Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  5. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  15. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!

Mediales Eigentor: Kölner Kircheninitiative

6. Dezember 2013 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für die Mitwirkungsmöglichkeit bei der Wahl des künftigen Kölner Erzbischofs und um sich Gehör zu verschaffen und Druck aufzubauen, hatte man eine geheime und genau durchgeplante Medienstrategie ersonnen. Ein Gastkommentar von Norbert Kebekus


Freiburg-Wien-Köln (kath.net/Sende-Zeit. Blog der Medienpastoral im Erzbistum Freiburg) Wenn man schon die Medien vor seinen kirchenpolitischen Karren spannen will, sollte man es wenigstens richtig machen. Und nicht so dilettantisch, wie es sich jetzt rund um die „Kölner Kircheninitiative“ ereignet hat.

Dieser Initiative geht es um die Mitwirkungsmöglichkeit bei der Wahl des künftigen Erzbischofs. Um sich Gehör zu verschaffen und Druck aufzubauen, hatte man eine geheime und genau durchgeplante Medienstrategie ersonnen. Gestern (Donnerstag) ab 19.45 Uhr sollten in den Onlineausgaben des „Kölner Stadtanzeigers“ und des „Spiegels“ Berichte über einen offenen Brief an den Nuntius und den Kölner Dompropst zu lesen sein. Zugleich sollte ein großer Mailversand innerhalb des Erzbistums gestartet werden. Die Initiatoren erwarteten, dass „noch am gleichen Abend andere Medien die Geschichte abschreiben (sic!) werden“ – was nicht unbedingt von Wertschätzung für die journalistische Arbeit zeugt.


Durchkreuzt wurde die Strategie, weil ein Unterstützer, der bekannte österreichische Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner, den Plan in seinem Blog ausplauderte. Zwar ist der Blogeintrag inzwischen wieder gelöscht, aber katholische Blogger hatte ihn bereits gelesen und darüber geschrieben. Als auch kath.net berichtete, war der Plan Makulatur. Die mit ins Boot geholten Medien Spiegel und Stadtanzeiger haben deshalb ihre Artikel vorgezogen. Nun frage ich mich, wie schnell es andere Redaktionen schaffen, diese Berichte „abzuschreiben“.

Ich wünsche mir, dass wir in der Kirche eine wirklich offene und konstruktive Konfliktkultur entwickeln, in der es nicht nötig ist, Medien vor den eigenen Karren zu spannen oder umgekehrt den Karren mancher Medien zu ziehen. Eine Konfliktkultur, in der – in allen kirchenpolitischen „Lagern“ – auf die Unsitte offener Briefe verzichtet wird und die direkte Kommunikation gesucht wird. Eine Konfliktkultur, in der nicht übereinander geschimpft, sondern miteinander geredet und gestritten wird. Bald ist ja Weihnachten, da darf man sich was wünschen.

Foto Dr. theol. Norbert Kebekus: © Erzbischöfliches Seelsorgeamt Freiburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche

  1. Das kirchliche Amt zwischen Wahrheit und Selbstreferenz – Vom Selbstausdruck zum Christuszeugnis
  2. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  3. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  4. „Je besser die zentralen Ämter der Kirche geführt werden, desto größer der Nutzen für die Kirche“
  5. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  6. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  7. Erzbistum Brisbane/Australien: Messbesucherzahlen wachsen seit drei Jahren
  8. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  9. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  8. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  9. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“
  10. "Es wird Europa zerstören, für immer!"
  11. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  12. Sechste Staffel von „The Chosen“ angekündigt: Fokus auf die Passion Christi
  13. Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeier
  14. Orthodoxe bereiten sich mit Fasten auf "Mariä Entschlafung" vor
  15. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz