22 November 2013, 10:00
Geheimnis des Glaubens: Wegen C.S. Lewis wurden viele katholisch
 
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Der populäre christliche Schriftsteller C.S. Lewis („Narnia“) blieb zeitlebens Anglikaner, doch gab er unzähligen Menschen den Impuls zur Konversion zur katholischen Kirche

Oxford (kath.net/pl) Ein Leben lang blieb Clive Staples Lewis (Foto) Mitglied der anglikanischen Kirche, doch gab er unzähligen Menschen den entscheidenden Impuls zur Konversion in die katholische Kirche. Darauf wies Joseph Pearce in seinem Beitrag „C.S. Lewis and Catholic Converts“ im „Catholic World Report“ hin. Am 22. November 1963, also vor genau 50 Jahren, starb der 1898 geborene christliche Schriftsteller und Apologet, zu dessen bekanntestem Werk wohl „Narnia“ zählt. Als „merkwürdigen Zufall“ bezeichnete es Pearce, dass nur eine Stunde nach dem Ableben Lewis´ in seinem Oxforder Zuhause in Dallas der amerikanische Präsident John F. Kennedy ermordet wurde und wenige Stunden später auch in Los Angeles der englische Schriftsteller Aldous Huxley starb.

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Dass derjenige, der so vielen Menschen den Impuls zur Konversion in die katholische Kirche gegeben hatte, selbst nie katholisch geworden war, wertete Pearce als ein „erstaunliches Phänomen“. Pearce ist ebenfalls christlicher Schriftsteller, er war 1989 vom Protestantismus zur katholischen Kirche konvertiert.

C.S. Lewis hatte katholische Autoren gelesen (beispielsweise Chesterton) und obendrein hatte die Freundschaft mit Katholiken (etwa J.R.R. Tolkien) eine entscheidende Rolle in seiner eigenen Konversion vom Atheismus zum Christentum gespielt, erläuterte Pearce. Trotzdem war dem Schriftsteller offenbar nie ernsthaft der Gedanke gekommen, „den Tiber zu durchschwimmen“ [Anm. der Verf.: ein häufig benutzter amerikanischer Ausdruck für die Hinwendung zur katholischen Kirche].

Andererseits hatte Lewis, geboren als nordirischer Protestant, nicht die ihm vererbten antikatholischen Vorurteile, sondern viele katholische Kernlehren übernommen, so dass er in seiner anglikanischen kirchlichen Heimat zur hochkirchlichen Strömung zu zählen ist. Lewis glaubte an die Realpräsenz Christi in der Heiligen Eucharistie und er bezeichnete die Eucharistie als das „Allerheiligste“, er praktizierte die Ohrenbeichte, er wandte sich vehement gegen die Priesterweihe für Frauen und wies in unverblümten ausdrücken auf die Gefahr von „Priesterinnen“ hin, er erklärte, dass er an das Fegefeuer glaube und daran, dass das Gebet für Tote nützlich ist. Doch last not least kämpfte er seinen persönlichen Kreuzzug gegen die Irrtümer und Häresien des theologischen Modernismus. Pearce stellte fest, dass es deshalb doch nicht allzu überraschend sei, dass Lewis so viele in die katholische Kirche geführt habe.

Zum Artikel in voller Länge: Joseph Pearce: C.S. Lewis and Catholic Converts, hier findet sich auch die Liste der berühmtesten unter den von C.S. Lewis zur Konversion zur katholischen Kirche inspirierten Christen

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Eintrag über C.S. Lewis auf kathpedia


Originalstimme von C.S. Lewis (C.S Lewis´s surviving BBC radio address)




C.S. Lewis: Beyond Narnia (Trailer)





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