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Die Haltung Jesu gegenüber dem Gesetz, seine Erfüllung

16. Februar 2014 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: das größte Gebot — Liebe Gott aus ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am sechsten Sonntag im Jahreskreis. Papst Franziskus ging in seiner Ansprache vom Tagesevangelium aus (Mt 5,17-37), das noch zur Bergpredigt gehört. Da heutige Thema sei die Haltung Jesu gegenüber dem jüdischen Gesetz: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen” (V. 17). Jesus füge sofort hinzu, dass es einer höheren Gerechtigkeit bedürfe, einer echteren Beachtung des Gesetzes: „Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen” (V. 20).

Der Papst fragte sich: „Was bedeutet diese volle Erfüllung des Gesetz? Und worin besteht diese höhere Gerechtigkeit?”. Jesus selbst antworte mit einigen Beispielen und stelle das alte Gesetz dem gegenüber, was er sage: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein” (V. 21.22).


Damit rufe Jesus in Erinnerung, dass auch die Worte töten könnten. Erneut warnte Franziskus vor der Gefahr des Geschwätzes und rief alle auf: „Kein Geschwätz!”, denn: "auch das Geschwätz kann töten, weil es den guten Ruf der Menschen tötet! Das Schwätzen ist so hässlich! Am Anfang mag es einem als etwas Angenehmes und auch Unterhaltsames erscheinen, als lutsche man eine Karamelle. Am Ende erfüllt es uns das Herz mit Bitterkeit und vergiftet auch uns".

Jesus schlage dem, der ihm nachfolge, die Vollkommenheit der Liebe vor, deren einziges Maß es sei, kein Maß zu haben. Die Nächstenliebe „ist eine derart grundlegende Haltung, dass Jesus dazu gelange zu sagen, dass unsere Beziehung mit Gott nicht aufrichtig sein kann, wenn wir nicht mit dem Nächsten Frieden schließen wollen”. Daher seien wir dazu aufgerufen, uns mit den Brüdern zu versöhnen, bevor wir unsere Verehrung für den Herrn im Gebet zeigten: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gebe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe” (V. 23-24).

Es werde so deutlich, dass für Jesus nicht einfach die disziplinäre Observanz und das äußere Verhalten wichtig seien. Er gehe zur Wurzel des Gesetzes und ziele vor allem auf die Absicht und somit auf das Herz des Menschen ab. Um ein gutes und ehrliches Verhalten zu erlangen „reichen die gesetzlichen Normen nicht, sondern es bedarf der tiefen Motivationen, Ausdruck einer verborgenen Weisheit, der Weisheit Gottes, die dank des Heiligen Geistes empfangen werden kann”. Durch den Glauben an Christus könnten wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen, der uns befähige, die göttliche Liebe zu leben.

Im Licht dieser Lehre Christi „offenbart jedes Gebot seine volle Bedeutung als Erfordernis der Liebe, und alle Gebote vereinen sich im größten Gebot: liebe Gott aus ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst”.

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Lesermeinungen

 Veritas2005 16. Februar 2014 
 

Passend!

Was Papst Franziskus hier beim Angelus gesagt hat, kann man auch gut auf die derzeitige Situation in Belgien übertragen.Was bedeutet die Liebe, wenn sie kein Leiden erträgt? Das größte Gebot kann nicht auf gesunde Menschen beschränkt werden, sondern gilt auch für Kranke, Leidende und Behinderte!


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