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Antiisraelische Demonstrationen zeigen blanken Antisemitismus

15. Juli 2014 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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In Nordrhein-Westfalen kann man auf Demonstrationen neben „Allahu Akbar“-Rufen auch hören: „Kindermörder Israel“, „Hamas, Hamas – Juden ins Gas“, „Stopp Juden“. Im Protest gegen Israel vereinigen sich Neonazis, Linke und Islamisten


Düsseldorf (kath.net) Fast jeden Tag finden in Nordrhein-Westfalen derzeit antiisraelische Demonstrationen statt, wie die überregionale Tageszeitung „Die Welt“ berichtete. In der Nacht zum Freitag zogen beispielsweise rund 100 Demonstranten durch die Innenstadt von Essen und konnten nur durch Polizeieinsatz daran gehindert werden, die Alte Synagoge in der Innenstadt anzugreifen. Während der Demonstration hörte man „Allahu Akbar“-Rufe. In derselben Nacht hörte man in Bochum den Ruf „Kindermörder Israel“ und in Gelsenkirchen „Hamas, Hamas – Juden ins Gas“.

Nach Darstellung der „Welt“ gehen offenbar viele Muslime auf die Straße, um gegen Israel zu protestieren. Vorläufiger Höhepunkt sei eine Demonstration in Dortmund am Samstagnachmittag gewesen, bei der 2.000 Menschen gegen Israel demonstrierten. Auf Transparenten stand u.a.: „Stopp Juden“, über einem Davidsstern stand der Schriftzug „Der Stern des Teufels“. Der Dortmunder Demonstration hatten sich mehrere Mitglieder der Neonazi-Partei „Die Rechte“ angeschlossen.

Neben den Neonazis hatte sich nur eine einzige weitere Partei auf die Seite der antiisraelitischen Demonstranten gestellt: Die Linkspartei in Nordrhein-Westfalen. Sie erklärte am Samstag in einer Pressemeldung, sie unterstütze diese Demonstrationen, „die von der palästinensischen Gemeinde organisiert werden und bieten dabei unsere Mitarbeit an“.


Der Jugendverband der Linkspartei Solid löschte auf seiner Facebook-Seite Hitlerbilder und antisemitische Parolen, die möglicherweise durch Islamisten und Rechtsradikale eingestellt worden waren, erst auf medialen Druck.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber erklärte daraufhin gegenüber der „Bild“: „Diese Postings sind an Geschmacklosigkeit, Menschenverachtung und Geschichtsvergessenheit nicht zu überbieten. Ich fordere die Familienministerin auf, die angekündigten Zahlungen an die Linkspartei-Jugend umgehend einzustellen. Solche antisemitischen Umtriebe dürfen nicht mit Steuergeldern unterstützt, sondern müssen gesellschaftlich geächtet werden.“

„Wir erleben, dass sich Islamisten, Linksextreme und rechte Neonazis auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner, ihrem Hass auf Israel, verbünden“, sagte dazu die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, gemäß Pressemeldung der „Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern“. Knobloch zeigte sich entsetzt über die Demonstranten, die geschickt suggerierten suggerierten, „sich für Menschenrechte einzusetzen. In Wahrheit wird widerlichste islamistische, antizionistische Hass-Propaganda verbreitet. Diese findet tragischerweise in Deutschland einen hallenden Resonanzboden. Der antiisraelische Mainstream in unserem Land hat ein unerträgliches Niveau erreicht. Was hier passiert, hat mit legitimer Kritik an der israelischen Regierung, der Armee oder an einzelnen Extremisten nichts zu tun. In den Demonstrationszügen werden massenhaft Hitler-Glorifizierungen, Holocaust-Relativierungen sowie Aufrufe zu Hass und Gewalt gegen Juden und den jüdischen Staat skandiert. Das ist blanke Menschenverachtung. Das ist lupenreiner Antisemitismus, der gesellschaftlich geächtet werden muss.“

Knobloch brachte ihre Angst zum Ausdruck: „In mehreren Ländern Europas kam es bereits zu gewalttätigen Demonstrationen und antisemitischen Übergriffen. Juden trauen sich vereinzelt kaum noch auf die Straße. Ich will nicht erleben, dass sich die Situation auch in Deutschland weiter zuspitzt. Auch die Politik muss auf die antiisraelische Stimmungslage endlich reagieren. Hassparolen wie 'Juden ins Gas' in einem Atemzug mit 'Allah u akbar' dürfen auf deutschen Straßen nicht toleriert werden. Angesichts derartiger verbaler Exzesse ist es nur eine Frage der Zeit, dass auf jüdische Menschen und Einrichtungen auch in Deutschland Anschläge verübt werden. Schon am Wochenende wurde gemeldet, dass Synagogen geschändet wurden. Das hat mit Israel nichts zu tun. Hier entlädt sich blanker Judenhass.“

Artikel in der „Welt“: Linke und Rechtsextreme protestieren gegen Israel

Pressemeldung der „Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern“ Israelhass in Deutschland. Knobloch entsetzt über antiisraelische Demonstrationen: “Lupenreiner Antisemitismus”.

Rabbi Abraham Skorka, Freund von Papst Franziskus, zeigt eine Thorarolle, die 1938 von jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland gerettet wurde



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