Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  8. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik

Indien: Menschenrechtler befürchten nach Wahlen 'Staatsreligion'

18. Mai 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jesuit Prakash: Mit Sieg der BJP-Partei "schlimmste Befürchtungen Realität geworden" - Priester: Wahlergebnis ist Gefahr für Rechte und Würde aller Inder


New Delhi (kath.net/KAP) Menschenrechtler zeigen sich entsetzt über den Sieg der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Partei (BJP) bei der Parlamentswahl in Indien. "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind jetzt Realität geworden", postete der Jesuit Cedric Prakash am Freitag auf Facebook. Der Direktor des Zentrums für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden in Gujarat rief seine Landsleute auf, alles zu tun, "um den Pluralismus unseres Landes zu bewahren und ganz besonders die Rechte der Armen, der Ausgegrenzten, der Minderheiten und der verletzlichen Gruppen in unserem Land zu verteidigen".

Die BJP, die in Indien bislang nur von 1998 bis 2004 regierte, ist eng mit der extremistischen hindu-nationalistischen Hindutva-Ideologie verbunden. Ersten Hochrechnungen zufolge wird sie über mehr als die für eine absolute Mehrheit notwendigen 272 Mandate im 543 Sitze zählenden Parlament verfügen. Die bislang regierende Kongresspartei des Gandhi-Clans gestand ihre verheerende Niederlage ein und wird voraussichtlich nur noch mit 46 Abgeordneten im Parlament vertreten sein. Die Regierungszeit des scheidenden Premierministers Manmohan Singh war von schwachem Wirtschaftswachstum und Korruptionsskandalen geprägt.


Menschenrechtler Prakash bezeichnete die Hindutva-Ideologie im Vorfeld der Wahl als "im Kern faschistisch und fundamentalistisch". An vielen Gewaltaktionen gegen religiöse Minderheiten in den vergangenen Jahrzehnten seien extremistische Hindus beteiligt gewesen.

Die "Menschenrechte und Menschenwürde nicht nur der Muslime und Christen, sondern aller" stehe nun auf dem Spiel, erklärte der indische katholische Priester und Menschenrechtsaktivist Ajaya Kumar Sing aus Odisha Sah am Freitag gegenüber dem deutschen Hilfswerk "missio" in Aachen. Er glaube, dass die hindu-nationalistische Ideologie "allmählich als Staatsreligion Fuß fassen kann, während die Minderheiten, die mit ihrer Religion und ihrem Glauben die gleichen Rechte wie alle Inder genießen, in den Privatbereich zurückgedrängt werden", so Sing. Narendra Modi, Spitzenkandidat der BJP und designierter Premierminister, erklärte via Twitter: "Indien hat gewonnen. Jetzt kommen gute Tage". Er selbst wurde 2002 als Ministerpräsident von Gujarat politisch für ein Massaker an indischen Muslimen verantwortlich gemacht, als mehr als 1.000 Muslime von Hindu-Extremisten getötet wurden. Wegen seiner Rolle bei den Vorgängen hatten die USA und europäische Politiker Modi viele Jahre gemieden.

Modi wird nachgesagt, er sei eine von seinen Eltern arrangierte Ehe nie eingegangen, da er sich gegenüber seiner Partei zu lebenslanger Keuschheit verpflichtet habe. Mobilisiert habe der 63-jährige die Massen durch seine Lebensgeschichte, analysierte das Münchner "Domradio": Dass Modi aus bescheidenen Verhältnissen stamme und sich durch Ehrgeiz und Intelligenz an die Spitze seiner Partei hochgearbeitet habe, beflügle die Fantasie in einem Land, wo ein Drittel der Bevölkerung in bitterer Armut lebt.

"Ich weiß, wie es sich anfühlt, arm zu sein", so einer der Aussprüche des künftigen Premierministers im Wahlkampf, bei dem er auf 500 Veranstaltungen landesweit persönlich und auf 800 weiteren per Videozuschaltung auftrat. Auch viele Gegner habe Modi mit seinen Visionen indischer Hochgeschwindigkeitszüge, gigantischer Wasserkraftwerke und riesigen Industriezonen überzeugt.

Audio von "Kirche in Not": Indien - Christen im Fadenkreuz von Extremisten


Glaubenszeugen: Mutter Teresa - Der ehemalige missio-Fotograf Karl-Heinz Melters traf Mutter Teresa mehrmals persönlich


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  22. Mai 2014 
 

Gefahr

Diese Gruppierung war schon einmal am Ruder und wurde alsdann wieder abgewählt. Die Gefahren sind wohl begründet.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  2. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  3. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  4. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  5. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  6. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  7. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  8. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren
  9. Corona in Indien: 12-jährige Wanderarbeiterin stirbt nach 100 km Fußmarsch
  10. Indien: Christen nach Wahlausgang in großer Sorge






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  7. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  8. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  11. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  12. Das Wunder des Karol Wojtyła
  13. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz