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Roma locuta - Die Synode sagt Nein!

18. Oktober 2014 in Aktuelles, 74 Lesermeinungen
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Die Bischofssynode über Ehe und Familie im Vatikan sagt Nein zu einer liberaleren Linie beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexualität.


Vatikanstadt (kath.net/KNA/red) Die Bischofssynode über Ehe und Familie im Vatikan hat nach zweiwöchigen Beratungen einer liberaleren Linie beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexualität eine Absage erteilt. In der Abstimmung über das Abschlussdokument verfehlten die betreffenden Passagen des Textes am Samstagnachmittag die erforderliche Zweidrittelmehrheit, wie der Vatikan mitteilte. Die Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse erfolgte nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi aus ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus. Lombardi hob hervor, dass es sich nicht um eine lehramtliche Äußerung, sondern nur um ein Arbeitspapier für die weitere Debatte handele.


Über Homosexualität heißt es in dem Textvorschlag unter anderem, dass gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften nicht mit einer Ehe gleichgesetzt werden dürften. Zugleich wird darin gefordert, Personen mit homosexueller Veranlagung mit «Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen und zu behandeln» und eine «ungerechte Diskriminierung» zu vermeiden. Im wesentlichen zitiert der betreffende Absatz eine frühere Äußerung der vatikanischen Glaubenskongregation zu homosexuellen Lebensgemeinschaften.

Über wiederverheiratete Geschiedene heißt es in dem Textvorschlag unter anderem, dass eine Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion unter bestimmten Voraussetzungen weiter geprüft werden solle.

Das Abschlussdokument umfasst insgesamt 62 Punkte, drei davon, jene über wiederverheiratete Geschiedene und Homosexualität verfehlten eine Zweidrittelmehrheit. Das Papier enthält keine konkreten Beschlüsse, sondern soll als Grundlage für eine weitere größere Synode zu diesem Thema im kommenden Herbst dienen, an deren Ende definitive Ergebnisse stehen sollen.

Die dritte außerordentlich Bischofssynode endet an diesem Sonntag mit einem Abschlussgottesdienst, den Papst Franziskus zelebriert.


Text der Relatio in italien. Sprache


(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Milara 22. Oktober 2014 
 

Novene - Maria Knotenlöserin

In einem Kommentar hat jemand vorgeschlagen die Novene zu Maria Knotenlöserin zu beten. Da Papst Franziskus dieses Bild aus Deutschland nach Argentinien gebracht hat
(ein paar Infos dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Knotenl%C3%B6serin), wäre es doch sehr passend wenn kath.net Leser im Anliegen der Synode diese Novene (wenn möglich immer wieder während dem Vorbereitungsjahr) beten.
Ich weiß nicht, wieviele kath.net Leser es insgesamt gibt, aber ich kann mir vorstellen, dass es schon sehr viele sind und diese alle im gemeinsamen Gebet vereint, können sicherlich viel bewirken!
Hier findest sich zB eine Version: http://www.heilig-blut.com/index.php?plink=maria-knotenloeserin-gebete

Bzgl. Novenen... weiß zufällig jemand, ob es im deutschsprachigen Raum eine ähnliche HP gibt wie www.praymorenovenas.com?
Finde dieses Service genial. Bekomme ca. 1x/Monat jeden Tag den Novenentext per Email. Ist am Smartphone gut zu lesen und somit leicht regelmäßig Novenen zu beten.


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 Maulwurf 21. Oktober 2014 

@ Kant

Gerne schließe ich mich den anerkennenden Worten von Benedetto05 an.

Ihre gelungene Fußball-Allegorie möchte ich noch ergänzen: Gut dass der "Top-Stürmer der Barmherzigkeits-Mannschaft" noch kurz vor Spielende durch ein krasses Foul an den afrikanischen Spielern der Wahrheits-Mannschaft negativ auffiel - was einem Eigentor gleichkam.


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 Adson_von_Melk 21. Oktober 2014 

"Am Ball bleiben" ist jedenfalls eine viel sympathischere Metapher als "die Fäuste oben lassen"

Zu Ihrem Posting @Suarez: Ich glaube immer noch, dass Sie das zu schwarz sehen. Ich traue allen Betiligten den guten Willen zu in diesem Ringen um die Frage "Was tun", und natürlich auch ehrliche Sorgen.

Da ist einerseits die Sorge um eine Aufweichung oder Verwässerung der Lehre, etwas das nur sehr schwer wieder korrigiert werden könnte. Da ist andererseits die Sorge - und die hat zB. auch den Sel. Paul VI. anlässlich von Humanae Vitae umgetrieben - den Menschen allzu schwere Lasten aufzuerlegen und sie gerade so der Kirche zu entfremden. Auch diese Sorge ist berechtigt. Denn wer das tut lädt eine nciht geringere Verantowrtung auf sich als der allzu Nachsichtige.

In diesem Spannungsfeld haben sich bisher vor allem die Gemeindepriester vor Ort bewegt, jetzt in der Synode wurde das auf der höchsten Ebene diskutiert, und zwar viel offener als bisher.

Manche haben wie man sieht schon das als schwere Bedrohung aufgefasst, Freimut ist m.E. aber auf die Dauer besser.


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 benedetto05 21. Oktober 2014 
 

Wunderbare Allegorie

@kant
Wunderbare und bis ins Detail (Testspiel,
Top-Stürmer) zutreffende Allegorie. Ich
denke und hoffe mal, dass Ihr Bild nicht
von einem Anstands-Wau-Wau angeklefft wird.


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 Kant 20. Oktober 2014 

Richtig @benedetto05: am Ball bleiben!

Ich kann die Freude über das Ergebnis dieses Hinspiels nicht ganz teilen. M. Er. steht es 1:1, wobei die Wahrheits-Mannschaft ganz offensichtlich einen Rückstand aus der 1. Halbzeit aufholen mußte. Das zeigt, daß sie im Augenblick noch stärker ist als die Barmherzigkeits-Mannschaft, und wahrscheinlich sogar gewonnen hätte, wenn nicht mit unfairen Mitteln gekämpft worden wäre (Redaktion der Zwischen-Relatio durch und Berufung von Vertreter der Barmherzigkeits-Mannschaft). Aber das will nichts sagen, denn die Barmherzigkeits-Mannschaft ist deutlich besser organisiert und ausgestattet und in Sachen Taktik versierter. Und ... mir scheint der „Schiedsrichter“ ist nicht ganz unparteiisch. Er hat dem Top-Stürmer der Barmherzigkeits-Mannschaft - honi soy ... - in einem Test-Spiel eine erstklassige Vorlage gegeben und ihm beste Zeugnisse ausgestellt („knieende, profunde Theol“). Wie das Finale im Okt. 15 ausgeht, ist m. Er. keineswegs ausgemacht. Deshalb: richtig @benedetto05: am Ball bleiben!


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 benedetto05 20. Oktober 2014 
 

Fäuste oben lassen Teil 4

abgetrotzt wurde. Oder die Dreistigkeit von zahlreichen Theologen (auch wieder
im deutschen Sprachraum) auf den Missbrauchsskandal 2010 mit einem Memorandum
zu reagieren (Anfang 2011), wo genau die althergebrachten Modernistenforderungen
wieder aufgewärmt und am Köcheln gehalten wurden. Das nenne ich: Kir-
chenpolitik, die die Missbrauchsopfer noch einmal missbraucht hat. Letzte Beispiele: die zahlreichen Ungehorsamsinitiativen von modernistischen Priestern
und Diakonen (Bistümer Freiburg, Köln und in Österreich)und wer hat nicht noch
die Intrigen des aalglatten Frankfurter Stadtdekans und des sogenannten Hof-
heimer Kreises in Erinnerung, die sich mit FAZ-Decker die Bälle (wie im Trai-
ning 1000x geübt) gegen TvE hin und her spielten.
Nicht zuletzt muss ich hier auch diejenigen nennen, die in ihren Statements
immer suggerieren, daß das Problem der WvG in der Katholika ein Massenproblem
von unaufschiebbarer Dringlichkeit wäre (Ackermann, Bode, Zollitsch, Marx).


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 gertrud mc 20. Oktober 2014 
 

@Trierer

Volle Zustimmung zu Ihrem Posting! Bei manch anderen muss man sich nämlich fremdschämen. Es gibt keine Barmherzigkeit ohne Wahrheit, aber auch keine Wahrheit ohne Barmherzigkeit!


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 benedetto05 20. Oktober 2014 
 

Die Fäuste oben lassen Teil 3

@Adson und @trierer
Das von mir verwendete Bild der erhobenen Fäuste ist selbstverständlich kein Auf-
ruf zur Anwendung körperlicher Gewalt oder unlauterer Methoden. Ich denke, jeder der meinen Kommentar mit einem Minimum an Redlichkeit gelesen hat, kommt nicht auf solche abwegigen Gedanken.
Dass es bei der Synode um einen heftigen geistigen Kampf geht, ist jedoch unüber-
sehbar. So hat etwa der polnische Episkopatsvorsitzender nach dem Zwischenbericht
in beeindruckender Manier "die Fäuste hoch genommen" und den Modernisten den Kampf angesagt. Und in dieser Weise habe ich das auch für uns (kathnet-kommentatoren)ge-
meint: auf jedwede offene oder versteckte Angriffe auf die Glaubenslehre müssen
wir in Wort und in der Art wie wir das Leben angehen, überzeugend antworten können.

Es gibt aus der Vergangenheit zahlreiche Beispiele für unlautere Methoden von Seiten der Modernisten. Beispiele gefällig: Die Art und Weise, wie die Hand-
kommunion im deutschsprachigem Raum dem Papst


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 leibniz 20. Oktober 2014 
 

Lebenswirklichkeit

Lieber theostudent,
erklären Sie mir bitte den Begriff "Lebenswirklichkeit". Denn für mich ist das eine Worthülse. Warum?
Ganz einfach: Es ist doch eine Binsenweisheit, dass die Lebenswirklichkeit vieler Menschen vom Evangelium meilenweit entfernt ist.
Nehmen wir die Wirtschaft. Was gehen Unternehmer mit ihren Angestellten um? In welchem Verhältnis stehen die Managergehälter zu den Gehältern von schwer arbeitenden Menschen? Zwischen der Lebenswirklichkeit und den Anforderungen des Evangeliums liegen Welten. Soll die Kirche jetzt "offen" werden für die Lebenswirklichkeit der Manager, die vielleicht noch korrupt sind und sagen: Ist nicht so tragisch?
Diese Beispiele lassen sich endlos vermehren. Wenn man so wie Sie argumentiert, muss man konsequent sein und überall die Lehre der Kirche der Lebenswirklichkeit anpassen. Und nun widerlegen Sie mich bitte, wenn Sie können!


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 Trierer 20. Oktober 2014 

Ehe und Familie, ja bitte! Überheblichkeit, nein danke!

Diejenigen, die hier mit "Fäusten" argumentieren oder selbstherrlich "Exkommunikationen" glauben verkünden zu sollen, bitte mal einen Gang zurückschalten. Wir sind weder im Boxring, noch hat auch nur einer hier irgendeine Berechtigung irgendjemanden aus zu schließen. Unsere Kirche hat bewusst sehr hohe Hürden und lange Prüfung vor solch eine "Ultima Ratio" gelegt. Dies sollte auch in unserem Reden Beachtung finden. Nur zur Klarstellung, ich hoffe und bete, dass die bestehende Lehre zu Ehe und Homosexualität so erhalten bleibt, wie sie immer war. Allerdings fehlt mir die Kaltschnäuzigkeit, denen die diesem Anspruch nicht zu genügen vermögen, die Tür zu weisen. Den "Schriftgelehrten" in diesem Forum wünsche ich wahrhaftig nicht, jemals in eine solche Lebenskrise zu geraten. Aber wenigsten den Versuch des Verständnisses für Betroffene aufzubringen, ist vielleicht doch einem kath.Christen zumutbar, dem der Herr solch schwere Prüfungen erspart hat. Gut,dass der "erste Stein" so schwer ist!


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 leibniz 20. Oktober 2014 
 

Widersprüche und "messen mit zweierlei Maß"

Lieber theostudent,
bitte lesen Sie sich noch einmal in Ruhe durch, was Sie geschrieben haben:
Einerseits soll die Unauflöslichkeit der Ehe unumstritten sein, andererseits soll die Auflösung keine Folgen haben.
Damit ist doch ersteres aufgegeben oder nicht?
"Die Kirche ist offen für alle" - hört sich gut an.
Stimmt das auch? Ist die Kirche offen für verlassene Ehefrauen mit mehreren Kindern? Wer kümmert sich um diese? Wo ist die pastorale Begleitung?
Ist die Kirche offen für die Begleitung Sterbender, dementer alter Menschen usw.
Ich kann ihnen aus Erfahrung sagen, dass der Pfarrer nicht einmal kommt, um die Krankensalbung zu spenden.
Bleibt die Kirche für mich offen, wenn ich keine Kirchensteuer mehr zahlen will, weil ich mit der Verwendung derselben nicht einverstanden bin?


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 Zarah N 20. Oktober 2014 
 

@Silas was Sie fordern ist keine Demut sondern Papolatrie und Sie biegen es sich wie Sie es brauchen

Was Sie fordern ist nicht Demut sondern blinden Kadaver-Führer-Gehorsam und das ausschließlich gegenüber dieser Synode und diesem Papst während sie alle Aussagen aller Aposteln,Kirchenväter als bloße Meinung abtun.Das bei dieser Synode andere wieder-christliche Geister und Kräfte am Werk war ja wohl nicht zu übersehen. Eine fast 2000 Jahre alte Lehre als Vöglei im Kopf zu bezeichnen und als eigene Meinung abzutun zeugt nicht gerade von Demut. Sie stellen willkürlich "das meines Erachtens,das meiner Meinung nach, das wir müssen uns an die Lebenswirklichkeit anpassen" von Kardinälen als Entscheidung des Heiligen Geist und unfelbares Wort Gottes hin. Wenn Papst und Bischofssynode entscheiden das,was Gott Sünde nennt,keine Sünde ist und sich somit im Widerspruch zu Christus,Bibel, Apostel stellen,dann ist es sogar die Pflicht aller Katholiken diese Entscheidung zu widersprechen.Der Heilige Geist ist immer pro Jesus, pro Bibel und pro Aposteln, er widerspricht Gott und sein Wort nicht.


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 Suarez 20. Oktober 2014 

@Adson_von_Melk - Es wird doch gar nicht um die Wahrheit gerungen!

Vielmehr sollen Positionen gegen die Lehre durchgesetzt werden, die die schon erkannte Wahrheit revidieren, also hinter das zurückgehen, was die Kirche längst als Wahrheit erkannt hat.

Wie man ein solch destruktives Ringen um die ideologische Deutungshoheit gegenüber der Wahrheit der Lehre als aufrichtiges Bemühen um Erkenntnis ausgeben kann, ist mir schleierhaft, genauso wie die Hybris der "Neuerer", erst heute sei ansatzweise Barmherzigkeit in die Kirche eingekehrt und alle Päpste vor Franziskus die reinsten Despoten, die den Menschen nur schlimmste Lasten auferlegt hätten.

Mich stört dieses selbstgefällige Gerede von dem Ringen um die Wahrheit, was genau nicht beabsichtigt ist. Es ist ganz deutlich - und Kardinal Kasper hat es nochmal durch sein Verhalten gegenüber den afrikanischen Bischöfen und seine anschließende Rechtfertigung bekräftigt - dass die Lehre in fundamentalen Bereichen aufgehoben werden soll, um die Kirche dem Zeitgeist anzudienen. Wahrheit stört da nur.


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 Stiller 20. Oktober 2014 
 

@nabru

Des Lesens mächtig sein können, bedeutet auch verstehen zu können.
Nie käme ich auf die Idee, Menschen als schäbig zu bezeichnen. Wohl aber Außerungen von Menschen.

Mit derartig billiger Rabulistik, Gesagtes mit Personen gleichsetzen zu wollen, habe ich nichts zu tun.
Denn in diesem Augenblick wäre jede Diskussion völlig überflüssig, denn mit Menschen, die ich nicht achtete, brauchte ich nicht zu diskutieren, nähme ich sie ja gar nicht ernst und schon gar nicht ihre Äußerungen.


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 Maulwurf 20. Oktober 2014 

@ Wandersmann @ nabru

Der Hinweis auf Mt 18.15-17 "Jesus selbst hat jene ausgeschlossen und sie als Heiden und Zöllner bezeichnet, die als Sünder nicht auf die Gemeinde (=Kirche, Lehre der Kirche) hörten" ist zwar richtig. Aber
... eine andere Lesart ist doch, dass Jesus dort vor allem vorgibt, nicht vorschnell auszuschließen und gestuft vorzugehen. Im individuellen Gespräch und eben nicht pauschal. Wird das getan?

Wenige Zeilen zuvor in Mt. 18 heißt es auch "Wenn dich deine Hand oder dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg!" "Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg!" Tut das jemand der hier mitschreibenden und -lesenden in dieser Konsequenz?

Es ist für mich auch ein Unterschied, ob die Kirche als Ganzes ihre Lehre verkündet und daran festhält (wofür ich bin) oder ob einzelne Gläubige in zufriedener Selbstgerechtigkeit - wie es scheint - andere aus unserer Kirche ausschließen wollen.

"Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet"


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 Adson_von_Melk 20. Oktober 2014 

Na, was bin ich heute froh

dass nicht @romtreu01 bestimmt wer zur Kirche gehört und nicht @nabru, wie der theologische Nachwuchs auszusehen hat. Wobei @nabru als studierter Theologe wenigstens weiß, dass die Sünder immer noch zur Kirche gehören. Jede gegenteilige Behauptung wäre 'hairesis' in einem ziemlich wörtlichen Sinn.

Gerade ein Theologe sollte wissen, dass eine theol. Debatte nicht durch Verketzerung des Gegners kurzgeschlossen werden sollte, sondern bis zum Ende ausgetragen werden muss. (Nur sehr selten wird dann wirklich eine Trennung ausgesprochen.) Und für den Priester @nabru sollte sich der gewählte Tonfall meiner Meinung nach verbieten.

@Wandersmann
Mir ist bei den Diskussionen der letzten Wochen auch nicht wohl, besonders wenn ich an die Einheit der Kirche denke. Aber meinen Sie angesichts der Kirchengeschichte ernsthaft, man muss um nichts mehr ringen? Hm!

Vielleicht ist es ja auch so, dass manche beim Anblick eines ungewöhnlich gebundenen Blumenstraußes zu schnell die Nerven verlieren?


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 wandersmann 20. Oktober 2014 
 

@Maulwurf @Stiller

Franz von Sales


So ist es auch mit den Unterweisungen für das geistliche Leben. Alle Diener Gottes tragen in ihren
Predigten und Schriften die gleichen Lehren über die Frömmigkeit vor; unter der Leitung des
Heiligen Geistes bringt sie aber jeder in anderer Anordnung und Zusammenstellung. Bei völlig
gleichbleibender Lehre sieht daher die Darstellung immer wieder anders aus und wirkt auch anders.
Auch ich will in dieser Anleitung das gleiche sagen wie meine Vorgänger, die über diesen
Gegenstand schrieben. Ich biete Dir, lieber Leser, dieselben Blumen an wie sie. Mein Strauß wird
aber anders aussehen, weil ich die Blumen anders zusammengestellt habe.

Etwas anderes kann die Kirche, der Papst, ein Konzil oder eine Synode nicht machen. Alles andere ist vom Teufel.
Es gibt keine neuen Blumen, die wir noch nicht kennen. Der Heilige Geist überrascht uns aber immer wieder mit neuen Sträußen.

Die Kirche kennt kein Ringen um neue Blumen und Wahrheiten.


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 Cyprianus 20. Oktober 2014 

Paradoxie der Erkenntnis

Die Süddeutsche Zeitung schreibt unter der Überschrift: Katholische Kirche verfehlt grundlegende Öffnung (18.10.):
„Überraschende Entscheidung nach liberalem Zwischenbericht:
Es war erwartet worden, dass die Kirche eine neue Haltung gegenüber Homosexuellen und wiederverheirateten geschiedenen Eheleuten einnehmen könnte … bla bla bla … Doch diese Erwartung erfüllte sich nicht.“
Worin liegt jetzt in Wahrheit die Überraschung? Dass die positive Erwartung sich nicht erfüllt hat? Nein. Sondern darin, dass sich die falsche Erwartung nicht erfüllt hat. Denn im Hintergrund dieser scheinbar positiven Erwartung stand schon vorher unerkannt/uneingestanden die negative Erwartung, die nun bestätigt wird.
Wer aber freut sich jetzt am meisten? Im Idealfall der, der immer volles Vertrauen auf die Wahrheit hatte, die nun bestätigt wird; weil gerade er am meisten, im Vertrauen auf die Wahrheit – die Gott ist, von der Unwahrheit bedroht war.


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 nabru 20. Oktober 2014 

@ theostudent

Das ist nicht erst der Anfang der Lehre-Relativierung, sondern der Beginn der endgültigen Spaltung, so wie es seinerzeit bei der Reformation war, denn in derselben Pfarre hatte der Kaplan protestantisch und der Pfarrer katholisch gepredigt bis es den „großen Knall“ gab, der sich im Konzil von Trient dann manifestierte. Das habe ich vor mehreren Jahrzehnten im Theologiestudium gelernt und meine dazugehörigen Prüfungen abgelegt. Dann habe ich mein „adsum“ gesprochen, Auf einen Nachwuchs, der solche Ansichten wie Sie vertritt, kann die Hl. Mutter Kirche gern verzichten. Wir brauchen lehramtstreuen Nachwuchs nicht Relativierer, WvG und Homo-Paare sind nie aus der Kirche ausgeschlossen sondern von den Sakramenten weil sie ständig sündigen (siehe KKK, den Sie sicher noch nie in der Hand hatten). Übrigens die Verbreitung von Lügen ist auch eine Sünde, werter Student. Aber vielleicht lernen Sie das doch noch? Mein Post an @ Stiller gilt auch für Sie.


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 nabru 20. Oktober 2014 

@ Stiller

Bevor Sie einen Mitforisten als schäbig bezeichnen, lernen Sie Theologie. Jesus selbst hat jene ausgeschlossen und sie als Heiden und Zöllner bezeichnet, die als Sünder nicht auf die Gemeinde (=Kirche, Lehre der Kirche) hörten (Mt 18.15-17), und so passierte es auch in der Urkirche. Und Karl Rahner hat kurz vor seinem Tod 1984 in einem Interview festgestellt, dass „alle, die nicht mit dem was zum katholischen gehört einverstanden sind, den redlichen Charakter haben sollten, die Kirche, die nicht mehr die ihre ist, zu verlassen und diese nicht zu unterwandern.“ Katholisch sein heißt: Offenbarung, Lehramt und Tradition ohne Wenn und Aber zu akzeptieren und nicht zu relativieren, Der redliche Charakter ist bei vielen Menschen, leider auch bei einem Teil meiner Kleriker-Mitbrüder (den „Modernisten“), in den letzten Jahrzehnten „verschütt-gegangen“.


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 Stephaninus 20. Oktober 2014 
 

Verwirrlich

also für mich als Laien ist es etwas verwirrlich: was heisst dieser Schlussbericht, was heisst das Abstimmungsergebnis und wie wird damit während eines Jahres weiter verfahren und wo setzt man im kommenden Herbst ein. Vielleicht könnte kath.net da gelegentlich etwas Aufklärungsarbeit leisten.


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 Stiller 20. Oktober 2014 
 

@Romtreu01

Mal so 'n bisschen Religionsunterricht nebenbei:

Gebete erhören kann nur Gott.
Heilige können als Mittler und Fürbitter auftreten.

Zitat Romtreu01: "Haltet Euch ans Lehramt oder sucht Euch eine andere Kirche! In unserer Hl. katholischen Kirche ist sonst für Euch bei uns kein Platz!"

Schäbig ist diese Aufforderung.
Schäbig gegenüber denen, die da ringen um die Wahrheit, so die Synodalen und viele Mitbetende um die rechten Entscheidungen.
Schäbig gegenüber Mitchristen in anderen Glaubensgemeinschaften!


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 Stiller 20. Oktober 2014 
 

"@Stiller - Auf dem linken Auge blind?"

schreibt Suarez.

Ich lächle milde.


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 theostudent 20. Oktober 2014 

seid frohen Mutes! Das war erst der Anfang!

Allen, die nicht möchten das unsere katholische Kirche ohne Antworten auf die Realitäten der Gegenwart, im "Abseits der Lebenswirklichkeit" stehen bleibt, will ich sagen, dass diese Synode nur der Anfang war. Das die Ehe schützenswert ist und eine gute Ehe die höchste Form menschlichen Zusammenlebens ist, bleibt unbestritten. Ebenso die Unauflöslichkeit! Aber der Umgang der Kirche mit Wiederverheirsteten und Homosexuellen ist nicht zu Ende diskutiert. Es ist gerade der Anfang! Jetzt ist der Kirche ein Jahr gegeben, um Antworten zu finden. Die Botschaft dabei ist klar formuliert ( zum Leidwesen eines Großteils der Foren-Teilnehmer hier in Kathnet): "Die Kirche ist offen für alle"!
Der Erfolg ist, das diese Botschaft geschrieben steht! Alle strittigen Punkte auf der Synode haben kein "Nein" erhalten, sondern wurden von mehr als der Hälfte der Synodenväter befürwortet. Schulnote also "ausreichend". Jetzt muss dran gearbeitet werden, damit die Note "gut" draus wird. Auf geht's :-)


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 Wiederkunft 20. Oktober 2014 
 

Zufriedem, aber nicht in allen Punkten

Das sagte K. Schönborn auf die Frage ob er mit dem Ausgang der Synode zufrieden sei. Welche Punkte werden das wohl sein?


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 Maulwurf 20. Oktober 2014 

Grundverkehrt

@ Romtreu01
Sie hatten geschrieben "
Den Homos und den Wiederverheiratet Geschiedenen, den Nichtverheirateten Paaren sei nun zugerufen: Haltet Euch ans Lehramt oder sucht Euch eine andere Kirche! In unserer Hl. katholischen Kirche ist sonst für Euch bei uns kein Platz!"

Sorry, aber darüber kann ich nur entsetzt sein. DAS genau ist es nicht, was die Kirche sagt und lehrt (siehe Katechismus). Vielmehr ist diesen Personen mit Respekt und mit besonderer pastoraler Sensibilität zu begegnen. Sag nicht ich, sondern der Weltkatechismus - sinngemäß. Genau solche vermeintlich katholische Aussagen(s.o.) bewirken doch erst, dass der Ruf nach Öffnungen nicht verstummt - sind also kontraproduktiv.
Die Kirche ist nicht und war wohl nicht ein Kirche von Heiligen, sondern immer eine Kirche von Sündern. Genau die - und das sind wir wohl fast alle - brauchen die Kirche. Dafür ist Christus selbst der beste Zeuge.


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 Wiederkunft 19. Oktober 2014 
 

K.Kasper

@Suarez sie haben recht. Wie präpotent ist K. Kasper eigentlich? Zuerst beleidigt er öffentlich seine Mitbrüder, dann lügt er öffentlich und jetzt will er es immer noch nicht zur Kenntnis nehmen, dass eine Zeit vorbei ist! Er sollte seinen Ruhestand endlich in Anspruch nehmen, und die Kirche dem Heiligen Geist und der Mutter Maria überlassen, und viel beten um Barmherzigkeit!


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 Bentheim 19. Oktober 2014 
 

Carl Eugen

Sehen Sie, lieber Carl Eugen, die Tugend der Hoffnung, auf die ich in meinem Posting an Sie in der ersten Woche der Synode setzte, hat sich bewährt. Mein Hinweis, dass die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Quellen zwar authentische seien, aber keine dominierenden bleiben würden, traf zu. Weil ich außerdem der Auswahl und der Gewichtung dieser Nachrichten auch hier nicht vertraut habe, habe Ich mich nicht hetzend, andererseits nicht andere verängstigend an der Diskussion beteiligt. Gesiegt haben für dieses Jahr Gebet und Hoffnung, nicht Angst und Unheilsprophetie!
Mich, lieber Carl Eugen, vergessen Sie ruhig wieder, nicht aber das, was ich ge-schrieben habe!


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 Einsiedlerin 19. Oktober 2014 
 

Nichts Neues unter der Sonne

Das steht doch schon längst alles im Katechismus. Gut so.


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 AlbinoL 19. Oktober 2014 

Spiegel hat Unterschied zwischen Abschlussbotschaft und Relatio Synodi nicht verstanden :)

sie hängen immernoch an der Abschlussbotschaft seit 24 Stunden inklusive weiteren Artikel der von enttäuschten homos redet (wegen der Botschaft). Relatio Synodi wurde´verschlafen bzw. nicht wahrgenommen da Unterschied zwischen Botschaft und Schlussdokument nicht verstanden wurde.


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 AlbinoL 19. Oktober 2014 

Nicht mehr ganz so erfreut totz Mathematik -

Die Relatio basiert auf dem Zwischenbericht der so desaströs war dass man nur die schlimmsten Stellen retten konnte.
Wenn man jetzt aber genau hinsieht:
Es wurde von einer einfachen Mehrheit die Passage zu den Wiederverheirateten als Diskussionswürdig akzeptiert. DH die Befürworter waren wohl wirklich nur ca die 2 von 11 Zirkelgruppen verortet. Nur durch die Formulierung Diskussionswürdig gab es eine einfache Mehrheit von 103 zu 74 bei 4 Enthaltungen.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass ca 20 der 26 vom Papst selbst ernannten Synodenväter auf Kasperlinie waren dann ist diese einfache Mehrheit die sich wie gesagt nur für "weitere Diskussionen" hergibt wohl noch weit geringer. Eine mögliche Zulassung wird von weit weniger akzeptiert. Nimmt man die 20 vom Paspt zusätzlich ernannten Kasperianer weg sogar von sehr wenigen. DARÜBER WEITER ZU DISKUTIEREN IST ALSO NICHT ALS ERKLÄRTER WILLE DER SYNODE ANZUSEHEN. Warum will der Papst es trotzdem bzw warum wird es so verkauft?


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 Wiederkunft 19. Oktober 2014 
 

Einfache Mehrheit

Dank sei Gott, für diese Endentscheidung .Aber dennoch macht Sorge das die strittigen Themen (Homo, WVG) doch eine einfache Mehrheit erhielten. Mehr als die Hälfte stimmten für eine Öffnung! In den ORF News wird K. Max zitiert:" Das Glas ist halb voll, wenn man die Ansprachen des Papstes mit diesen Schlusstexten vergleicht, wäre ein bisschen mehr Aufbruchszenario wünschenswert gewesen. Er sei aber ermutigt, die Debatte weiter zu führen!" Na ja, man beruft sich immer wieder auf den Papst, und aufgeben werden die Reformwilligen leider nicht so schnell!


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 Adson_von_Melk 19. Oktober 2014 

Nur für Protokoll: Die beiden Posting von @benedetto05

finde ich in ihrer Diktion widerwärtig, so wie unten das von @romtreu01. (Ähliches Namensschema übrigens.)

Sehen solche Leute nicht, dass sie ihre Gegner, denen sie Kampagnen zum durchdrücken ihrer Positionen und sogar schäbige Methoden unterstellen, mindestens einholen?

"Die Fäuste oben!" Ach du lieber Gott.

@Suarez:
"Häme, Wut und Herabsetzung sind doch die probaten Stilmittel progressiver Vertreter ..."

Ah so? Und auf der Gegenseite lauter Lämmlein, oder wie?


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 speedy 19. Oktober 2014 
 

liebe Monika mr, und lieber gandalf, danke für ihre hinweise- ich empfinde es so das es weiterhin den versuch gibt, unser Lehramt kaputtzumachen- wenn alles so genderisiert und die Wahrheit verdreht wird- meine frage( und ich bitte um Verzeihung für diesen vergleich ) warum stoppen wir dann noch immer wenn die Ampel rot ist, und fahren bei grün? im Zuge dieser Auflösung der werte, die sich durch jahrhundertlange Bestätigung in ihrer Richtigkeit erweisen ( zb. die 10 gebote)
warum hält man sich dann noch immer an die Verkehrsregeln beim Autofahren? steuert unsere Gesellschaft nicht in eine gewollte Anarchie zu?
vielleicht sollten wir ein jahr lang die novene zu maria knotenloeserin beten, um uns von diesen knoten der Vernichtung unseres Glaubens zu bewahren- in La times? las ich das dieses jahr? noch erin Komet an mars vorbeifliegt- man könnte es als Zeichen deuten- denn mars war ja der kriegsgott bei den Römern, das fiel mir dabei ein


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 Milara 19. Oktober 2014 
 

Verstärktes Gebet in diesem Sinne...

Wir haben in unserer Pfarre mit einer eucharistischen Familienanbetung begonnen, um die Anliegen der Synode im Gebet zu begleiten. 1x/Monat beten Familien vor dem Allerheiligsten. Vielleicht finden sich noch mehr Pfarren, die in dieser stürmischen Zeit gemäß der Vision Don Boscos bei der Eucharistie und der Muttergottes Zuflucht suchen. Vertrauen wir unsere Anliegen der Muttergottes an und sie übernimmt unsere (Medjugorje).
Dazu noch Gebete zu den Schutzengeln der Synodenteilnehmer, damit sie diese stärker im Guten beeinflussen können.


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 Suarez 19. Oktober 2014 

SPIEGEL: Abschlussbotschaft der Familiensynode: Über Homosexuelle kein Wort

"Nach Ansicht des Papstvertrauten Kardinal Walter Kasper war das Treffen ein großen Schritt nach vorn. Definitive Antworten seien jedoch nicht die Aufgabe der Synode gewesen, sagte er der Tageszeitung "Corriere della Sera". "Ich habe den Eindruck, dass wir Synodenväter eine gute Mehrheit erreichen mit einem offenen, aber nicht endgültigen Text." Es bleibe noch ein Jahr Zeit, sagte Kasper mit Blick auf das nächste Treffen 2015. "Man kann nicht alles in Eile machen."

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Das liest sich wie eine Kampfansage!

In gewohnt überheblicher Manier, sagt hier Kardinal Kasper, dass man das progressive Programm schon noch durchziehen werde und sich die progressiven Kräfte lediglich in Geduld üben müssten. Dass Kardinal Kasper damit erneut den heftigen Widerstand afrikanischer Bischöfe einfach durch Nichtbeachtung wegwischt, spricht für sich und für den Geist der Reformer.


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 Suarez 19. Oktober 2014 

@Stiller - Auf dem linken Auge blind?

Häme, Wut und Herabsetzung sind doch die probaten Stilmittel progressiver Vertreter einer Ideologie, die die katholische Glaubenslehre nur noch als Ballast ansehen, den man im Geiste einer allwaltenden abstrakten Toleranz lieber heute als morgen über Bord werfen möchte.

Dass der ein oder andere sich von seinen Hirten verlassen fühlende Katholik heftig diesen Zustand beklagt, ist keine Sünde, immerhin geht es nicht um Parteitagsbeschlüsse sondern um die Wahrheit des Glaubens. Man merkt deutlich, dass die "Modernisten" nun mit dem Ergebnis der Synode hadern, hatte man doch alles unternommen, um in einem brutalen Durchmarsch zentrale Aussagen der Lehre zu kippen. Dass ausgerechnet die afrikanischen Bischöfe sich hier als Schwergewichte in der Verteidigung der Lehre erwiesen, war natürlich für die Modernisten deutscher Prägung äußerst schmerzlich, fühlt man sich doch in der offen zur Schau gestellten Hybris allein befugt, den Glauben nach Belieben auszulegen.

Also wachsam bleiben!


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 Holterdipolter 19. Oktober 2014 
 

@AlbinoL:"wir müssen uns jetzt besser organisieren"

Zustimmung!

Mein Vorschlag: Erstellen einer Petiton und zur Unterschrift in Umlauf bringen. Ich denke dabei an den Erfolg von "One For Us". Meine Punkte sind:
1. Die Familiensynode dient zur Stärkung der christlichen Familie. Die Bischöfe mögen beraten, wie die Kirche sie fördern kann.
2. Wiederverheiratete und Homosexuelle: Liebe den Sünder aber hasse die Sünde.
3. Widerruf der Mariatroster bzw. der Königsteiner Erklärung durch die Bischofskonferenzen und Bestätigung der prophetischen Enzyklika Humanae Vitae.
4. Religionsunterricht in den Schulen, der die Bezeichnung verdient.
5. Ehevorbereitung, die das Verständnis der christl. Familie stärkt.
6. Einleitung eines Heiligsprechungsverfahrens für die Ehepaare Rötzer und Billings.
7. ...
Eine hohe Zustimmung muss doch auch unsere Bischöfe wachrütteln und sie an ihre Hirtenpflichten erinnern. Zugleich würden wir auch jene Bischöfe stärken, denen die christliche Familie ein Anliegen ist.


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 AlbinoL 19. Oktober 2014 

wir müssen uns jetzt besser organisieren damit die Stimme hier gehör findet

bis zur nächsten Synode. Organisation ist alles....


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 JohannesA 19. Oktober 2014 
 

roma locuta?

Die Synode sagt Nein? Das kann ich allerdings nicht erkennen. Die Papiere zu den strittigen Fragen haben keine 2/3 Mehrheit bekommen. Aber wohl doch eine Mehrheit. Homosexualität und wiederverh. Geschiedene - das bleibt weiterhin strittig. Das spiegelt die Lebenswirklichkeit in unserer Kirche wieder. Ebenso, dass es kulturell unterschiedliche Erfahrungen gibt. Zwischen Afrika und Europa und Asien liegen Welten. Muss es oder kann es für alle noch die gleichen Lösungen geben? Das scheint offenbar nicht mehr zu funktionieren. Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Das ist für mich ein Ergebnis dieser Synode.


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 synesis 19. Oktober 2014 

Die ANSPRACHE des PAPSTES zum Abschluss der Synode

ist (für alle, die des Italienischen mächtig sind) SEHR lesens- und bedenkenswert! Eine Gewissenserforschungen, Zurechtweisung und Ermutigung für alle - "Konservative", "Progressive", "Liberale", ...!

http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/10/18/0771/03046.html


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 silas 19. Oktober 2014 

Erschreckend!

Mich erschrickt der Gedanke, zukünftig könnte jeder nach einen Synodenbeschluss durch bischöfliches Dekret zu den Sakramenten zugelassen werden, nicht weniger als die aggressiven mitunter lieblosen Erleichterungsschreie einiger Kommentatoren.

Da paart sich falscher Dogmatismus mit einer nahezu selbstgerechte Apologie: "Wenn mein Vöglein nicht der Heilige Geist ist, dann weiß ich es nicht." Und die Synodenväter, und schon gar nicht der Papst, dürfen zu anderen Schlüssen kommen, als meine Einsicht reicht! Schließlich sind meine Einsichten durch die gesamte kirchliche Tradition gedeckt...

Ein wenig Demut gegenüber dem Heiligen Geist und seiner Kirche und den Würdeträgern tät wirklich gut!
Heiliger Johannes Paul II. bitte für uns Kleingläubigen. Amen.


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 confrater-stefan 19. Oktober 2014 
 

Frage

#52: "L’eventuale accesso ai sacramenti dovrebbe essere preceduto da un cammino penitenziale sotto la responsabilità del Vescovo diocesano."

Was bedeutet in diesem Kontext "cammino penitenziale"? Der gesamte Weg von Erkenntnis, Reue, Beichte, Vergebung? Oder irgendetwas unklares? Es wird auch Bezug auf das Kindeswohl genommen. Das klingt aber sehr nach einer Rechtfertigung für Ehebruch.

Vielleicht findet sich hier jemand, der das näher erläutern kann?


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 benedetto05 18. Oktober 2014 
 

Die Fäuste oben lassen Teil 2

Jeder ist aufgerufen gerade auch kirchenferne Medien, kirchenfeindliche blogs auch
die jeweiligen Lokalzeitungen zu beobachten und mutig dort die Stimme der una
sancte, z.B. in Form von Leserbriefen und Kommentaren erklingen zu lassen.
Vielleicht läßt sich diesbzgl. auch eine gewisse Arbeitsteilung organisieren,
vielleicht auch nochmal eine Petition an die jeweiligen BKs auf die Beine stellen.

Die Bischöfe und die ganze Öffentlichkeit muss spüren, das wir nicht mehr so
wenige sind. Sie spüren es schon, das habe ich bei einigen Äußerungen in den
letzten Jahren mitbekommen (Küng, die Linke in D), aber sie müssen es noch
deutlicher und eindringlicher spüren. Auch im blog von Radio Vatikan tummeln
sich viele Modernisten. Auch denen täte es gut, nicht nur gelegentlich sondern
regelmäßig katholischen Gegenwind in die Nüstern geblasen zu bekommen. Und das
wichtigste natürlich: wir dürfen im Gebet auf keinen Fall nachlassen, im Gegen-
teil: Hl. Thomas bitte auch weiter für die Katholika.


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 benedetto05 18. Oktober 2014 
 

Fäuste oben lassen Teil 1

Die Modernisten werden in den nächsten 12 Monaten nochmal ordentlich Gas geben und
im Verbund mit den antikatholischen Medien kräftig Druck ausüben und natürlich
auch nicht vor unfairen Aktionen (bis hin zu offenen Lügen) zurückschrecken.

Wir romtreuen und traditionsverbundenen Katholiken müssen die Fäuste oben be-
halten und mit unserem Medien-Flaggschiff kath.net noch kampagnenfähiger werden.

Ein ganz wertvoller Vorteil ist auf unserer Seite: wir kämpfen wirklich für die
Wahrheit und die wird am Ende immer siegen. Und die Wahrheit ist: die Ehe ist
unauflöslich, Ehebruch ist eine schwere Sünde, praktizierte Homosexualität ist eine schwere Sünde. Hinzu kommt: WvG und Homosexuelle, die eine echte Sehnsucht nach
der Eucharistie haben, sind in der Kirche weltweit extrem kleine Minderheiten.


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 leibniz 18. Oktober 2014 
 

@ Thaddäus Öllenstroth
Ihre Aussage kann man sogar noch verschärfen:
Jetzt kann uns erst recht keiner mehr an der Nachfolge Christi hindern.
Gegenüber einem Bischof, der die Lehre missachtet, muss ich keine Loyalität mehr zeigen.
Hier zeigt sich das ganze Ausmaß der Unvernunft: Man läuft Schafen hinterher, die man schon längst verloren hat, und die trotz der Geschenke vermutlich nicht zurückkommen werden und verliert derweil diejenigen, die das Evangelium leben wollen. Es ist so, als wenn der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn seinen zu Hause gebliebenen Sohn enterbt und aus dem Haus geworfen hätte, um seinem anderen Sohn dann das Erbe seines Bruders zum Verprassen zu bringen.


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 Weinberg 18. Oktober 2014 
 

Der Tragödie Erster Teil

"Und also sehen wir betroffen: den Vorhang zu und alle Fragen offen." (wohlgemerkt den Vorhang des 1. Aktes)


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 Thaddäus Öllenstroth 18. Oktober 2014 
 

@Dolfi

Das stimmt, was Du schreibst.
Ich bin allerdings der Meinung, daß es auch ein Akt der Liebe und der Hingabe ist, im Sturm auf Jesus zu schauen und nicht auf die hohen Wellen.
Teile der katholischen Kirche in Deutschland mögen ihren Marsch weiterführen, aber sie können niemanden daran hindern, Christus nachzufolgen.


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 Philipp Neri 18. Oktober 2014 

Die Synode sagt ja zur christlichen Familie!

Ich würde eher sagen, die Synode sagt ein eindeutiges Ja zur christlichen Familie.
Ich hoffe, dass das endlich auch in den Predigten, in den Katechesen, entsprechend gewürdigt wird. Ein starkes Zeichen in die Katholische Kirche hinein!


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 M.Schn-Fl 18. Oktober 2014 
 

Deo gratias!

Ich hoffe, dass die Mutlosen nun doch wieder etwas mehr Vertrauen in den Heiligen Geist setzen und ihren Pessimismus nach Psalm 30 verwandeln: "Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt. Hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet."
Der Heilige Geist führt immer noch die Kirche und wir dürfen ganz unser Vertrauen auf ihn setzen.


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 leibniz 18. Oktober 2014 
 

deutsch bleibt deutsch

Ich fürchte auch, dass -egal, was in Rom beschlossen wird - auf ihrem Weg in eine deutschnationale Kirche nicht halt machen werden. In der Praxis ist das, was Kaspar und co fordern, ja längst Wirklichkeit. Im Grunde gibt es gar keine Sakramentenpastoral. Meine Schüler wissen nach jahrelangem Religionsunterricht nicht das geringste über die Sakramente. Sie sind nahezu alle getauft und gefirmt und teilweise auch schon verheiratet. Die einzige Bedingung in Deutschland für die Spendung der Sakramente ist die Zahlung der Kirchensteuer und Kirchensteuer nicht zu zahlen, ist die einzige Sünde, ja sogar eine Sünde, die nicht vergeben wird. Da ist es dann aus mit der Barmherzigkeit. Für mich ist das ganze eine einzige Heuchelei.


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 Adson_von_Melk 18. Oktober 2014 

Da stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu, @Stiller

Ein Offenbarungseid - (c) beim Poster @leibniz - waren die zwei vergangenen Wochen ja nicht nur bezüglich mancher Bischöfe, wo zB einer in seiner Theologie von den Knien aufs hohe Roß gewechselt ist.

Auch manche Poster hier haben ganz schön die Hosen verloren und gezeigt, wozu sie (wenigstens verbal) fähig sind, wenn sie ihre Lieblingsüberzeugungen in Gefahr sehen.
Der Poster @romtreu01 zB hat ja sofort die Bestätigung für @Stillers Worte geliefert, idem er mal so ein paar hundert Millionen Leute exkommuniziert.

Gut zu wissen. Aber was sogar mich verblüfft hat: Selbst eine trockene Zusammenfassung von Fakten hat mir den Vorwurf des 'Relatiivismus' eingetragen.

Ich habe die Vorgänge mit Interesse verfolgt und mich jeder Wertung der Beschlüsse enthalten. Dabei werde ich auch bleiben, denn ich bin (anders als so viele hier) nicht klüger als Bischöfe und Papst.

Es gibt aber einen Fall, in dem ich einen Besen fressen würde: Wenn diese Sache jetzt wirklich eine "causa finita" wäre.


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 Gandalf 18. Oktober 2014 

Bitte das gut beachten, damit kein falscher Eindruck von entsprechen. Abstimmung. entsteht!

"It appeared that the 118-62 vote on the gay section might have been a protest vote by progressive bishops who refused to back the watered-down wording. The original draft had said gays had gifts to offer the church and that their partnerships, while morally problematic, provided gay couples with "precious" support."

www.huffingtonpost.com/2014/10/18/catholic-bishops-gays_n_6008300.html?&ncid=tweetlnkushpmg00000055


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 Monika M.R. 18. Oktober 2014 

hoppla

Hoppla hab hier das "Relatio" mit der Pressenachricht der Synode verwechselt. Wunderte mich schon. Das Relatio hab ich noch nicht gelesen.
Bin also schon mal ein wenig erleichtert :-)


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 trueman 18. Oktober 2014 

Was jetzt zu tun ist...

Freuen wir uns, dass der Heilige Geist seine Kirche führt und dass die Pforten der Hölle sie nicht überwältigt haben. Freuen wir uns über einen neuen Seligen, den die Kirche morgen geschenkt bekommt. Durch diese Seligsprechung wird Humanae vitae mehr als nur bestätigt. Helfen wir mit, dass diese prophetische Enzyklika endlich auch in der "Amtskirche" von den Bischöfen und Priestern angenommen und umgesetzt wird in der Kirche bevor es zu spät ist. Wir stehen vor einer demographischen Katastrophe und das Leid um die vielen verlorenen Kinder (in Österreich ca. 1 Mio Abtreibungen bisher) nimmt immer mehr zu. Verhütung ist direkt proportional zu Abtreibung. Die Welt wartet auf die Wahrheit! Wir sind SEINE Zeugen und dürfen nicht mehr länger nur schimpfen. Es wäre gut, wenn jeder zunächst diese Enzykliken einmal liest, einen Kurs in NER (am besten bei INER) oder bei TEENSTAR macht und dann loslegt! Paul VI und Johannes Paul II sind unsere Vorbilder und Fürsprecher.


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 USCA_Ecclesiam 18. Oktober 2014 

Deo gratias

Danke Gott, dass Du meine und die Gebete vieler erhört hast. Fiat voluntas tua!


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 Rolando 18. Oktober 2014 
 

Vertrauen

Ich habe keinen Moment gezweifelt, Auseinandersetzungen sind menschlich, doch der Hl. Vater ist vom Hl. Geist geführt, er allein hat die Zusage Jesu als unfehlbarer Hirte der Kirche Jesu Christi, ansonsten muß ich mich (leider) den Ausführungen von @stiller anschließen.


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 Catholicus Thuringius 18. Oktober 2014 

Es bleiben Gründe zur großen Sorge um unsere Kirche

Aus dem Bericht geht jedenfalls für mich nicht klar hervor, welche Passagen denn nun konkret keine 2/3-Mehrheit fanden. Heißt das, dass der Vorschlag bei den "Wiederverheirateten" weiter Ausnahmeregelungen zu prüfen abgelehnt wurde? Im Übrigen teile ich die bei den Mitforisten zum Ausdruck kommende Freude und Erleichterung nur teilweise. Die Synode, insbesondere der Umstand, dass der "Zwischenbericht" mit seinen desaströsen Inhalten anscheinend ohne päpstliche Gegenwehr oder Mißbilligung veröffentlicht werden konnte und zumindest 1-2 Tage der Eindruck entstand, dies sei der Stand der Synodendiskussion muss einem Angst machen. Auch über die Einstellungen der Spitzenprälaten im deutschsprachigen Raum (Marx, Schönborn) brauchen wir uns keine Illusionen mehr zu machen. Die Versuche, die anthropologische Wende unserer Kirche zum vollständigen Sieg zu führen, werden weitergehen und dies sogar verstärkt.


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 Dolfi 18. Oktober 2014 
 

Der Plan wird trotzdem Kard. Döpfner, München, bekam eine Xondergenehm,igung "adaufgehen - meine ich

@ Thaddäus Öllenstroth
Schön, dass Du Dich freust. Die Kirche - der mystische LEIB CHRISTI - leidet sehr und blutet aus vielen Wunden.
Die kath. Kirche in DE wird ihren Marsch weiter führen. Zu sehr sind viele Bischöfe dem Applaus der Welt mehr als der Reinhaltung dogmatischer Grundsätze verfallen. DARUM MEINE ICH, dass es so gehen wird wie mit der Handkommunmion. Kardinal Döpfner, München, erhelt von Paul VI. "ad experimentum" die Erlaubnis dazu und AUSSCHLIESSLICH FÜR SEINE DIÖZESE. Die wanderfreudigen Deutschen jedoch praktizierten sie sehr bald weltweit, so dass man nach den 2 Jahren sagte, man könne das doch nicht mehr rückgängig machen. Ich fürchte, dass einige dt. Bischöfe ihren "Kaspar-Weg" weiter gehen und sich dabei auf die Synode berufen werden.... Angenommen oder nicht splelt keine Rolle... Ähnliche Töne gab es ja schon vorher bei Kard.Lehmann und bei Kard. Kaspar sowieso... Armer, zerschundener mystischer Leib Christi. Er braucht unsere ganze Liebe und Hingabe!


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 leibniz 18. Oktober 2014 
 

Offenbarungseid

Ein Gutes hat die ganze Aufregung auf jeden Fall: Wir wissen jetzt endgültig, wes Geistes Kind die meisten unserer Hirten in Deutschland, Österreich usw. sind, d. h., wir wissen, dass wir Schafe ohne Hirten sind. Mit Benedikt als Papst haben sich einige nicht getraut, ihr wahres Gesicht zu zeigen.
@ Stiller:
Natürlich sind viele bei den Kommentaren über das Ziel hinausgegangen, aber ich kann die Verbitterung verstehen. Ich selbst bin jetzt sein fast 30 Jahren katholisch, habe jedoch von dieser Kirche hier so gut wie noch nie geistliche Unterstützung erhalten. Eher muss man sagen, dass alles versucht wurde, mich vom Glauben abzubringen.


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 chrysostomus 18. Oktober 2014 

Die liberalere Linie stand nicht zur Abstimmung (nur zur Debatte)

Die liberalere Linie wurde nicht abgelehnt weil die Passagen die 2/3-Mehrheit verpasst haben. Die Passagen, die eine 2/3-Mehrheit verfehlt haben, sind ja nicht die liberaleren Versionen aus dem Zwischenbericht, sondern die entschärfen Versionen aus dem Endbericht. Über den Zwischenbericht wurde überhaupt nicht abgestimmt. Deshalb kommen die Gegenstimmen eher von den Synodenvätern, die für die Version des Zwischenberichts gewesen wären.
Das Ablehnen einer liberaleren Linie hat also nichts mit dem Verfehlen der Zweidrittel-Mehrheit zu tun, sondern damit, dass diese Linie (wegen mangelnder Mehrheit) gar nicht zur Abstimmung gestellt wurde. Es ist also umgekehrt: für das Beibehalten der konservativen Linie gab es keine Zweidrittel-Mehrheit (wohl aber eine einfache Mehrheit).


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 stri 18. Oktober 2014 
 

verschiedene Meinungen sind normal

Sagen wir es einmal so. Das Konzil der Apostel, wie es in der Apostelgeschichte beschrieben wird, war auch nicht ohne Spannung. Die Konzile bei denen der Kanon bestätigt wurde war ebenfalls spannungsgeladen. Am heftigsten war es bei der Frage der Offenbarung - ob sie nun dazugehört oder nicht. Also warten wir es ab. Momentan sieht es doch gut aus - zumindest wenn man praktizierte Homosexualität ablehnt.


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 Thaddäus Öllenstroth 18. Oktober 2014 
 

Tu es Petrus, et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam

Das ist einer der Momente, in denen ich glücklich bin, daß die katholische Kirche, der ich angehöre, Weltkirche ist und nicht irgendwelchen Machtspielchen oder Dummheiten Einzelner unterworfen ist, noch ausgeliefert der Schwäche der Menschen.

Ich bin in der Vergangenheit des Öfteren recht verärgert gewesen über diverse Äußerungen aus Deutschland zum Thema. Schön, daß alle Bischöfe der Welt letzten Endes einem größeren Ganzen unterworfen und verpflichtet sind und nicht einfach ihren Stiefel durchziehen können.

Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Das ist die herrliche Zusage Jesu.
Wer will dagegen etwas tun?


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 Monika M.R. 18. Oktober 2014 

enttäuschender Satz gegen Ende des Berichtes

Über Homosexuelle Lebensformen ist eigentlich konkret in dem Bericht nichts erwähnt. Der mittlere Teil scheint mir recht schön und gut formuliert zu sein, aber gegen Ende kommt dann ein Satz der mich zu tiefst enttäuscht.

Ich hab mir die Mühe gemacht den vorletzten Absatz des Berichtes so gut wie möglich zu übersetzten:
„Der Höhepunkt der Gemeinschaft mit Gott und dem Nächsten ist die sonntägliche Eucharistiefeier wo sich die Familie mit der gesamten Kirche mit dem Herrn an den Tisch begibt. Er schenkt sich uns allen ganz, uns Pilgern in der Geschichte auf dem Weg zum Ziel der letztendlichen Begegnung wo „Christus alles in allen sein wird“(Kol 3,11).
Daher haben wir in der ersten Etappe unseres synodalen Weges über eine pastorale Begleitung wiederverheirateter Geschiedener und deren Zugang zu den Sakramenten nachgedacht.“


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 Martyria 18. Oktober 2014 

Im Wesentlichen

hat die Synode den Weltkatechismus kopiert. Das ist gut so. Ich frage mich nur, wozu die Veranstaltung dann statt gefunden hat? Damit Randthemen der Weltkirche zu zentralen Themen werden? Damit deutsche Bischöfe ihre "Macht" und Unfähigkeit unter Bewies stellen können? Mindestens einer hat sich ohnehin lächerlich gemacht...
Nochmal: Wozu? Die katholische Lehre ist für mich unantastbar.


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 macie 18. Oktober 2014 
 

Diözesen

Wenn der Papst den Bischöfen freie Hand lässt, wie sie in den Diözesen handeln, braucht man doch keine Synode.


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 carl eugen 18. Oktober 2014 

Auch ich schliesse mich @AlbinoL und @Gandalf an.

Es waren zwei harte Wochen. Viele Befürchtungen und Ängste wurden angesprochen. Aber ich denke, jetzt ist die Zeit gekommen, Gott zu danken und für den Heiligen Vater und das kommende Jahr zu beten.
Ich hoffe und bete, dass die Synode 2015 unter Führung des Heiligen Geistes zu Entscheidungen gelangt, die die Unauflöslichkeit der Ehe bekräftigen und stärken.

Relativismus darf in der Kirche keinen Platz haben!

Deo gratias!


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 Ottaviani 18. Oktober 2014 

nochmals weise ich darauf hin

der Papst trifft die letzte Entscheidung wenn die Punkte die absolute Mehrheit haben kann er es z.b. den Bischöfen freistellen wie sie in ihren diözesen damit umgehen


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 Gandalf 18. Oktober 2014 

@dalet

Doch! Papst Franziskus ist überhaupt nicht der Typ, der etwas gegen den Willen einer Synode durchsetzen würde. Da wette ich gerne, dass das nicht passieren wird. Mein Einsatz: 3 Flaschen Rotwein ;-)


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 dalet 18. Oktober 2014 

Synode sagt Nein

Was die Synode sagt, zählt aber im Zweifelsfall nicht.


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 Stiller 18. Oktober 2014 
 

Dass Ängste bestanden bei einigen,

die Lehre könnte aufgeweicht werden, verstand ich in den vielen Beiträgen, die sich damit beschäftigten.
Dass mit Häme und Wut, mit völlig unberechtigten Vorwürfen, mit persönlichen Angriffen argumentiert und polemisiert wurde, konnten ich nicht verstehen, werde ich nicht verstehen.

So mancher angeblich 'gute Katholik' erwies sich als übler Haudrauf und ebensolcher Diffamierer.

Das war weder christlich noch katholisch, das war erbärmlich und verachtenswert.

Ich bete dafür, dass der Ton wieder ein gemäßigter, die einzelnen Beitragenden achtender wird.


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 garmiscj 18. Oktober 2014 

Dank sei Gott!

Und bei der nächsten Synode bitte ganz konkret und mit Klarheit Partei gegen Familien zerstörende Strömungen beziehen (Genderwahn,...)!
Die Aussage, dass Homosexuellen mit "Mitleid" zu begegnen ist, wird wahrscheinlich einigen sauer aufstoßen.


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 Gandalf 18. Oktober 2014 

@AlbinoL

Ich bin voll bei Dir und unterstütze das Anliegen! Stellen wir uns voll hinter den Papst und die Kirche und beten wir jetzt 1 Jahr lang intensiv für die eigentliche Synode! Nur es ist klar: Die Synode 2015 kann diesen Kurs sicher nicht plötzlich umändern, das ist beruhigend. Es werden ja überwiegend die selben Leute dabei sein und etwas mehr. Der heutige Tag bleibt historisch in einem gewissen Sinne!


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 AlbinoL 18. Oktober 2014 

Habt doch Verantwortung - Lasst uns miteinander reden und nicht polarisieren

vor allem nicht den Sieg bejubeln solange der Krieg noch nicht gewonnen ist.
Auch kath.net kann so zur Versöhnung beitragen. Wobei alle die hier regelmäßig lesen meine Meinung kennen und ich zutiefst erfreut bin. :-)


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