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Kardinal von Chicago: Einzelne Bischöfe sollten Papst Feedback geben

20. November 2014 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Scheidender Erzbischof von Chicago, Francis Kardinal George: Einzelne Bischöfe sollten dem Papst Feedback geben, beispielsweise über die Wirkungen des Satzes „Wer bin ich, dass ich urteile?“.


Chigaco (kath.net) Dies würde der scheidende Erzbischof von Chicago, Francis Kardinal George, Papst Franziskus gern fragen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte: „Haben Sie bemerkt, was allein durch Ihren Satz ‚Wer bin ich, dass ich urteile?‘, ausgelöst wurde? Wie er ge- und missbraucht worden war? Er wurde sehr missbraucht, denn er bezog sich auf jemanden, der bereits um Barmherzigkeit gebeten und der die Absolution empfangen hatte, jemanden, den er gut kannte. Es ist etwas ganz anderes, ob man mit jemanden spricht, der Akzeptanz fordert oder mit jemandem, der um Vergebung bittet. Dies wird konstant missbraucht.“ Dies habe Erwartungen an den Papst geschürt, „die er möglicherweise nicht erfüllen kann. Das macht mir Sorgen. Irgendwann werden jene Leute, die ihn in ihren Szenarien des Wechsels als Statisten gezeichnet hatten, entdecken, dass er das nicht ist. Er geht nicht in jene Richtung. Dann wird ihm möglicherweise nicht nur Desillusionierung entgegenschlagen, sondern Opposition, die der Effektivität seines Lehramtes schaden könnte.“ Der 77-jährige Kardinal, der mit einer schweren Krebserkrankung ringt, hatte sich im Interview mit John Allen ausführlich gegenüber „Crux“, dem katholischen Magazin der US-Tageszeitung „Boston Globe“, geäußert.


Allen fragte den Kardinal weiter, ob es Aufgabe der US-amerikanischen Bischöfe sei, dem Papst dieses Feedback zu geben. George erwiderte: „Ich glaube, Bischöfe haben diese Rolle. Doch ich glaube nicht, dass es gut wäre, dies als nationale Angelegenheit zu behandeln. Wir sind nie eine Nationalkirche, weder in diesem Land noch anderswo. Es wäre nicht gut zu sagen: ‚Amerikanische Bischöfe versus Vatikan‘. Einzelne Bischöfe sollten sich ihrer Verantwortlichkeit stellen und tun, was sie tun müssen.“ Doch nach Papstaussagen, die nicht erklärt wurden, sollte nicht eine ganze Bischofskonferenz anfangen, den Papst zu „korrigieren“ oder zu entscheiden, was sie deshalb tun sollten. Vielmehr könnten dies einzelne Bischöfe tun. „Ich glaube, eine ganze Anzahl von Bischöfen hat dies zu tun versucht. Ob sie dabei Erfolg hatten, das weiß ich nicht, ebenso wenig weiß ich, wie er diese Neuigkeiten aufgenommen hat. Das ist die große Unbekannte, nicht wahr?“

Ihm sei erzählt worden, dass auch „wenn man zu Papst Benedikt mit Neuigkeiten kam, die er nicht gerne hörte, er manchmal nicht alles gut hörte.“ Der Interviewer knüpfte daran mit der Erwähnung eines Interview mit Kardinal Meisner an, worin Meisner berichtete, dass er im Jahr 2009 mit Benedikt XVI. über mehrere Kardinäle gesprochen hatte und personelle Veränderungen im Vatikan vorgeschlagen hatte, doch Benedikt habe dies nicht hören wollen. „Ja“, antwortete George und zitierte auf Deutsch: „Der Mensch bleibt“. Es lasse sich auch nicht vorhersagen, wie Papst Franziskus reagiere.

Bevor man das direkte Gespräch mit Franziskus suche, wäre es möglicherweise sinnvoll, mit Menschen aus der direkten Umgebung des Papstes zu sprechen, um einen Eindruck zu bekommen, „ob dies hilfreich oder schädlich sein könnte“. Doch für die US-Bischofskonferenz als Ganze lasse sich sagen: „Wir haben kein Mandat von Jesus, ein Gegengewicht zum Heiligen Stuhl zu sein!“

Link zum Interview in voller Länge (englisch): „Chicago’s exiting cardinal: 'The Church is about true/false, not left/right'“


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