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Aufruf: Antichristlicher 'Gender-Ideologie' entgegentreten

20. November 2014 in Familie, 5 Lesermeinungen
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Zu den Erstunterzeichnern gehören Protestanten, Katholiken und Orthodoxe, u.a. Bischof Andreas Laun, Psychotherapeutin Christa Meves und Prof. Peter Beyerhaus


Tübingen (kath.net/idea) Theologisch konservative Christen aus verschiedenen Konfessionen haben zum Kampf gegen die „Gender-Ideologie“ aufgerufen. Sie sei antichristlich, totalitär und gegen die Schöpfungsordnung Gottes gerichtet, heißt es in einer in Gomaringen bei Tübingen veröffentlichten „Bekenntnisökumenischen Erklärung“. Zu den rund 50 Erstunterzeichnern gehören der Ehrenpräsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, der Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen), der (katholische) Weihbischof Andreas Laun (Salzburg), die ebenfalls katholische Psychotherapeutin Christa Meves (Uelzen), der russisch-orthodoxe Erzpriester Ilja Limberger (Stuttgart), der frühere Präsident der württembergischen evangelischen Landessynode, Dekan i.R. Martin Holland (Tübingen), und der ehemalige Vorsitzende der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“, Pfarrer Hansfrieder Hellenschmidt (Filderstadt bei Stuttgart). Das sogenannte „Gender-Mainstreaming“ besagt, dass jeder Mensch unabhängig von seinem biologischen Geschlecht wählen kann, als Mann oder Frau zu leben. Die Fixierung auf soziale Rollen, etwa Mutter und Hausfrau, müsse überwunden werden. Wie es dazu in der Erklärung heißt, will dieses Programm die „schöpfungsgemäße Polarität zwischen den beiden Geschlechtern Mann und Frau“ sowie deren Stellung als Eltern in einer Familie aufheben. Vertreter der Gender-Ideologie träten dafür ein, „die absolute Gleichheit der Geschlechter auf allen Gebieten durchzusetzen“. Sie verträten die Ansicht, dass alle sexuellen Orientierungen gleichwertig und jeder Mensch die Freiheit habe, sich sein eigenes Geschlecht auszuwählen. Der Genderismus richte sich gegen die Schöpfungsordnung und damit gegen Gott selbst. Er sei damit „a-theistisch und antitheistisch und somit, wie Papst Franziskus hervorhebt, satanischen Ursprungs“. Wie zuvor die Ideologien des Marxismus und Faschismus bereite „Gender Mainstreaming“ dem Antichristen den Weg.


Genderismus dringt auch in die evangelische Kirche ein

Umso erschreckender sei es, dass der Genderismus auch in Kirche und Theologie anzutreffen sei, etwa in der 2013 von der EKD veröffentlichten „Orientierungshilfe“ der EKD zur Familie. Darin werde eine Vielfalt anderer Lebensgemeinschaften als gleichwertig neben der traditionellen Ehe und Familie dargestellt. Alle dagegen gerichteten Proteste habe die Leitung der EKD „ungerührt übergangen“.

Die Unterzeichner rufen dazu auf, gegen die Gender-Bewegung öffentlich zu protestieren: „Unsere Aufgabe ist es, wachsam zu sein gegenüber dem Vordringen der Gender-Ideologie in die Kindertagesstätten, in die Bildungspläne der Kultusministerien, in den Sexualkunde-Unterricht an den Schulen, der heute bedrohlicherweise sogar fächerübergreifend erteilt wird, sowie auch in die Gesetzgebung.“ Man müsse Regierungen und Kirchenleitungen hinsichtlich der ihnen „oft noch nicht bewussten Gefahren alarmieren und sie zum entschlossenen Eingreifen bewegen“.

Die Unterzeichner danken katholischen Bischöfen und Bischofskonferenzen – etwa in Polen, Portugal und der Slowakei –, die in Lehrschreiben die Gender-Ideologie widerlegt hätten: „Noch vermissen wir nach dem Debakel des Familienpapiers der EKD leider ähnliche Aufrufe von evangelischen Kirchenleitungen.“


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Lesermeinungen

 mirjamvonabelin 21. November 2014 
 

Aha,

...alle sexuellen Orientierungen gleichwertig und jeder Mensch die Freiheit habe, sich sein eigenes Geschlecht auszuwählen...
Ich wähle Hausfrau und Mutter und fordere Toleranz für die Minderheit "Hausfrau und Mutter" oder sind wir doch keine "Minderheit"? sind wir "Mehrheit"?

Schon lange wünsche ich mir eine Hausfrauenlobby, die meine Interessen vertritt und sie öffentlich bekanntmacht...die Öffentlichkeit weiß nicht, das Hausfrauen und Mütter, das Fundament der Gesellschaft bauen...


2
 
 willibald reichert 20. November 2014 
 

sttn

Meiner Frau wurde mitgeteilt, daß die
Bischöfe über Gendermainstreaming beraten!!! hätten. Zu mehr war die
dialogversessene Bischofskonferenz bis
heute nicht imstande, obwohl die gottge-
wollte Ordnung staatlicherseits mehr oder weniger eliminiert werden soll. Die seiner-
zeit als Aufklärung an alle Bischöfe ge-
sandte Buchveröffentlichung von Gabriele
Kuby zu diesem für unsere Zukunft und
noch mehr für den christlichen Glauben
so eminent wichtige Thematik, die alle
Dämme entfernen will, war wohl nicht
sooo wichtig. Stattdessen echauffierte sich noch vor kurzem der Militärbischof
Overbeck politisch korrekt zum Versagen
der katholischen Kirche in der Nazizeit.
Der Kampf gegen Rechts verheißt ja auch
immer eine reflexartige Aufmerksamkeit,
während man gleichzeitig durch solche
Ablenkungsmanöver klammheimlich und
subtil die Zersetzung der Gesellschaft
im Sinne der Dekadenz und der Propagie-
rung eines neuen Menschenbildes voran-
treibt.


5
 
 mhesemann 20. November 2014 
 

Unterzeichnen?

Und wo kann man deise Erklärung unterzeichnen? Leider sehe ich keinen Link und keine Adresse...


6
 
 Rolando 20. November 2014 
 

Überwindung

Nicht die Fixierung auf soziale Rollen, etwa Mutter und Hausfrau, müsse überwunden werden, sondern der Genderschwachsinn!


10
 
  20. November 2014 
 

Und wie steht die deutsche Bischofskonferenz dazu?

Wäre interessant bei welchen Bischöfen sich das Rückgrat bei diesem Thema durchbiegt bis zum Ende und bei wem nicht.


10
 

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