Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Vatikan: Kardinalsversammlung appelliert an muslimische Führer

21. Oktober 2014 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal-Staatssekretär Parolin: Außer Distanzierung von IS-Verbrechen auch klare Verurteilung des "Töten von Menschen aus angeblichen religiösen Gründen" sowie jeder Diskriminierung nötig


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Terror des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) muss nach Ansicht von Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin zu starken Reaktionen der islamischen Führer führen. Parolin äußerte sich am Montag vor dem Konsistorium der Kardinäle und Patriarchen im Vatikan, bei dem Papst Franziskus den Vorsitz hatte. Die derzeitige Lage von Christen und anderen religiösen Minderheiten im Herrschaftsbereich des "Islamischen Staats" sei "inakzeptabel", sagte Parolin.

Die Terrorgruppe trete elementarste Menschenrechte mit den Füßen. Den muslimischen religiösen Führungspersönlichkeiten sollte es neben der Distanzierung von den Untaten des IS auch allgemein darum gehen, "das Töten von Menschen aus angeblichen religiösen Gründen und jede Art von Diskriminierung klar zu verurteilen".

"Massenhinrichtungen, Enthauptungen von Andersdenkenden, Verkauf von Frauen auf dem Markt, Kindersoldaten, Zerstörung von religiösen Stätten - das alles hat Hunderttausende zur Flucht gezwungen", so der Kardinal-Staatssekretär wörtlich: "Wir verurteilen klar diese Verletzungen nicht nur des humanitären Völkerrechts, sondern der grundlegendsten Rechte überhaupt, und fordern ein Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr und auf ein Leben in Würde und Sicherheit im eigenen Land. Das ist ein Recht, das von der internationalen Gemeinschaft wie von den Staaten garantiert werden muss." Die UNO habe die Pflicht, "neue Völkermorde" zu verhindern.


Konfliktlösung nur über Heiliges Land

Friede lasse sich im Nahen Osten allerdings nicht "unilateral" herstellen, sondern nur mit einer "umfassenden regionalen Lösung". Für eine "Stabilisierung der ganzen Region" wäre ein Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts "dringend nötig", wobei jetzt entsprechende diplomatische Bemühungen forciert werden müssten. Auch der Iran sollte an einer Lösung für die Probleme im Nahen Osten beteiligt werden, so der Kardinal-Staatssekretär.

Mit den US-Luftschlägen auf Stellungen des "Islamischen Staats" zeigte sich die "Nummer Zwei" des Vatikan nicht ganz zufrieden. Der Makel sei, dass sich US-Präsident Barack Obama nicht um ein Mandat der Vereinten Nationen bemüht habe. Parolin betonte aber dass, es "legitim" sei, den ungerechten Aggressor zu stoppen. Doch müsse auch hier das Völkerrecht eingehalten werden, wie auch Papst Franziskus gesagt habe.

Eine Lösung des Problems sei freilich militärisch nicht zu erwarten.
Es müsse von den Ursachen ausgegangen werden. Die fundamentalistische Ideologie nutze die Gefühle jener, die sich als Verlierer sehen, aus, unterstrich der Kardinal-Staatssekretär. Zudem müssten endlich alle Quellen ausgetrocknet werden, aus dem die Terrorgruppe "Islamischer Staat" seine Terroraktivitäten speise - wobei Parolin den illegalen Erdölexport und die Lieferung von Waffen und Technik als Beispiele nannte.

Humanitäres Drama angehen

Zum Exodus von Christen aus dem Nahen Osten meinte Parolin vorsichtig, das sei "ein komplexes Problem". Wer einen Verbleib der Christen in der Region wolle, der müsse auch dafür sorgen, dass sie dort "adäquate Lebens-, Sicherheits- und Arbeitsbedingungen sowie Zukunftsperspektiven" vorfinden.

Die Kirche könne angesichts dieser Herausforderungen - und besonders "angesichts der Verfolgungen der Kinder und so vieler schuldloser Menschen" - nicht schweigen, so der Kardinal-Staatssekretär. Immer dringender sei es, das "herzzerreißende humanitäre Drama" im Nahen Osten anzugehen, wie etwa in Syrien, wo bereits die Hälfte der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen sei - "um erst gar nicht vom Drama der Flüchtlinge zu sprechen, die man nach Millionen zählt".

Die Christen in der Region sollten nicht der Versuchung nachgeben, sich von politischen oder militärischen Kräften beschützen zu lassen. "Vielmehr sollten sie einen Beitrag zur Entwicklung ihrer Gesellschaften leisten, damit diese in Richtung Moderne, Demokratie, Rechtsstaat und Pluralismus gehen", so Parolin.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Regensburger Kindl 21. Oktober 2014 

Schön wärs!!!

Es wäre schön, wenn die muslim. Führer ein Machtwort sprechen würden aber, die haben meiner Meinung nach auch zu viel Schiss vor dem IS und seiner kaltblütigen Schlachter!


4
 
 stri 21. Oktober 2014 
 

Koranverteilung

Radikale Muslime mit Beziehungen zum IS verteilen Korane in D. und der Verfassungsschutz beobachtet das, weil dadurch Terror verbreitet wird. V. a. Jugendliche springen darauf an und lassen sich zur Gewalt hinreißen durch die Koran Lektüre. Christen verteilen Bibeln und Traktate. So etwas hat noch nie jemand radikalisiert, der dann meint mit Gewalt gegen Nichtchristen vorzugehen. Muslimische Führer, die den Frieden ernsthaft möchten müssen sich endlich trauen eine umfangreiche Operation am Koran vorzunehmen und das Krankhafte entfernen. Nur wenn man beherzigt, dass Mohammed nicht immer vorbildlich war und sich auch kritisch mit seinen Kriegen und Verbrechen auseinandersetzt kann eine Entwicklung Richtung Frieden erfolgen. Persönlich würde ich diese Religion lieber verlassen, als mit sehr viel Aufwand den gewaltsamen Kern zu entfernen, um endlich einen friedlichen Islam zu haben. Man weiß ja nie, wann sich jemand wieder an den Ursprüngen orientiert und Mohammed direkt nachahmt.


8
 
 Ehrmann 21. Oktober 2014 

Asia Bibi

Beten wir in diesem Zusammenhang ganz besonders für die von der Hinrichtung bedrohten Asia Bibi und die Stärkung ihres Glaubens.


16
 
 Catherine 21. Oktober 2014 
 

Islam - unverändert seit fast 1400 Jahren

MARK A. GABRIEL: „Islam und Terrorismus“, S. 44:
„Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure über die Kriegsbeute*.
Eine Sure über den Frieden gibt es nicht. Der Dschihad und das Töten sind das Haupt des Islam.Wer sie herausnimmt, der schneidet dem Islam das Haupt ab.“
Scheich Omar Abdel Rahman, Professor für Koraninterpretation
an der Al-Azhar Universität in Kairo
* Sure 8  : Die Beute – »Al Anfal«

„Auch wenn es die meisten Muslime nicht wahrhaben wollen,der Terror kommt aus dem Herzen des Islam,er kommt direkt aus dem Koran.
Er richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben und handeln.Und er richtet sich vor allem gegen Frauen.“
Zafer Şenocak, türkischer Schriftsteller

Ein auf Täuschung geschaltetes System, das auf ein System trifft, dem die Fähigkeit zu Erkennung der Täuschung fehlt, begründet die klassische Konstellation von Betrüger und Altruist, die sich in jedem Falle zugunsten des Betrügers stellt”
(Hans Peter Raddatz: Von Allah zum Terror?).


15
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz