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Kardinal Brandmüller beklagt «Chaos» in der katholischen Kirche

27. März 2014 in Weltkirche, 35 Lesermeinungen
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Unkenntnis der katholischen Lehre unter Bischöfen und Theologen ist nach Auffassung von Kurienkardinal Walter Brandmüller der Hauptgrund für das gegenwärtige «Chaos» in der Kirche.


Rom (kath.net/KNA) Unkenntnis der katholischen Lehre unter Bischöfen und Theologen ist nach Auffassung von Kurienkardinal Walter Brandmüller (Foto) der Hauptgrund für das gegenwärtige «Chaos» in der Kirche. Angesichts der innerkirchlichen Debatte über Ehe und Familie sei die «unverfälschte katholische Lehre» in Gefahr, sagte der deutsche Kardinal und Kirchenhistoriker der italienischen Zeitung «Il Foglio» (Donnerstag).

Unter Bischöfen, Predigern, Katecheten und «vor allem unter Moraltheologie-Professoren» herrsche oft keine oder nur mangelnde Klarheit über die Lehre, beklagte Brandmüller. Zu der daraus resultierenden Verwirrung trügen auch Bischöfe bei, die behaupteten, die katholische Morallehre sei nicht mehr zeitgemäß.


Brandmüller ging auch auf Aussagen des Trierer Bischofs Stephan Ackermann zu einer Erneuerung der Moral- und Sexuallehre ein. Ackermann könnte recht haben, wenn er gemeint habe, dass die Gläubigen stärker zu einem Leben nach der katholischen Lehre motiviert und diese besser erklärt werden müsse. Er hätte jedoch Unrecht, falls er gesagt haben wollte, dass die katholische Lehre nicht mehr zeitgemäß sei, sagte der Kardinal.

Ackermann hatte in einem Redaktionsgespräch mit der «Mainzer Allgemeinen» Anfang Februar erklärt, er sehe Veränderungsbedarf für Moral und Sexualethik seiner Kirche. Es sei nicht mehr zeitgemäß, wiederverheirateten Geschiedenen die Zulassung zu den Sakramenten dauerhaft zu verweigern und vorehelichen Sex generell als schwere Sünde zu bewerten. Zugleich betonte Ackermann, es gehe nicht um grundsätzliche Änderungen der Lehre.

Der Augsburger Kirchenhistoriker Brandmüller war von 1998 bis 2009 Präsident des päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaft. Seit November 2010 gehört er dem Kardinalskollegium an.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Klaffer 2. April 2014 
 

Versuch einer Kurzantwort

@Makarius
Ich sehe es ähnlich wie Sie. Ich glaube, dass jeder Bischof besondere Fähigkeiten hat, die wir oft erst entdecken müssen. Kard. Brandmüller ist irritiert über die Diskussionen zum Thema „Ehe und Familie“.
Es ist in der Tat ungewohnt, dass der Papst Diskussionen wünscht. Viele begrüßen es, von manchen wird dies aber abgelehnt, nicht nur im Vatikan.
Papst Franziskus unterscheidet sich in diesem Punkt deutlich von seinen Vorgängern. Er lässt Diskussionen zu, ja fördert sie sogar. Daran müssen sich manche erst gewöhnen.


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 speedy 31. März 2014 
 

ich gebe kardinal Brandmüller vollkommen recht,und bin der Meinung, nur durch Gottes eingreifen und unser gebet, kann der karren aus dem dreck gezogen werden-
diese Aufweichung und Verdrehung der wahren lehre ist unser Unglück, es wäre besser die Bischöfe entweltlichen sich, und hören auf den papst


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 Bentheim 29. März 2014 
 

Iñigo hat im letzten Jahr

sich argumentativ gegen die Theologenschelte gewandt. In diesem Jahr wird er emotional, erst gegen Krenn, jetzt gegen TvE und schließlich gegen Brandmüller.
Dass letzterer 40 Jahre die moraltheologische Literatur nicht verstanden habe, kann man doch nicht ernstnehmen.
Auffallend ist ferner, dass er auf Kommentare zu seinen emotionalen Auslassungen nicht reagiert. Geht es nur um das Abreagieren?


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 PBaldauf 29. März 2014 
 

Er stellt, ganz frei von Doktor-Pose
nüchtern seine Diagnose:
‘Kathol’sche Lehre: Kaum bekannt‘
Gestatten: -MÜLLER, dazu BRAND-
und er quittiert noch als Befund:
Dies sei des ‘Chaos‘ tiefster Grund

Die Lehre, Geist-geführt und wahr
Selbst Bischöfen sei kaum sie klar
woraus ‘Verwirrung‘ resultiert
die Prediger gewiss nicht ziert

Man liest dies und sogleich versteht:
‘Verwirrt‘ taugt kaum ein Katechet
und wer, da ihm die Klarheit mangelt
sich, unklar, durch die Predigt hangelt:
Wird statt ‘in Wahrheit unterweisen‘
das Volk er nicht mit ‘Nebel‘ speisen?

Manch einer meint, dass sie beschwere
und möchte ‘wie die Zeit‘ die Lehre
Dabei, die Folgerung fällt ein:
Soll ‘Zeit‘ nicht wie die ‘Lehre‘ sein?

Es scheint, hier steht so manches Kopf:
Wo sonst die Füße, sieht man Schopf
Der Kardinal jedoch wirkt klar
-Dies reimt sogar sich noch, auf: wahr-

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


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 Kathole 28. März 2014 
 

@Makarius

Kardinal Brandmüller stellte fest, daß heute unter Bischöfen, Predigern, Katecheten und «vor allem unter Moraltheologie-Professoren» oft keine oder nur mangelnde Klarheit über die Lehre herrsche.

Es geht demnach nicht um die Anzahl der akademischen Titel oder der studierten Semester bei dieser Personengruppe, sondern um die Wahrheit der Inhalte, die sie evtl. schon selber studiert haben und die sie nun jedenfalls lehren und verkünden.

Das sicherste Kriterium für den Wahrheitsgehalt ist die Übereinstimmung mit dem einschlägigen kirchlichen Lehramt, wie es im Katechismus und zuletzt insbesondere in den Enzykliken Johannes Paul II., seinen Apostolischen Schreiben und mehreren Erklärungen der Glaubenskongregation seinen Niederschlag gefunden hat. Besondere Bedeutung im Bereich der Moraltheologie hat "Veritatis Splendor", worauf gerade jüngst wieder Benedikt XVI. hingewiesen hat.

Unsinn bleibt Unsinn, ob er nun simpel vom Stammtisch oder akademisch hochtrabend vom Professor kommt.

www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081993_veritatis-splendor_ge.html


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 Christin16 28. März 2014 

Christus

Sie haben sehr recht, @ Marienzweig: Christus ruft uns alle, uns wieder auf den Weg zu IHM zu machen. Wer sich auf IHN einlässt, erfährt in Seinem Wort die wahre Bereicherung seines Lebens, findet den wahren Schatz, die wahre Freiheit. Allerdings muss jeder IHM zuhören und sich auch ein paar, für die heutigen Zeiten, scheinbar unangenehme Wahrheiten gefallen lassen, die dem heutigen Zeitgeist sehr missfallen, die aber ewig gültig und wahr sind und dem Menschen zu wahrem Wohle gereichen.
Es ist schon so: Wir wollen nicht mehr erkennen, dass wir in unserem Leben jeder einzelne sein persönliches Kreuz auferlegt bekommt mit der Aufforderung unseres Herrn Jesus Christus: Folge mir nach! Jedes Kreuz ist persönlich schwer und keines ist gleich dem anderen, aber jedem ist es überlassen, es überhaupt als solches zu erkennen, es in Demut zu tragen und als Chance zur Nachfolge Christi zu begreifen, als Weg zu IHM hin.


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 Marienzweig 28. März 2014 

sich auf den Weg machen!

In unserer heutigen "Kirchenlandschaft" hätten Priester vom Format eines heiligen Pfarrers von Ars kaum noch Chancen, in einer Pfarrei wirken zu dürfen.
Zeitgeist-kompatibel sollten sie sein, dasselbe gilt auch für Bischöfe, dazu bequem und gut zu handhaben.
Und vor allem - sie sollen nicht stören!

Wie kann unter solchen Umständen ein reiches, tiefes, freudiges Glaubensleben entstehen oder sich gar weiterentwickeln?
Wir müssen uns also selber auf den Weg machen!


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 Hadrianus Antonius 27. März 2014 
 

@Inigo Moderne Moraltheologie III

Ich habe das größte Respekt vor S.E. Kardinal Brandmüller und sein stupendes Wissen, seine Weisheit und seine geschliffene Feder.
Sie sollten, bevor Sie ihn angreifen, jedoch besser selbst die Moraltheologie z.B. der Jesuiten in Santa Clara (Los Angeles) studieren und neben der Situation der Jesuitenprovinzen Oregon und California legen(inzwischen finanziell alle am Ende durch entschädigungszahlungen); das Schicksal der Eskimos und Indianer(bei den letzteren hat eine gewaltige Übertrittswelle zu den Orthodoxen stattgefunden)ist Ihnen wahrscheinlich egal (Die "Rocky Mountain"-Mission der Jesuiten ist ab 2008 zum Erliegen gekommen).
Das hat St.-Ignatius von Loyola nicht verdient (wobei die jetzige Jesuiten mit den alten vor 1814 nicht viel gemein haben).
Was Unrecht betrifft sollten Sie die Behandlung der Franziskanen der Immaculata vor Augen nehmen.


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 Hadrianus Antonius 27. März 2014 
 

@Inigo Moraltheologie d. letzten 40 Jahren II

Todesschweigen bei den Modernisten daß diese fehlerhafte Moralphilosophie diese moralische Katastrofe mitbedingte, verstärkte und ab 1995 bis jetzt relativierte, verteidigte und unterstützte.(Die viele Publikationen v. R. Burggraeve über Homosexualität in diesen Jahren sprechen Bände- ab 2010/ 2011 plötzliches Versiegen).
Hier wurden ca. hunderttausend Kinder mit diesem Schund konfrontiert, und nur wenige Bischöfe und Kardinäle reagierten: typisch viele Afrikaner und Asiaten, einige Amerikaner, der hochbetagte Pio Laghi, und ganz voran: J.Ratzinger.
Alle Modernisten schwiegen und hielten die Augen geschlossen.
Shame!
Die ganze Pest breitete sich aus bis nach Nordcanada (Nunavut/Bistum Churchill-Hudson Bay), wo gerade in diesen Tagen der westflämische Oblatenmissionar (modernistisch durchtränkt)wegen mehr als 70(siebzig) Fällen vor dem Richter steht.
Eine gewaltige morale Katastrophe (finanziell: grob geschätzt etwa 3 Milliarden €)


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 Makarius 27. März 2014 

Guten Abend. Ich bin neu in diesem Forum. Meine Meinung ist, dass wir uns nicht allzuleicht anmaßen sollten, über Bischöfe zu urteilen, die vom Heiligen Vater ernannt wurden. Jeder Bischof ist Hüter der Lehre. Aber jeder ist es auf seine Weise. Ich glaube kaum, dass jemand von denen, die hier schreiben - mich selbst eingeschlossen - theologisch und pastoral gebildeter ist als einer der Bischöfe, von denen hier die Rede ist.


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 Hadrianus Antonius 27. März 2014 
 

@Inigo Moraltheologie der letzten 40 Jahren I

Die moderne Moraltheologie der letzten 40 Jahren hat eindrucksvoll ihr Bankrott bewiesen.
Modernisme, Relativisme, Positivisme und Personalisme haben die Botschaft des Evangeliums zur Unkenntlichkeit pervertiert.
Ich denke u.a. an die "Haalbaarheidsmoraal"(Erreichbarkeitsmoral) v. R.Burggraeve (Kath.Uni Löwen), wo die Lehre pulverisiert und verbogen wird zum Anpassen an die individuelle Pesonen, wo alles kann, alles mag, alles darf.
Das ganze entstand Mitte der Jahren 70, wurde ab 1980 forciert, und wohl parallel mit der Indoktrinierung der Homophilie und der Pädophilie in der Kirche in Flandern.(1985 Pädophilie-Unterstützng in Kerk&Leven, 1995-1998 das zu Pädophilie anstiftende Religionsbuch "Roeach", die Homosexualisierung der Seminarien in Löwen und Antwerpen, die Ideologisierung der Schulcatechese) und die Involvierung v. Kard. Danneels & Bischof Roger van Gheluwe).
Die moderne Moralphilosophie erlaubte dies alles!


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 Hadrianus Antonius 27. März 2014 
 

@Inigo Über die Wahrheit

In Ihrer Antwort an @Gambrinus kontrastieren Sie "Bücherweisheiten" mit "Leben" und "Verständnis von Jesus Christus" mit "Herumreiten auf Paragraphen": eine unsinnige Verknüpfung von leeren Worthülsen.
Unser Herr Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben; die Bibel und die Kirchenväter kontrastieren nicht mit dem Leben, sondern geben es erst Fülle; und es gibt die eine Wahrheit die rettet im Gegensatz zu den vielen kleinen persönlichen "Wahrheitchen" die von Relativisten,Positivisten, Personalisten und Modernisten gepredigt werden zum Ungünsten des Kirchenvolks, und gerade häufig unter dem Motto "daß die Lehre nicht verändert wird".
es ist kein Hochmut des @Gambrinus, sondern einfach das erste munus(Dienst,Pflicht) eines Bischofs, das Evangelium und die Lehre zu verkündigen.(Danach die Liturgie, und dann erst die technische Verwaltung und die Jurisdiktion).


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 Bartholomaeus 27. März 2014 
 

Theologie des Leibes

Wenn die Kirche in Deutschland nicht die Verkündigung von Papst Johannes Paul II. ignoriert hätte, dann gäbe es heute Antworten auf die Fragen der Zeit! Wenn schon die Mittwochskatechesen zwischen 1978 und 1983 nicht wahrgenommen wurden, so sollte doch sein Werk "Liebe und Verantwortung" zur Kenntnis genommen werden! In Verbindung mit "Deus caritas est" entsteht da eine revolutionäre Lehre, die ganz großartig auf dem Evangelium und der Lehre der Kirche aufgebaut ist.


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 Fides Mariae 27. März 2014 
 

Neuevangelisation für die Bischöfe

@Stefan Fleischer: Gute Idee


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 Marienzweig 27. März 2014 

@Inigo - ein Detail

Sie schreiben:
" ...in einem Rundumschlag allen anderen abspricht."

zur Klärung:
Kardinal Brandmüller sprach von Unkenntnis "unter" Bischöfen und Theologen.
Er sagte ausdrücklich nicht: "Alle" Bischöfe und Theologen.
Dies ist ein nicht unerheblicher Unterschied!


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 waghäusler 27. März 2014 
 

Liebe/r @TOKOBI

Vielen Dank für Ihren Post.
Mit dem Auszug aus dem NT haben Sie genau
den Nagel auf den Kopf getroffen.
Genau in dieser Zeit leben wir nun.


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 leibniz 27. März 2014 
 

Lieber Kardinal Brandmüller, lieber Suarez!
Ihr seid einfach spitze!
Solange es noch solche Leute in der Kirche (sogar in Deutschland!) gibt, bin ich nicht alleine. Danke schön!


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 TOKOBI 27. März 2014 
 

Was für ein hilfloser Versuch @Iñigo

Lieber @Iñigo, die Wahrheit zu sagen, ob gelegen oder ungelegen, ist uns im Neuen Testament explizit aufgetragen. Wenn nun Kardinal Brandmüller die Wahrheit sagt und Sie ihm vorwerfen, das sei eines Kardinals unwürdig, haben sie vermutlich genausowenig verstanden, wie die Bischöfe, über die der Kardinal sich beklagt.

Falls Sie nachlesen möchten:
Wie mahnt doch der Apostel (2 Tim 4,2ff): "Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung. Denn es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden. Du aber sei in allem nüchtern, ertrage das Leiden, verkünde das Evangelium, erfülle treu deinen Dienst!"

Ich möchte Kardinal Brandmüller ein herzliches "Vergelt's Gott" sagen, für sein unerschrockenes Zeugnis!


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 Waldi 27. März 2014 
 

Ja - das ist es doch - das größte Problem!

Das habe ich doch, ich, als bedeutungsloser, kleiner Katholik, in meinen ärmlichen und oft etwas zugespitzten Kommentaren, schon seit Jahren immer wieder angeprangert, dass die größte Untreue und Unkenntnis dem katholischen Glauben gegenüber bei vielen Bischöfen und Kardinälen liegt. Wir Katholiken vor Ort in den Pfarrgemeinden, bekommen doch das ganze "Chaos" in der katholischen Kirche überdeutlich und brühwarm serviert! Die "Mahlfeiern", die von unserer Gemeindereferentin, Pastoralassistentin und Pastoralreferentin gestalteten Wochen- und Pfarrbriefe, die oft läppischen Laienpredigten, sind ein deutliches Zeichen von Glaubensmanko, Ehrfurchtlosigkeit, Überheblichkeit und Eitelkeit. Darüber hinaus kann man auch noch einen offenen Ungehorsam gegenüber dem Papst und der katholischen Glaubenskongregation deutlich erkennen! Genau so, als hätte sich unser "Seelsorgeteam" als Eigenständigkeit von Rom abgenabelt. So gewaltig schlägt das Chaos bis in die Pfarrgemeinden durch!


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 jadwiga 27. März 2014 

Da sage ich VETO, Kardinal!

Der Mangel des Glaubens ist zwar keine Dummheit, aber sie führt dorthin.

Hat uns Gott nicht oft genug die ungelernten Menschen geschickt um das Chaos zu beseitigen? Nehmen wir z.B. Jean Dark, die nicht mal schreiben konnte. So schlicht und einfach sie war, so hat sie den Großen dieser Welt zu Ordnung verholfen.

Hat uns auch Jesus nicht gewarnt vor den Schriftgelernten?

Der Mangel des Glaubens ist schuld an dem Chaos. Man muss den Glauben aufsuchen, erlernen kann man ihn nicht.


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 bernhard_k 27. März 2014 
 

@Inigo

Lieber Inigo,

in dieser spannenden Frage geht es ausschließlich um die Suche nach der WAHRHEIT. Alle Heiligen des Himmels stehen ein für die Wahrheit und Schönheit (beides gehört zusammen) der katholischen (Ehe-)Lehre. Wer die Heiligen des Himmels studiert, begreift unmittelbar, dass die Sexualethik der röm.-kath. Kirche direkt zu Gott führt.


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 Suarez 27. März 2014 

@Iñigo - Ja, dann sagen Sie uns doch mal konkret, worum es im Christen geht!

Sie pauschalieren natürlich in Ihrem Kommentar überhaupt nicht. Und die Schrift spielt ja heute immer mehr eine Nebenrolle im Glaubensdiskurs, der von WisiKi vorangetrieben wird. Was sollen wir da noch mit dem alten Tand, dem ganzen Ballast der Gebote, der der alles umfangenden Barmherzigkeit nur im Wege steht. Jesus Christus, der Heiland, rückt da im ideologischen Kampf um das "neue" Gesicht einer Dienstleistungskirche immer stärker in den Hintergrund, schließlich wollen wir das Kreuz nicht mehr tragen, es stört, es soll weg aus dem Blickfeld. Stattdessen empfiehlt sich der moderne Kleriker durch seine Dienstleistungskompetenz, seine Geschmeidigkeit im Umgang mit den Gremien, Medien und den staatlichen Sozialeinrichtungen. Niemand will stören und der Glaube soll es schon gar nicht. Also darf sich jeder aus dem Glaubenskuchen heraussuchen, was ihm gerade so am besten behagt und das ihn störende legt er einfach beiseite, ignoriert es im Namen einer vom Glauben befreiten Barmherzigkeit.


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 Gambrinus 27. März 2014 
 

@ Inigo

na, dann sind wir alle mal froh dass der gesamte aristotelische und scholastische Ballast der letzten zweieinhalb Jahrtausende endlich abgeworfen worden sind, so dass wir uns nicht mehr darum kümmern müssen, was eine Ehe IST, was Unauflöslichkeit IST, was die Eucharistie IST, etc. Das erleichtert die Pastoral ganz erheblich - und der durchschlagende Erfolg dieses neuen Zugangs ist ja auch nicht ausgeblieben, oder?


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 Suarez 27. März 2014 

Glaube auf dem Rückzug

Die Authentizität des Glaubens spielt zunehmend eine untergeordnete Rolle auch in der Katholischen Kirche. Man sucht die Institution Kirche fester mit dem Staat zu verzahnen, auch um den Preis einer Theologie der Beliebigkeit. Das Sakrament der Ehe, schon heute mitten in der Kirche offen zur Disposition gestellt, wird zum "Türöffner" des Relativismus. Es hat fast den Eindruck, als sei man in der Kirche des Glaubens überdrüssig geworden angesichts der Anfeindungen einer säkularen Welt, die es versteht, mediale Macht teuflisch einzusetzen. Papst Benedikt, dieser einsame Hüter des Glaubens, stellte dem heranbrandenden Tsunami des Relativismus noch seine intellektuelle Schärfe entgegen und war doch schon ein Verratener als er sein Amt antrat. Im Hintergrund zogen die Lobby-Gruppen längst ihre Fäden und warteten nur auf den Augenblick, dass Kirchenschifflein zu entern. Für all diejenigen, die wirklich noch an Christus glauben, wird es nun noch einsamer werden in den nächsten Jahren.


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 Iñigo 27. März 2014 

@ Kardinal Brandmüller

... da bin ich dann ja froh, dass wenigstens der emeritierte Kardinal Brandmüller alles das weiß, was er offensichtlich in einem Rundumschlag allen anderen abspricht.
Es könnte aber auch sein, dass er die moraltheologische Literatur der letzten 40 Jahre nicht gelesen hat - oder nicht verstanden. Denn dann würde er das nicht so pauschal sagen, von seinen Mitbrüdern im bischöflichen, priesterlichen und theologischen Dienst.
Eine solche Aussage ist eigentlich eines Kardinals unwürdig, weil er vielen damit unrecht tut.


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 Iñigo 27. März 2014 

@Gambrinus

Na ja, vielleicht hat Bischof Ackermann aber mehr mitbekommen als bloß Bücherweisheit, weiß besser als andere, dass es auf das Leben ankommt, und hat Jesus Christus besser verstanden als die, die auf dem Buchstaben des Gesetzes herumreiten und vergessen, worauf es eigentlich ankommt.
Ich kann in Ihrem Pauschalvorwurf eigentlich nur Hochmut erkennen, und eine tiefe Verkennung dessen, worum es im Christentum geht.


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 Gambrinus 27. März 2014 
 

Bischof Ackermann ist das typische Beispiel für ...

... eine heutige Priestergeneration, die liebenswürdig und dienstbereit ist, es allen recht machen will - aber leider im Seminar und auf der Universität nicht das geistige Rüstzeug mitbekommen hat, das notwendig wäre, um vor den Herausforderungen dieser Zeit zu bestehen.

Es ist wirklich tragisch. Eine schlechte Priesterausbildung verdirbt gute und lernbereite Studenten.


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 Scotus 27. März 2014 

Arm werden wir, ganz arm...

Die Bischöfe und Hirten sollen zwar den Menschen aufs Maul schauen, Ihnen aber nicht nach dem Mund reden. Genau das aber scheinen viele zu tun. Sie gehorchen nicht mehr dem Papst oder gar Gott, sondern höchstens den Marktschreiern und Anführern der kirchlichen Protestbewegungen (KA, WisiKI, Pfarrerinitiative, etc.).

So kommt es, dass wir über die immer gleichen Themen debattieren, statt hinauszugehen, um den Armen das Evangelium zu verkünden. Die Menschen haben einen Durst nach Gott, und wir reichen Ihnen nur den bitteren Trank unserer innerkirchlichen Probleme.

Verzeiht mir, dass ich schon wieder Guardini zitieren muss:
"Mir ist, als sei unser Erbe zwischen die Steine einer ungeheuren Maschine gekommen, die nun alles zerreibt. Arm werden wir, ganz arm.
Was nicht ganz echt ist, in sich und unserer Seele, geht zugrunde. Aber es wird wohl so sein müssen. Vielleicht kommen wir nicht anders zu wirklicher Wesenhaftigkeit."


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  27. März 2014 
 

Kardinal Brandmüller sei dank für seinen Scharfsinn gegenüber den sich entlarvenden Neo- Modernisten

Der Hl Papst Pius X. hat eine sehr lesenswerte treffliche Beschreibung der Modernisten in seiner berühmten, aber kaum verbreiteten Enzyklika »Pascendi Dominici gregis« verfasst.
"...die Verfechter dieser Irrtümer sind bereits nicht mehr nur ausschließlich unter den öffentlichen Feinden zu finden. Zu Unserem größten Schmerz und Unserer höchsten Beschämung müssen wir die Worte gebrauchen: Sie lauern bereits im Inneren der Kirche selbst, wörtlich gesprochen, am Busen und im Schoße der Kirche. Sie sind um so gefährlicher, je weniger sie bekannt sind. ... – sogar aus den Reihen des Klerus, die sich unter dem Deckmantel der Liebe zur Kirche verstecken, ohne Grundlage einer soliden Philosophie und Theologie, vergiftet durch falsche Lehren, die sie aus dem Munde der Feinde zu hören bekamen, und jede Bescheidenheit beiseite rückend als Reformatoren der Kirche aufspielen...Diese Leute mögen sich wundern, wenn Wir sie zu den Feinden der Kirche zählen."


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 Schimmelreiter 27. März 2014 

@ Kathole

Ich stimme Ihnen zu, was die vermeintliche theologische Unkenntnis angeht. Warum sonst sollte z.B. ein Moraltheologie Professor darauf bestehen, seine Skripten nicht ins Netz zu stellen? Wäre es Unkenntnis ginge sie mit einer gewissen Naivität einher. Bei den Studenten, die "nur" Priester werden, mag es sein, daß welche dabei sind, die das Gelehrte unreflektiert schlucken und verbuchen. Von einem Doktor oder Professor darf man mehr erwarten. Aber auch von denen möchte keiner seinen Lehrstuhl gefährden.


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 Marienzweig 27. März 2014 

reichlich blamabel

Kardinal Brandmüller konstatiert: "Unkenntnis der katholischen Lehre unter Bischöfen und Theologen"?
Wenn dem so ist, so bedeutet dies eine komplette Bankrotterklärung und wirft ein schlechtes Bild auf unsere Hinten.

Ich bin sicher, Bischöfe und Priester der Pius-Gemeinschaft haben diesen Wissensmangel nicht.

Wie wollen eigentlich katholische Hirten
ihre ebenfalls katholischen Schäflein -im übertragenen Sinn- zu saftigen Wiesen führen, wenn sie nicht einmal wissen, wo solche Wiesen zu finden sind?


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 Max Emanuel 27. März 2014 

Chaos in der Kirche!

Bei dem Chaos in unserer Kirche vermisse ich unseren Papst Bendeikt XVI. als Navigator täglich mehr. Sein Nachfolger sollte endlich auch klare Zeichen senden! Eine Kirche mit zunehmend weniger Orientierung, bei der jeder die Lehre nach seinem Belieben auslegt, ist verloren! Benedikt wir vermissen Dich!


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 Kathole 27. März 2014 
 

Den Finger in die Wunde gelegt. Klartext und Schluß mit den Verharmlosungen der dramatischen Lage!

"Angesichts der innerkirchlichen Debatte über Ehe und Familie sei die «unverfälschte katholische Lehre» in Gefahr", so Brandmüller.

Dabei ist Kardinal Brandmüllers Analyse noch barmherzig, da er den gescholtenen Bischöfen und Theologen nur Unkenntnis und nicht absichtliche Ablehnung der Kirchenlehre vorhält. Dabei gibt es etliche Kandidaten, bei denen einem doch sehr schwer fällt, an die entschuldigende theologische Unkenntnis zu glauben.

Ein ganz merkwürdiges Phänomen sind die nicht wenigen Bischöfe und Kardinäle, die sich unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. mit von deren Lehramt abweichenden Ansichten vollkommen zurückhielten und auf diese Weise in der kirchlichen Karriereleiter hoch hinaufstiegen, seit dem 13. März 2013 aber auf einmal bemerkten, daß sie eigentlich schon immer dagegen waren und über den Rücktritt des gelehrten Papstes wahnsinnig erleichtert waren, als ob die Vorgänger-Päpste sie mit Gewalt ins Bischofsamt oder in den Kardinalsstand gezwungen hätten.


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 bernhard_k 27. März 2014 
 

Ein herzliches Vergelt's Gott!

Es ist, wie wenn Schiffskapitäne die Nadeln ihrer Kompasse verbiegen würden, weil sie meinen, doch wohl besser zu wissen, wo denn wirklich NORD sei ... echt krass!


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 Stefan Fleischer 27. März 2014 

Eine Neuevangelisation für die Bischöfe?

Sind wir nun schon so weit?


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