Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Stoppt Christenverfolgung!

9. Mai 2014 in Österreich, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) hat anlässlich eines Schweigemarsches für Verfolgte Christen sechs Punkte für Religionsfreiheit und Menschenrechte veröffentlicht


Wien (kath.net)
Der katholische Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) hat anlässlich einem von Christian Solidarity International (CSI) geplanten Schweigemarsch für verfolgte Christen am Donnerstag ein 6-Punkte-Programm für Religionsfreiheit und Menschenrechte veröffentlicht. "Wir sehen es als unseren besonderen Auftrag an, die Tatsache der Verfolgung und Diskriminierung von Christen der Öffentlichkeit bewusst zu machen und nachhaltig dafür einzutreten, dass die Einhaltung der Menschenrechte und die Gewährung der vollen
Religionsfreiheit weltweit durchgesetzt wird.", stellte dazu MKV-Vorsitzender Mag. Helmut Kukacka fest.

KATH.NET dokumentiert das Programm im WORTLAUT

1. Christen zwischen den Fronten: Europa muss sie schützen

Täglich erleben wir, wie extrem dramatisch die Situation im Nahen Osten ist. Die Christen geraten hier zwischen die Fronten. Die Flüchtlingsströme insbesondere aus Syrien und dem Irak sind enorm, rund die Hälfte der Christen hat das Land bereits verlassen müssen.

Christen müssen aber künftig auch im Nahen Osten leben können und eine Perspektive haben. Dort hat das Christentum seine Wiege, fanden die ersten Konzilien statt und waren Christen, lange vor der Ankunft des Islam im 7. Jahrhundert, in dieser Region präsent. Sie müssen deshalb von Europa geschützt und unterstützt werden, und es müssen im Rahmen der politischen Friedensbemühungen alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass sie auch in Zukunft in ihren angestammten Regionen leben können.


Die internationale Politik hat den Einsatz für Religionsfreiheit lange Zeit vernachlässigt. Zu Unrecht, geht es hier doch um einen zentralen Bereich der Menschenrechte. Die Garantie, seinen Glauben ungestört leben zu können, ist eine Grundvoraussetzung für ein Leben in Freiheit. Wir fordern deshalb die internationale Gemeinschaft auf, diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken: Europa muss sie stärker schützen.

2. Papst Franziskus: Den Christen Freiheit zur Religionsausübung geben

Papst Franziskus hat sich übrigens in seinem jüngst veröffentlichten ersten apostolischen Schreiben mit dem Titel "Evangelii Gaudium" (Freude des Evangeliums) auch zum Verhältnis von Islam und Christentum geäußert und sich auch konkret zum Thema Religionsfreiheit an die "Länder mit islamischer Tradition" gewandt: "Bitte, ich ersuche diese Länder demütig darum, in Anbetracht der Freiheit, welche die Angehörigen des Islam in den westlichen Ländern genießen, den Christen Freiheit zu gewähren, damit sie ihren Gottesdienst feiern und ihren Glauben leben können." (Evangelii Gaudium, Pkt. 253)

Angesichts von Zwischenfällen durch einen gewalttätigen Fundamentalismus müssen aber gehässige Verallgemeinerungen vermieden werden, - so Papst Franziskus - "denn der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen". (Zitat: Pkt. 253)

3. Erwartung an die österreichischen Muslime

Jedenfalls darf in diesem Zusammenhang auch eine Erwartung an die in Österreich lebenden Muslime ausgesprochen werden: Sie haben in unserem Land Religionsfreiheit kennengelernt. Gerade weil sie in unserem Staat ihren Glauben frei leben können, haben sie die Verantwortung auch in ihren Herkunftsländern von ihren Erfahrungen
bei uns zu berichten und auch dort umfassende Religionsfreiheit einzufordern.

4. Regierung muss sich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennen

Wir erwarten auch, dass sich die Bundesregierung ausdrücklich zum weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit bekennt und ein besonderes Augenmerk auf die Lage christlicher Minderheiten legt und dies zu einem wichtigen Anliegen ihrer Regierungspolitik macht.

5. Diskriminierung von Christen gibt es auch in europäischen Ländern

Aber Diskriminierung und Benachteiligung von Christen gibt es zunehmend auch in europäischen Ländern: Auch bei uns werden die christlichen Symbole aus dem öffentlichen Raum verdrängt, in manchen Medien sanktionslos verhöhnt. In der Gesetzgebung werden christliche Ehe- und Wertvorstellungen relativiert und das Leben von der
Empfängnis bis zum natürlichen Tod nicht immer ausreichend geschützt. Sich diesen Entwicklungen entgegenzustellen, ist uns ein wichtiges Anliegen.

6. Nur dort, wo der Einzelne seinen Glauben frei leben kann, ist auch die Gesellschaft frei

Der Einsatz für Religionsfreiheit hat nämlich nicht nur eine individuelle, sondern auch eine gesellschaftliche Bedeutung. Nur dort, wo der Einzelne seinen Glauben frei leben kann, ist auch die Gesellschaft frei. Religionsfreiheit bedeutet das Recht nicht nur privat, sondern auch öffentlich seinen Glauben bekennen und sein Leben - auch für andere sichtbar - auf Gott ausrichten zu dürfen. Dies macht die Religionsfreiheit auch zu einem festen Bestandteil der Menschenrechte. Und verlangt von uns sich für dieses Menschenrecht in Arabien, in Europa und überall auf der Welt einzusetzen.

Mit dem Schweigemarsch am 09. Mai 2014 wollen wir für verfolgte Christen unsere Stimme erheben und uns öffentlich zur Religionsfreiheit und der Durchsetzung der Menschenrechte bekennen, schloss Kukacka.

HINWEIS: CSI-Schweigemarsch mit Kardinal Schönborn und dem griech.-orth. Metropoliten Arsenios in Wien am Freitag:

17:00 Uhr, Staatsoper: Schweigemarsch zum Stephansdom (mit anschl. Wortgottesdienst) anschließend PODIUMSDISKUSSION ca. 19:00 Uhr Churhaus, Stephani-Saal, Stephansplatz 3: "Islamistischer Terror: Tod den Christen und Verrat am Koran" Moderation: Dr. Elmar Kuhn, Gen.-Sekr. von CSI-Österreich. Die Podiumsdiskutanten sind die beiden Nahostexperten Prof. S. Khalil Samir SJ und Prof. M. Introvigne


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  2. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  3. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  4. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  5. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  6. Pakistan: Christen trauern ökumenisch nach Ermordung des Pfingst-Pastors Kamran Michael Naz
  7. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  8. Nuntius Eterović: „Christen sind die weltweit am meisten wegen ihrer Religion verfolgten Menschen“
  9. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  10. Angriffe auf Christen in Syrien: Kirchenführer schlagen Alarm






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz