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Ungarn: Staatssekretär für Kirchenangelegenheiten wird abgelöst

13. März 2003 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Istvan Szalay werden nicht viele "Erfolge" nachgesagt. Mit der Kirche hatte er bis zu seiner Ernennung zum Staatsekretär für kirchliche Angelegenheiten wenig zu tun.


Budapest (www.kath.net,gk) Der für kirchliche Kontakte verantwortliche ungarische Staatsekretär Istvan Szalay soll demnächst abgelöst werden. Das berichtete die ungarische Zeitung "Népszabadság". Der für seine gute Bildung bekannte Mathematiker durchlief bis 1990 eine akademische Laufbahn. Seit 1968 bis zur Wende war er Mitglied der Kommunistischen Partei. Seine politische Betätigung setzte erst nach der Wende ein. Szalay war Bürgermeister von Szeged und Parlamentsabgeordneter der ungarischen sozialistischen Partei MSZP, mit der Kirche hatte er wenig Kontakt. Es erregte daher großes Aufsehen, als Ministerpräsident Péter Medgyessy ihn auf diesen Posten berief.

Vertreter der Regierungs- und der Oppositionsparteien sowie kirchliche Führer sind der Ansicht, dass es dem Staatssekretär seit seiner Ernennung im vergangenen Juli nicht gelungen ist, sich fachliches Ansehen zu erringen. Innerhalb der sozialistischen Partei wirft man ihm vor, dass jedesmal, wenn die Regierung in materiellen Dingen offensichtliche Gesten des Entgegenkommens gegenüber den Kirchen setzte, die öffentliche Meinung nur ein schlechtes Verhältnis zwischen Staat und Kirche wahrzunehmen vermeinte. Die Zeitung "Magyar hírlap" erwähnte in diesem Zusammenhang die Aussage Szalays, dass er es für vorstellbar halte, den historischen Ausdruck "Kirche" aufzugeben.

Wer neuer Kirchenstaatssekretär werden soll, ist derzeit noch unklar. In den postkommunistischen Ländern Osteuropas spielt ein Kirchenstaatssekretär eine politisch - derzeit noch - bedeutende Rolle, weil der Kommunismus noch immer viele ungelöste Fragen hinterlassen hat. Das betrifft vor allem das kirchliche Schulwesen, die Rückgabe von Kirchengütern sowie kirchliche Sozialeinrichtungen.



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