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18 Kardinäle bei Seligsprechung von Bischof Portillo

27. September 2014 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Papst Franziskus hebt in Botschaft zur Seligprechung des Opus-Dei-Prälaten die zahlreichen Projekte hervor, die der neue Selige "aus Liebe zu Gott und zum Nächsten förderte".


Madrid (kath.net/ KAP)
In einer großen Feier mit insgesamt 18 Kardinälen aus der Weltkirche ist am Samstag in Madrid Bischof Alvaro del Portillo y Diez de Sollano (1914-1994), Opus-Dei-Prälat und Nachfolger des Opus-Dei-Gründers Josemaria Escriva, seliggesprochen worden. Papst Franziskus sandte eine Botschaft, die zu Beginn der Zeremonie im Valdebebas-Park im Osten der spanischen Metropole verlesen wurde. Auch mehrere Regierungschefs aus lateinamerikanischen Ländern nahmen an der Seligsprechung des gebürtigen Madriders teil.

An Bischof Alvaro, dem neuen Seligen, steche besonders "seine Liebe zur Kirche hervor, der er aus ganzem Herzen ohne Eigennutz" diente, hervor, schreibt der Papst: "Nie klagte er oder kritisierte er, nicht einmal in sehr schwierigen Momenten. Seine Antwort war - wie er es vom heiligen Josemaria gelernt hatte - Gebet, Verzeihen, Verständnis, aufrichtige Nächstenliebe."

Papst Franziskus hebt in der Botschaft die zahlreichen Projekte der Evangelisierung hervor, die der neue Selige "aus Liebe zu Gott und zum Nächsten gefördert" habe. Die Botschaft seines Lebens sei klar: "Er fordert uns auf, dem Herrn zu vertrauen, der unser Bruder ist, unser Freund, der uns nie enttäuscht und der immer an unserer Seite ist."

Der neue Selige zeige, dass es wichtig sei, "keine Angst zu haben, gegen den Strom zu schwimmen und auch für das Evangelium zu leiden". Del Portillos Vorbild lehre auch, dass "wir in unserem einfachen alltäglichen Leben einen sicheren Weg der Heiligkeit finden können".


Der Papst verweist auf die Wurzeln des Opus Dei und Del Portillos in der Madrider Ortskirche. Der spätere Opus-Dei-Prälat habe "hier in Madrid den heiligen Josemaria kennengelernt, der ihn lehrte, sich jeden Tag mehr in Christus zu verlieben. Ja, sich in Christus zu verlieben - das ist der Weg der Heiligkeit, den jeder Christ durchlaufen muss", so Franziskus.

Er erinnert schließlich an ein Stoßgebet Portillos, das auch ihn, Franziskus, überaus beeindrucke: "Danke; Verzeih mir; Hilf mir weiterhin".

Die Seligsprechung wurde vom Präfekten der zuständigen vatikanischen Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, vorgenommen. Konzelebranten waren unter anderen die Kardinäle Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, Jean Louis Pierre Tauran, Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Robert Sarah Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum" sowie Stanislaw Rylko Präsident des Päpstliche Rates für die Laien. Auch Bischöfe aus mehr als 30 Ländern, darunter Klaus Küng (St. Pölten), waren Mitfeiernde.

Rechtsform der Personalprälatur: König half

Alvaro del Portillo schloss sich bereits in den 1930er-Jahren der jungen Bewegung Escrivas an. Nach seiner Priesterweihe 1944 ging er nach Rom, wo er neben verschiedenen Aufgaben in der Kurie auch am Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) teilnahm. Als für das Opus Dei, das seit 1950 ein Säkularinstitut war, 1982 eine neue Rechtsform - die sogenannte Personalprälatur - geschaffen wurde, ernannte Johannes Paul II. Del Portillo zum ersten Prälaten. 1991 weihte der polnische Papst den Spanier zum Bischof.

Der Seligsprechungsprozess für Bischof Alvaro del Portillo wurde 2004, zehn Jahre nach seinem Tod, eröffnet. 2012 schloss Papst Benedikt XVI. die Prozessphase zur Prüfung seines Lebens und Wirkens mit einem Dekret ab, das den heroischen Tugendgrad erklärte. Am 5. Juli 2013 anerkannte Franziskus ein Wunder auf Fürsprache Portillos und gab damit grünes Licht für eine Seligsprechung.

Kommenden Dienstag findet in der römischen Papst-Basilika San Giovanni in Laterano eine Dankmesse für die Seligsprechung statt. Sie wird von Kardinal Agostino Vallini zelebriert, dem Stellvertreter des Papstes in der Diözese Rom. Am Mittwoch empfängt Papst Franziskus Teilnehmer der Feier im Rahmen seiner Generalaudienz.

Die Sprecherin des Opus Dei in Österreich, Susanne Kummer, hatte im Vorfeld der Feier inn Madrid "Kathpress" gegenüber an die Kontakte Portillos mit Kardinal König, "einen guten Freund", erinnert: "Zwischen Oktober 1978 und November 1982 unternahm Del Portillo acht kurze Reisen nach Österreich, um Rat und Unterstützung bei Kardinal König zu suchen. Sie kannten einander von gemeinsamen Arbeiten beim Konzil." König habe die tiefe Laienspiritualität interessiert, die Josemaria Escriva schon seit 1928 zu seinem Anliegen gemacht habe.

Das Konzil habe dann deutlich herausgearbeitet, "dass die Laien nicht 'Lückenbüßer für den fehlenden Klerus' sind, sondern einen 'eigenen Auftrag der Mitverantwortung für die gesamte Kirche' hätten", zitierte Kummer Kardinal König aus dem Jahr 2002, anlässlich der Heiligsprechung des Opus Dei-Gründers.

Dem Opus Dei gehören weltweit ca. 90.000 Katholiken an. "Kerntruppe" sind die 16.000 "Numerarier". Sie sind Laien, die unverheiratet bleiben, wobei jedoch ein Teil von ihnen in Kommunitäten lebt.

Weiterführender Link: Christoph Bockamp, Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland: „Alvaro del Portillo - Begegnungen mit dem neuen Seligen“.

Seligsprechung von Bischof Alvaro del Portillo, Prälat des Opus Dei von 1982 - 1994, in voller Länge mit dtsch. Übersetzung)


Interview mit dem Prälaten des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, Interview mit dem Prälaten des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, über den sel. Alvaro del Portillo und hl. Josefmaria Escrivá


Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 gloriosa 27. September 2014 
 

Danke,

dass es das "Opus Dei" gibt. Danke, für all die Gebete der Mitglieder und alle Aktivitäten für das Weiterbestehen der katholischen Kirche. Leider werden die Mitglieder immer noch oft mit Misstrauen beäugt. Viele kennen kaum jemanden von O.D. und glauben dennoch nur den negativen Nachrichten. Sogar Bischöfe haben teilweise eine vorgefertigte Meinung. Sie machen sich kaum die Mühe, sich selbst einmal mit dem Thema O. D. neutral zu befassen. So wurde im Bistum Magdeburg das Opus Dei sogar aus der Erwachsenenbildung herausgenommen. Man scheute sich aber nicht, kirchenfeindliche Gruppen zu Weiterbildungen ins Bildungshaus einzuladen. Sicher können der hl. Josefmaria und der selige Bischof Alvaro für unsere Bistümer die Gnade erwirken, den Wert des "Opus Dei" zu erkennen.


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