Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  3. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  4. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  7. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  8. Parolin: „Segne uns, Heiliger Vater Johannes Paul II.! Segne diese Kirche des Herrn auf ihrem Weg“
  9. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  10. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  11. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen

Die Ehe — Ikone der Liebe Gottes zum Menschen

2. April 2014 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Streiten ist normal, Frieden schließen ist notwendig. Die drei magischen Worte für ein gelungenes Ehe- und Familienleben: ‚Darf ich?‘ — „Danke!’ — ‚Entschuldige!‘. Gedenken an Johannes Paul II. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche“ (Eph 5,28-32)

2. April 2014: vor neun Jahren kehrte der selige Papst Johannes Paul II. zum Haus des Vaters zurück. Franziskus beendete bei der heutigen Generalaudienz seine Katechesenreihe zu den Sakramenten und setzte sich mit dem Sakrament der Ehe auseinander, Ikone und Abbild der Liebe Gottes zu den Menschen.

Dieses Sakrament führe uns in die Mitte des göttlichen Heilsplanes, der einen Bund, eine Gemeinschaft mit dem Menschen darstelle. Der eheliche Bund „ist ein Abbild der Treue und Liebe des Schöpfers. Gott, der Mann und Frau aus Liebe geschaffen hat, hat sie auch zur Liebe zueinander und zur Gemeinschaft eines vollkommenen Lebens berufen“.

Die Ehe gründe auf einem zweifachen göttlichen Geheimnis. Zum einen betreffe dies die göttliche Trinität. Der dreifaltige Gott, der wesenhaft eins sei, „macht die Ehepartner zu einer einzigen Existenz, zu einem Fleisch“ — als Bild seiner eigenen Liebe und als Zeichen für eine Gemeinschaft, die in Gott ihren Ursprung habe und aus ihm ihre Kraft beziehe.


Zum anderen zeige sich dieses Geheimnis unter einem christologischen Aspekt. Die christlichen Ehegatten „spiegeln gleichsam die bräutliche Beziehung Christi zur Kirche wider“.

Kraft des Sakramentes werde den Gatten eine wahre und eigene Mission übertragen: in den kleinen Dingen des Alltags die Liebe Christi zu seiner Kirche sichtbar zu machen, „der damit fortfährt, in Treue und Demut sein Leben für sie zu geben“.

Abschießend erinnerte der Papst erneut an die drei „magischen Worte“ für das Gelingen einer Ehe und ein freudiges Familienleben: „Darf ich?“, „Danke!“, „Entschuldige!“. Franziskus betonte in freier Rede, dass es wichtig sei, auch wenn es zu Streitigkeiten komme, die in einer Ehe immer normal seien, den Tag nie zu beenden, ohne Frieden geschlossen zu haben:

„Das wahre Band zwischen den Eheleuten ist immer der Herr. Wenn eine Familie betet, so wird das Band erhalten. Wenn der Ehemann für seine Frau und die Frau für ihren Mann betet, dann wird jenes Band stark. Einer betet für den anderen. Es ist wahr, dass es im Eheleben viele Schwierigkeiten gibt, viele, nicht wahr? Dass die Arbeit, das Geld nicht reichen, dass die Kinder Probleme haben… viele Schwierigkeiten. Und viele Male werden der Ehemann, die Ehefrau etwas nervös und streiten miteinander. Oder nicht? Sie streiten. Immer, immer ist es so: man streitet immer in einer Ehe! Und ab und zu fliegen auch die Teller! Ihr lacht, aber das ist die Wahrheit! Aber wir dürfen deswegen nicht traurig werden. So ist das Menschsein. Doch das Geheimnis besteht darin, dass die Liebe stärker ist als das Streiten. Und aus diesem Grund rate ich den Eheleuten immer, nie einen Tag zu Ende gehen zu lassen, an dem es zu Streit gekommen war, ohne Frieden zu schließen“.

Um Frieden zu schließen „ist es nicht notwendig, die Vereinten Nationen zu rufen“, so der Papst. Es reiche eine kleine Geste, eine Liebkosung: „‚Ja doch, ciao! Bis morgen!‘ Und morgen beginnt man noch einmal. Und das ist das Leben: es so vorwärts zu bringen, es mit dem Mut vorwärts zu bringen, es gemeinsam leben zu wollen. Und das ist groß, das ist schön! Das Eheleben ist eine wunderschöne Sache und wir müssen es immer behüten, die Kinder behüten“.

Nach der Katechese gedachte Franziskus des neunten Todestages seines Vorgängers Johannes Pauls II. Seine Fürsprache „stärke in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe“. Die Zeit der Erwartung seiner Heiligsprechung „sei für uns eine Gelegenheit, um sich geistlich vorzubereiten und das Erbe des Glaubens neu lebendig werden zu lassen, das er uns hinterlassen hat. Indem er Christus nachahmte, ist er für die Welt ein unermüdlicher Prediger des Wortes Gottes, der Wahrheit und des Guten gewesen. Er tat Gutes sogar mit seinem Leiden. Das ist das Lehramt seines Lebens gewesen, dem das Volk Gottes mit großer Liebe und Hochachtung entsprochen hat“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Ihr wisst, dass die christlichen Familien ein Zeichen der Einheit und Liebe in der Welt sind. Deshalb ist es gut, in unseren Familien zu beten, damit wir Gottes Hilfe aufnehmen können und das Geschenk seiner Gnade bewahren. Ich wünsche euch einen schönen Aufenthalt in Rom mit dem Segen des Herrn.

Video der Generalaudienz




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  2. April 2014 
 

Pray together stay together

Ein englisches Sprichwort sag: "Family pray together stay together" - Familien die gemeinsam beten bleiben zusammen.
Das ist das Band zwischen den Eheleuten und den Kindern. Wichtig ist auch die Achtung voneinander und ein nettes Wort oder einfach ein Danke oder ich liebe dich.
Wenn ein Ehepartner nicht beten kann, soll der eine für den anderen beten und um die Kraft des Hl. Geistes für seinen Ehepartner bitten.


4
 
 kmh 2. April 2014 
 

Leider

haben viele Maenner gar keinen Bezug zu ihrem eigenen Leib, vernachlaessigen ihn, instrumentalisieren ihn, zerstoeren ihn, missbrauchen ihn. Da muss man sich erst einmal fragen, wie gehen denn die Maenner mit ihrem eigenen Leibe um?

So moechte eine Ehefrau dann bitte nicht behandelt werden. Es ist schlimm, wenn eine Frau sich und die Kinder vor dem Mann schuetzen muss. In kleinen wie in grossen Dingen.


6
 
 EinChrist 2. April 2014 
 

Was ist mit:

"Ich liebe Dich", "Gott segne Dich"..

Ansonsten volle Zustimmung.


5
 
 mirjamvonabelin 2. April 2014 
 

Es tut mir als Frau

gut zu hören,"darum sind die Männer verplichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib".
Auf keinem fall sollte man aber diesen Satzt aus dem Kontext reißen wie früher den Satz "die Frau sei dem Mann untertan".
Beides gehört zusammen.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  2. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  4. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  5. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  6. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  7. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  8. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  9. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  10. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  11. Das Wunder des Karol Wojtyła
  12. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  13. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  14. Hexenfestival: Streit zwischen Exorzisten und Bürgermeister
  15. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz