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Patriarch Sako: 'Feilschen um Macht, während das Land brennt'

12. August 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Oberhaupt der chaldäischen Kirche im Irak kritisiert angesichts wachsender Flüchtlingsnot Parlament in Bagdad, aber auch zögerliche US-Politik


Bagdad (kath.net/KAP) Kritik sowohl an der zögerlichen US-Politik als auch am Zaudern des Parlaments in Bagdad hat der wichtigste christliche Führer im Irak, der chaldäische Patriarch Louis Raphael I. Sako (Foto) geübt. Die Entscheidung von Präsident Barack Obama, US-Luftschläge nur zur Verteidigung der kurdischen Hauptstadt Erbil (Arbela) und der Sinjar-Region vorzusehen, sei "enttäuschend". Dies werde nicht zur Befreiung von Mossul aus den Händen der Jihadisten führen, sagte Sako laut einer Aussendung der Stiftung "Pro Oriente". Er forderte die Vertreibung der IS-Milizionäre aus Mossul und aus der Ninive-Ebene mit ihren zahlreichen christlichen Kleinstädten und Klöstern und formulierte erneut einen dramatischen Hilfsappell für die von den islamistischen IS-Milizionären vertriebenen Christen.

Verärgert zeigte sich Sako angesichts der wachsenden Flüchtlingsnot über die von den Amerikanern verlangte Zusammenarbeit zwischen der offiziellen irakischen Armee und kurdischen Peschmerga-Einheiten. Unverständlich sei auch, dass die Einigung auf einen neuen irakischen Regierungschef Voraussetzung für militärische Hilfe seitens der USA sein solle. Dem Parlament in Bagdad warf der Patriarch seine Unfähigkeit vor, sich auf einen neuen Regierungschef zu einigen; die entsprechende Sitzung wurde auf den 12. August verschoben. "Während das Land lichterloh brennt, feilschen sie um die Machtverteilung", empörte sich Sako.


Die Nachrichten aus den Kleinstädten und Dörfern der Ninive-Ebene bezeichnete Sako als "tragisch". Die Kirchen seien "verwaist und entweiht", fünf Bischöfe hätten ihre Bischofssitze verlassen müssen, Priester, Mönche und Nonnen könnten ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Die zügellose Gewalttätigkeit der IS-Milizionäre habe zahllose Dokumente und Manuskripte zerstört, von denen manche 1.500 Jahre alt waren.

Nach Angaben des Patriarchen haben in Ankawa, der christlichen Vorstadt Erbils, rund 70.000 christliche Flüchtlinge Zuflucht gefunden, in der Distriktshauptstadt Dohuk weitere rund 60.000. Andere Flüchtlinge hätten sich nach Kirkuk, Suleimaniah oder bis nach Bagdad durchgeschlagen.

Wörtlich stellte der chaldäische Patriarch fest: "Tod und Krankheit bemächtigen sich der Alten und der Kinder. Die Leute brauchen Unterkünfte, Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente, aber die mangelnde Koordination der Hilfen der internationalen Gemeinschaft wirkt sich negativ aus. Die Kirche bietet alles auf, was ihr möglich ist."

Generell sei die Lage der Flüchtlinge dramatisch und lasse eine noch schrecklichere Katastrophe befürchten. Der Patriarch dankte für die Hilfe des internationalen Hilfswerks "Kirche in Not", das am 8. August neuerlich 100.000 Euro für die christlichen Flüchtlinge im Irak zur Verfügung gestellt hat.

Spendenmöglichkeit für Irak via „Kirche in Not“!

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Der Brief von Patriarch Sako über die verzweifelte Lage im Irak


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto: © Rome Reports (Screenshot)


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Lesermeinungen

 speedy 12. August 2014 
 

das eigentliche ziel ist die Destabilisierung des nahen Ostens- vielleicht sind die Depots der Waffen Lieferanten übervoll, und brauchen platz für die neuen intelligenten Waffen, es ist nur ein Gedanke von mir, der mir beim lesen des Artikels kam, denn wenn jemand in Seenot ist, wirft man ihm doch einen rettungsringzu oder hilft ihm sofort- scheinbar wird gerade darüber diskutiert ob der Rettungsring keine Giftstoffe enthält, und somit keine Gefahr für die Umwelt ist


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