Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  10. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  11. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  12. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘

Lombardi: Ideologische NGOs stören 'Vatikanverhöre' bei UNO

3. Mai 2014 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikansprecher: Bei UN-Anhörungen des Vatikans werden "nicht selten Fragen gestellt, die nicht direkt mit dem Text der Konvention zu tun haben"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Vatikansprecher P. Federico Lombardi (siehe Foto) hat die Absichten "ideologisch ausgerichteter NGOs" vor der UNO in Genf kritisiert. Lombardi äußerte sich, da am kommenden Montag und Dienstag der Vatikan vor dem Anti-Folter-Komitee der UNO angehört wird.

Der Heilige Stuhl ist 2002 für den Vatikanstaat der Anti-Folter-Konvention von 1984 beigetreten. Turnusmäßig werden die Unterzeichnerstaaten daraufhin überprüft. Derzeit beschäftigt sich das Anti-Folter-Komitee der Vereinten Nationen erstmals mit dem Vatikan.

Im Rahmen der gleichen turnusmäßigen Überprüfung werden auch Litauen, Montenegro, Sierra Leone, Thailand, Uruguay und Zypern untersucht. Die abschließenden Beobachtungen der Experten werden am 23. Mai vorgestellt, wie das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) am Freitag mitteilte.

Im Dezember 2012 hatte der Heilige Stuhl dazu seinen Erstbericht vorgelegt und auch veröffentlicht. Ergänzend zu dem 23 Seiten umfassenden Bericht des Heiligen Stuhls haben auch mehrere NGOs Stellungnahmen bei dem UN-Komitee eingereicht, darunter der US-amerikanische Verband von Missbrauchsopfern SNAP und das "Child Rights Information Network" in London.


Zehn Menschenrechtsexperten des zuständigen UN-Komitees wollen sich am Montag und Dienstag mit dem Vatikan-Bericht befassen. Bei Anhörungen vor UNO-Komitees sei es nach Darstellung Lombardis "nicht selten, dass auch Fragen gestellt werden, die nicht direkt mit dem Text der Konvention zu tun haben". Dies sei etwa im vergangenen Jänner bei der Anhörung des Vatikans im UNO-Kinderschutzkomitee gewesen.

"Dazu kommt dann oft Druck, den ideologisch ausgerichtete NGOs von außen auf die Komitees ausüben", erklärte Lombardi. Der Vatikan-Auftritt vor dem Kinderschutz-Komitee war zu einem Kreuzverhör geraten. Er hatte dem Heiligen Stuhl Negativ-Schlagzeilen beschert, die an die Missbrauchsskandale erinnerten.

Lombardi sagte, er hoffe für die kommenden Anhörungen von Genf auf eine "konstruktive Debatte, die dazu beiträgt, dass der Konsens in der internationalen Gemeinschaft über den Schutz der Menschenwürde weiter wachsen kann". Ohne einen konstruktiven Debattengeist könnten die UNO-Einrichtungen "an Autorität einbüßen und zu Werkzeugen ideologischen Drucks werden".

Eigentlich gehe es um "eine normale Prozedur mit einem offenen Gespräch", sagte Lombardi. Das Engagement des Vatikans gegen Folter sei weit über eine bloße Umsetzung der Konvention auf seinem kleinen Territorium hinausgegangen. Der Heilige Stuhl trete auch international immer wieder deutlich für eine menschenwürdige Behandlung aller ein. Das Strafrecht des Vatikanstaats sei im letzten Jahr an die Anti-Folter-Konvention angepasst worden, so der Vatikansprecher.

In seinem vorab eingereichten Bericht verweist der Heilige Stuhl auf den "bedingungslosen Respekt für das Leben", und dass die katholische Lehre Folter und erniedrigende Behandlung verurteilt. Die Absage an eine Verletzung der "körperlichen und geistigen Unversehrtheit" auf Grundlage der Zehn Gebote sei Teil des Kirchenrechts wie auch päpstlicher Äußerungen. In Berichtszeitraum von 2002 bis 2009 habe der Vatikan weit über internationale 2.700 Medienbeiträge und Botschaften gegen Folter verbreitet.

Zu Justiz und Strafvollzug in seinem 55 Hektar großen Staat erklärte der Vatikan, der Großteil der dort begangenen Verbrechen sei "geringfügiger Natur", so dass in der Regel alternative Strafen zur Inhaftierung angewandt würden. Sanktionen hätten "auch eine erzieherische und rehabilitierende Funktion". "Die Todesstrafe existiert nicht im Vatikanstaat", heißt es weiter. In keinem Fall habe die Auslieferung einer Person an einen anderen Staat zu Folter geführt.

Gesetzesverstöße würden allgemein mit Geldstrafen oder einem Zutrittsverbot geahndet. Demnach gebe es keine Probleme mit überfüllten Haftanstalten oder Gewalt unter Häftlingen. Neben den zwei bestehenden Zellen werde demnächst einer dritter Haftraum für die gleichzeitige Unterbringung eines Mannes, einer Frau und eines Kindes eingerichtet.

Nach den Kirchenangaben befasste sich das Gericht des Vatikanstaats 2009 mit 474 Zivil- und 446 Strafsachen; verantwortlich für die Delikte waren in den meisten Fällen demnach nicht die 451 Bewohner des Vatikanstaats, sondern einzelne der 18 Millionen Pilger und Besucher.

Weiter betonte der Vatikan, die päpstliche Gendarmerie werde im Umgang mit Gefangenen durch italienische Strafvollzugsbehörden geschult. Zudem sehe die Ausbildung Kurse in internationalem Menschenrecht und der katholischen Lehre zur Menschenwürde vor.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) SIR


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

UNO

  1. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  2. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  3. Deutscher und französischer Außenminister fordern Rücktritt der UN-Sonderberichterstatterin
  4. Vatikan setzt sich für Erneuerung der UN ein
  5. China attackiert Lebensschutz-Maßnahmen der US-Regierung bei den Vereinten Nationen
  6. UN-Sonderberichterstatterin: Leihmutterschaft ist Gewalt gegen Frauen und Kinder
  7. US-Regierung will Gender-Ideologie aus dem Programm der UNICEF streichen
  8. US-Regierung gegen Abtreibungs-Agenda der Vereinten Nationen
  9. ‚Keinen Cent mehr für Judenhass!’
  10. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  11. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  12. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  13. Sieg der „rebellischen Nonnen“
  14. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  15. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz