Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Stoppt Christenverfolgung!

9. Mai 2014 in Österreich, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) hat anlässlich eines Schweigemarsches für Verfolgte Christen sechs Punkte für Religionsfreiheit und Menschenrechte veröffentlicht


Wien (kath.net)
Der katholische Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) hat anlässlich einem von Christian Solidarity International (CSI) geplanten Schweigemarsch für verfolgte Christen am Donnerstag ein 6-Punkte-Programm für Religionsfreiheit und Menschenrechte veröffentlicht. "Wir sehen es als unseren besonderen Auftrag an, die Tatsache der Verfolgung und Diskriminierung von Christen der Öffentlichkeit bewusst zu machen und nachhaltig dafür einzutreten, dass die Einhaltung der Menschenrechte und die Gewährung der vollen
Religionsfreiheit weltweit durchgesetzt wird.", stellte dazu MKV-Vorsitzender Mag. Helmut Kukacka fest.

KATH.NET dokumentiert das Programm im WORTLAUT

1. Christen zwischen den Fronten: Europa muss sie schützen

Täglich erleben wir, wie extrem dramatisch die Situation im Nahen Osten ist. Die Christen geraten hier zwischen die Fronten. Die Flüchtlingsströme insbesondere aus Syrien und dem Irak sind enorm, rund die Hälfte der Christen hat das Land bereits verlassen müssen.

Christen müssen aber künftig auch im Nahen Osten leben können und eine Perspektive haben. Dort hat das Christentum seine Wiege, fanden die ersten Konzilien statt und waren Christen, lange vor der Ankunft des Islam im 7. Jahrhundert, in dieser Region präsent. Sie müssen deshalb von Europa geschützt und unterstützt werden, und es müssen im Rahmen der politischen Friedensbemühungen alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie auch in Zukunft in ihren angestammten Regionen leben können.


Die internationale Politik hat den Einsatz für Religionsfreiheit lange Zeit vernachlässigt. Zu Unrecht, geht es hier doch um einen zentralen Bereich der Menschenrechte. Die Garantie, seinen Glauben ungestört leben zu können, ist eine Grundvoraussetzung für ein Leben in Freiheit. Wir fordern deshalb die internationale Gemeinschaft auf, diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken: Europa muss sie stärker schützen.

2. Papst Franziskus: Den Christen Freiheit zur Religionsausübung geben

Papst Franziskus hat sich übrigens in seinem jüngst veröffentlichten ersten apostolischen Schreiben mit dem Titel "Evangelii Gaudium" (Freude des Evangeliums) auch zum Verhältnis von Islam und Christentum geäußert und sich auch konkret zum Thema Religionsfreiheit an die "Länder mit islamischer Tradition" gewandt: "Bitte, ich ersuche diese Länder demütig darum, in Anbetracht der Freiheit, welche die Angehörigen des Islam in den westlichen Ländern genießen, den Christen Freiheit zu gewähren, damit sie ihren Gottesdienst feiern und ihren Glauben leben können." (Evangelii Gaudium, Pkt. 253)

Angesichts von Zwischenfällen durch einen gewalttätigen Fundamentalismus müssen aber gehässige Verallgemeinerungen vermieden werden, - so Papst Franziskus - "denn der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen". (Zitat: Pkt. 253)

3. Erwartung an die österreichischen Muslime

Jedenfalls darf in diesem Zusammenhang auch eine Erwartung an die in Österreich lebenden Muslime ausgesprochen werden: Sie haben in unserem Land Religionsfreiheit kennengelernt. Gerade weil sie in unserem Staat ihren Glauben frei leben können, haben sie die Verantwortung auch in ihren Herkunftsländern von ihren Erfahrungen
bei uns zu berichten und auch dort umfassende Religionsfreiheit einzufordern.

4. Regierung muss sich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennen

Wir erwarten auch, dass sich die Bundesregierung ausdrücklich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennt und ein besonderes Augenmerk auf die Lage christlicher Minderheiten legt und dies zu einem wichtigen Anliegen ihrer Regierungspolitik macht.

5. Diskriminierung von Christen gibt es auch in europäischen Ländern

Aber Diskriminierung und Benachteiligung von Christen gibt es zunehmend auch in europäischen Ländern: Auch bei uns werden die christlichen Symbole aus dem öffentlichen Raum verdrängt, in manchen Medien sanktionslos verhöhnt. In der Gesetzgebung werden christliche Ehe- und Wertvorstellungen relativiert und das Leben von der
Empfängnis bis zum natürlichen Tod nicht immer ausreichend geschützt. Sich diesen Entwicklungen entgegenzustellen, ist uns ein wichtiges Anliegen.

6. Nur dort, wo der Einzelne seinen Glauben frei leben kann, ist auch die Gesellschaft frei

Der Einsatz für Religionsfreiheit hat nämlich nicht nur eine individuelle, sondern auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Nur dort, wo der Einzelne seinen Glauben frei leben kann, ist auch die Gesellschaft frei. Religionsfreiheit bedeutet das Recht nicht nur privat, sondern auch öffentlich seinen Glauben bekennen und sein Leben - auch für andere sichtbar - auf Gott ausrichten zu dürfen. Dies macht die Religionsfreiheit auch zu einem festen Bestandteil der Menschenrechte. Und verlangt von uns sich für dieses Menschenrecht in Arabien, in Europa und überall auf der Welt einzusetzen.

Mit dem Schweigemarsch am 09. Mai 2014 wollen wir für verfolgte Christen unsere Stimme erheben und uns öffentlich zur Religionsfreiheit und der Durchsetzung der Menschenrechte bekennen, schloss Kukacka.

HINWEIS: CSI-Schweigemarsch mit Kardinal Schönborn und dem griech.-orth. Metropoliten Arsenios in Wien am Freitag:

17:00 Uhr, Staatsoper: Schweigemarsch zum Stephansdom (mit anschl. Wortgottesdienst) anschließend PODIUMSDISKUSSION ca. 19:00 Uhr Churhaus, Stephani-Saal, Stephansplatz 3: "Islamistischer Terror: Tod den Christen und Verrat am Koran" Moderation: Dr. Elmar Kuhn, Gen.-Sekr. von CSI-Österreich. Die Podiumsdiskutanten sind die beiden Nahostexperten Prof. S. Khalil Samir SJ und Prof. M. Introvigne


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 friederschaefer 13. Mai 2014 
 

zu mapa

Die Verfolgung der Muslime erfolgt vor allem in muslimischen Ländern durch die jeweilige andere Konfession: Sunniten gegen Schiiten und umgekehrt. Besonders gegen die Christen im eigenen Land sind sie sich meist einig. Und das obwohl sie sich gegenseitig nicht einmal als muslimisch anerkennen. Sonderbar!!!


0
 
 doda 11. Mai 2014 

Wahrheit und Freiheit

Für einen Menschen, der sich von einer totalitären Ideologie beherrschen lässt, ist die Gewährung von Glaubensfreiheit nur ein Zeichen von Schwäche.


1
 
 mapa 9. Mai 2014 
 

Zunahme der Verfolgung religiöser Menschen

Die Verfolgung von religiösen Menschen nimmt leider weltweit zu. Da die Christen die mit Abstand größte Gruppe sind, sind sie am meisten betroffen. Auch die Verfolgung der Muslime usw. nimmt zu. Es ist daher darüber ausführlich zu berichten und die Staatengemeinschaft und NGOS sind aufgerufen dem entgegenzuwirken .


2
 
 Antas 9. Mai 2014 
 

Es ist gut und wichtig, da immer wieder die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass wir Christen weltweit die am meisten verfolgte Gruppe überhaupt sind. Wir beten für jene, die ihren christlichen Glauben nicht frei ausüben können. Für all jene, die ihren Unterdrückern zum Opfer vielen:
MT 5,11"Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.

12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  4. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  5. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  6. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  7. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  8. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  12. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  13. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  14. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  15. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz