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‚Der Teufel ist erfinderisch und Sex ist sein Lieblinsthema’

14. März 2014 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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In einem Brief an seinen Sohn Michael hat J.R.R. Tolkien wertvolle Ratschläge über den rechten Umgang mit der Sexualität niedergeschrieben.


Oxford (kath.net/LSN/jg)
„Diese Welt ist gefallen“, schreibt J.R.R. Tolkien 1941 in einem Brief an seinen Sohn Michael. Er fährt fort: „Die Störung des Sexualtriebes ist eines der Hauptmerkmale des Falles.“

Tolkien ist als Autor von Romanen wie „Der Herr der Ringe“ und „Der kleine Hobbit“ weltweit bekannt. Nur wenige wissen, dass er ein ebenso eifriger wie begnadeter Verfasser vieler Briefe war. Albert Mohler, Präsident des Southern Baptist Theological Seminar in Louisville (US-Bundesstaat Kentucky) hat den zitierten Brief Tolkiens an seinen damals 21-jährigen Sohn analysiert.

Der Brief ist in der von Humphrey Carpenter und Christopher Tolkien herausgegebenen Sammlung veröffentlicht. Mohler bezeichnet ihn als „meisterhaft“. Er zeige Tolkiens christliche Weltsicht und seine tiefe Liebe zu seinen Söhnen. Gleichzeitig warne er vor den Gefahren einer ungezügelt ausgelebten Sexualität, schreibt Mohler.


„Der Teufel ist unendlich erfinderisch, und Sex ist sein Lieblingsthema“, schreibt Tolkien weiter. Auf verschiedenen Wegen versuche er, die Menschen zu verführen. Dazu gehörten auch romantische oder zärtliche Gefühle. Tolkien warnte seinen Sohn davor, sich einer Frau hinzugeben, nur weil er sie sympathisch finde.

Tolkien habe die Notwendigkeit für Grenzen und Zurückhaltung gut verstanden, schreibt Mohler weiter. Seine Einschätzung des Sexualtriebes in der gefallenen Welt sei profund. Diejenigen, die sich der sexuellen Lust am meisten hingeben, hätten langfristig die wenigste Freude und Erfüllung darin gefunden, zitiert er einen Brief von Tolkien an seinen Freund C.S. Lewis. Die christliche Ehe sei hinsichtlich der Sexualität der Weg des rechten Maßes.

Sie verlange eine ständige Übung des Willens, schreibt Tolkien an seinen Sohn Michael. Sie sei ohne Entsagung nicht möglich. Für den Mann bedeute dies einen ständigen Kampf um die Reinheit.

Aus der Sicht des 21. Jahrhunderts erscheine Tolkien als unzeitgemäß. Tolkien selbst würde das wohl als wirkliches, wenn auch vielleicht unbeabsichtigtes Kompliment sehen. Er wusste schon zu seinen Lebzeiten, dass seine Ansichten nicht zeitgemäß waren und weigerte sich, seinen moralischen Kompass an die modernen Entwicklungen anzupassen, schreibt Mohler abschließend.

Link zum Artikel von Albert Mohler auf LifeSiteNews (englisch):
http://www.lifesitenews.com/news/from-father-to-son-j.r.r.-tolkien-on-sex

 


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Lesermeinungen

 unwissend 16. März 2014 

D A N K E

http://www.kathtube.at/player.php?id=26572


0
 
  14. März 2014 
 

Reaktion auf Lieblosigkeit

Zuviel Sex oder dem Alter und der Beziehung unangepasster Sex ist wohl der Ausdruck einer Sehnsucht nach Liebe. Also der geistigen Liebe, welche wir auch Gott nennen, denn Gott ist Liebe (1. Johannesbrief). Tatsaechlich ist unsere Gesellschaft uebersexualisiert, also unterverliebt. Doch was war zuerst, das Fehlen der Liebe oder zuviel Sex? Klar, das Fehlen der Liebe. Und dies kommt aus dem Verlust des Glaubens. Hat man aber die Liebe, dann ist die Sexualitaet eine wundervolle Art, diese Liebe mit einem anderen Menschen zu teilen.


5
 
 Fink 14. März 2014 
 

Der "freie Sex"

...wird seit 1968 als neue Heilslehre verkündet. Von Risiken und Nebenwirkungen will man nichts wissen. Seltsam, alles darf kritisiert werden. Aber die Schattenseiten der Sexualität, das ist das neue Tabu. Die offizielle Suchtmedizin weiß nichts von einer Porno-Sucht ("dazu gibt es keine Studien"...-so ein bekannter Suchtmediziner)


11
 
 unwissend 14. März 2014 

anpassen oder kämpfen,

aber bei Gott gibt es noch eine dritte Möglichkeit: SICH VON IHM HELFEN ZU LASSEN. Wie soll das funktionieren?


4
 
 Chris2 14. März 2014 
 

Diese Analyse

des großartigen Schriftstellers hat offensichtlich nichts von Ihrer Aktualität eingebüßt, wie die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte zur Genüge beweist. Diese zeigt im Übrigen vortrefflich, daß eine Fixierung auf die Lenden die Sinne trübt und die Birne erweicht...


18
 

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