Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. Wir können NICHT schweigen!
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  11. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  12. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  13. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze

Debatte: Ist Großbritannien noch christlich?

29. April 2014 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Premier Cameron erntet scharfe Kritik, aber auch breite Zustimmung


London (kath.net/idea) In Großbritannien ist eine heftige Debatte über die Frage entbrannt, wie christlich das Land noch ist. Auslöser sind Äußerungen von Premierminister David Cameron (Foto). Der konservative Politiker hatte in der anglikanischen Zeitung Church Times geschrieben, er sei stolz, dass Großbritannien ein christliches Land sei. Ihm widersprachen Intellektuelle, während ihm Politiker, Juristen und Religionsvertreter Rückendeckung gaben. In einem Offenen Brief hatten 50 Schriftsteller, Wissenschaftler und Philosophen Cameron vorgeworfen, das Land zu spalten und Nicht-Religiöse zu entfremden. Großbritannien sei in großen Teilen eine nicht-religiöse Gesellschaft trotz der etablierten anglikanischen Kirche. Hauptunterzeichner des Schreibens ist der Präsident der atheistischen Britischen Humanistischen Vereinigung, Jim Al-Khalili. Unterschrieben haben unter anderen die Autoren Ken Follett und Terry Pratchett sowie der Biologe und Nobelpreisträger John Sulston.


Muslime und Hindus: Großbritannien ist christlich

Unterstützung erfährt Cameron nicht nur aus der eigenen Partei, sondern auch von Labour-Politikern sowie aus der anglikanischen Kirche und hochrangigen Vertretern anderer Religionen. Christina Rees, Mitglied der anglikanischen Generalsynode zeigte sich erfreut, dass Cameron selbstbewusst von seinem Glauben rede. Großbritannien sei historisch und kulturell ein christliches Land.

Ähnlich äußerte sich der Generalsekretär des Muslimischen Rates, Faruk Murad: Niemand könne bezweifeln, dass Großbritannien ein christliches Land sei und bleibe. Gleichzeitig gelte es anzuerkennen, dass unterschiedliche Religionen in Harmonie zusammenleben könnten.

Anil Bhanot, Direktor des Hindu-Rates, erklärte, er könne gut damit leben, dass sich Großbritannien als ein christliches Land verstehe. Die Verweltlichung ändere nichts an Traditionen wie Ostern oder Weihnachten.

Labour-Politiker Straw verteidigt Cameron

Der Vorsitzende der überfraktionellen Gruppe „Christen im Parlament, der konservative Abgeordnete Gary Streeter, erklärte, nur „eine Handvoll militanter Atheisten“ nähmen Anstoß an Camerons Äußerung. Die Briten könnten dankbar für ihr christliches Erbe sein, das die Grundlage vieler Gesetze bilde.

Auch der Labour-Politiker und frühere Außenminister Jack Straw verteidigte Cameron. Viele christliche Werte prägten die Gesellschaft.

Generalstaatsanwalt Dominic Grieve erklärte, wer behaupte, dass Großbritannien kein christliches Land mehr sei, täusche sich. 1.500 Jahre alte Werte verschwänden nicht über Nacht. Viele Briten betrachteten sich als Christen, auch wenn sie nicht zur Kirche gingen. Allerdings müsse man wachsam gegenüber extremistischen und intoleranten religiösen Strömungen sein.

Cameron ist engagiertes Mitglied der anglikanischen „Kirche von England“. Seine Politik stößt dort aber auch auf teilweise heftige Kritik, zum Beispiel die Einführung der sogenannten „Homo-Ehe“. Einer Volkszählung aus dem Jahr 2011 zufolge bezeichnen sich knapp 60 Prozent der 60 Millionen Einwohner Großbritanniens als Christen und annähernd 26 Prozent als nicht-religiös.

Happy Easter: Message from David Cameron - Schön, wie der britische Premier die christlichen Werte betont und lobt!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten
  8. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  9. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  10. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz