Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  6. Kirche im Verfall
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  9. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  14. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  15. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'

Der Weg Jesu: wer Fehler gemacht hat, muss begleitet werden

7. September 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die ‚correctio fraterna’ – gegenseitiger Dienst der Liebe und Gemeinschaft in der christlichen Gemeinde. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am 23. Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet beschäftigte sich Papst Franziskus mit dem Tagesevangelium (Mt. 18,15-20), das von der „correctio fraterna“, der brüderlichen Zurechtweisung in der Gemeinschaft der Gläubigen handelt: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner“ (V. 15-17).

Die Etappen dieses Weges zeigten die Anstrengung, die der Herr von seiner Gemeinde fordere, um den, der einen Fehler mache, zu begleiten, damit er sich nicht verliere. Vor allem müsse das Geschwätz in der Gemeinde vermieden werden: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht“. Diese Haltung sei jene der Diskretion, der Klugheit, der Demut und der Aufmerksamkeit demgegenüber, der sich eine Schuld zukommen lassen habe, um zu vermeiden, „dass die Worte den Bruder verletzen oder töten können“. Gleichzeitig habe diese Diskretion das Ziel, den Sünder nicht unnötig zu beschämen. Dem Bruder müsse geholfen werden, sich dessen bewusst zu werden, was er getan habe, und dass er mit seiner Schuld nicht einen, sondern alle beleidigt habe. Zorn und Bitterkeit des Herzens müssten vermieden werden: „Beleidigen ist nicht christlich!“


Vor Gott „sind wir alle Sünder und bedürfen der Vergebung“, so Franziskus. Jesus habe nämlich geboten, nicht zu urteilen. So sei die „correctio fraterna“ ein Aspekt der Liebe und der Gemeinschaft, ein gegenseitiger Dienst, den sich die Christen einander schuldeten. Dies sei nur möglich und wirksam, wenn man sich selbst als Sünder und der Vergebung des Herrn bedürftig erkenne.

Aus diesem Grund seien wir zu Beginn einer jeden Messe eingeladen, vor dem Herrn zu bekennen, dass wir Sünder sind, und mit den Worten und Gesten aufrichtige Reue im Herzen zum Ausdruck zu bringen. Der Heilige Geist spreche so zu uns und lasse uns unsere Schuld im Licht des Wortes Jesu erkennen. Jesus selbst lade uns alle ein, Heilige und Sünder, zu seinem Tisch zu kommen. Zwei Dinge, die allen Teilnehmern an der Messe gemeinsam seien, seien wichtig: „Alle sind wir Sünder und allen schenkt Gott sein Erbarmen“. Daran müsse man sich immer erinnern, bevor man zum Bruder gehe, um ihn zurechtzuweisen.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an die Fortschritte, zu denen es im Konflikt in der Ukraine gekommen sei. Trotz der heutigen wenig zufriedenstellenden Nachrichten sprach Franziskus die Hoffnung aus, dass diese die Bevölkerung erleichtern und einen Beitrag zu den Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden leisten könnten: „Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!“.

Der Papst segnete dann einen Konvoi des italienischen Roten Kreuzes, der heute in den Irak in die Gegend von Erbil aufbricht, um den Vertriebenen, Flüchtlingen und Opfern des Krieges zu helfen.

Abschließend forderte Franziskus alle auf, am morgigen Festtag der Geburt Marias der Mutter alles Gute zum Geburtstag zu wünschen und ein Ave Maria zu beten.

Video in voller Länge



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. Kirche im Verfall
  8. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  9. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  12. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  15. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz