Ausbilder, zu denen auch erfahrene Psychologinnen gehören, widmen ihm größte Aufmerksamkeit.

Jeder Student bringt seine Persönlichkeit und seine Biographie in die Ausbildung mit. In der Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und der eigenen Berufung sind religiöse Überspanntheit und Übereifer durchaus möglich. Aber durch geistliche und psychologische Begleitung werden solche Fehlentwicklungen während der Ausbildung in der Regel offenbar. Diese können dann entweder korrigiert werden oder es muss manchmal auch ein schmerzlicher Schnitt gemacht und die Ausbildung beendet werden. Wer nicht die notwendige menschliche Reife aufweist, ist definitiv nicht für das Priesteramt geeignet. Wenn ein Student jedoch das Angebot der Begleitung nicht wahrnimmt und seine Probleme nicht bearbeitet, dann nimmt er die Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber nicht ernst und geht mit dem Freiheitsraum, der ihm selbstverständlich zugestanden wird, nicht angemessen um.

Priesterkandidaten sind ganz normale junge Menschen, die sich aus tiefer Glaubensüberzeugung für ein besonderes Leben mit Gott und den Dienst für die Menschen entscheiden. Der Berufung zum Priesteramt nachzukommen ist eine freie Entscheidung des Einzelnen vor Gott. Es ist daher beleidigend und verletzend, wenn Herr Bühling Priesteramtskandidaten und Priestern pauschal die geistige Gesundheit abspricht oder einen unehrlichen Umgang mit der Pflicht zum Zölibat unterstellt.

Die Vielzahl der Aufgaben und die besondere Lebensform des Priesters verlangen eine reife Persönlichkeit. Daher legt die Ausbildung im Priesterseminar größten Wert auf die menschliche Reife der Kandidaten. Auf ihr ruhen das geistliche Leben und die freie Entscheidung für das Priestertum.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priester

  1. Papst Leo XIV. schreibt Seminaristen: Priestersein ist „die vollkommene Hingabe des eigenen Lebens“
  2. Asien: Zahl der Priester stieg 2023 um 1.145
  3. Polen ist 2025 das Land mit den meisten Priesterweihen in Europa
  4. Hoffnungszeichen in Lugano
  5. Zwei Brüder im Abstand von einer Woche zu Priestern geweiht
  6. Interview mit einem Exorzisten bricht Rekorde
  7. New York Times: Neu geweihte Priester sind selbstbewusst und konservativ
  8. US-Nuntius attackiert Priester und Seminaristen, die sich an der Tradition orientieren
  9. Von der Scheidung zum Priester – eine ungewöhnliche Berufung
  10. Drei kroatische Brüder am selben Tag geweiht, zwei zu Priestern, einer zum Diakon






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  9. Die Lügen der österreichischen SPÖ-Frauen-Ministerin
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  12. Ein Frühstück für den Verleugner
  13. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  14. United Airlines einigt sich mit entlassenem Mitarbeiter, der LGBT-Ideologie kritisiert hat
  15. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz