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US-Erzbistum erwägt Konkurs wegen Missbrauch

22. November 2014 in Chronik, 7 Lesermeinungen
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Bei einer Reorganisation unter Insolvenzrecht würde das Kirchenvermögen an alle bekannten Opfer verteilt, nicht nur an jene, die ihre Forderungen als erste geltend gemacht hätten, erklärte das katholische Erzbistum Saint Paul und Minneapolis


Minneapolis (kath.net/KNA) Das US-Erzbistum Saint Paul und Minneapolis erwägt einen Konkurs, um die Ansprüche von Missbrauchsopfern zu bedienen. Bei einer Reorganisation unter Insolvenzrecht würde das Kirchenvermögen an alle bekannten Opfer verteilt, nicht nur an jene, die ihre Forderungen als erste geltend gemacht hätten, erklärte das katholische Erzbistum am Donnerstagabend (Ortszeit). Ein Beschluss sei aber noch nicht gefallen. Nach Anmeldung der Insolvenz würde ein Bundesrichter die Kontrolle über die vorhandenen Vermögenswerte übernehmen.

Erzbischof John Nienstedt betonte, leitend für die Entscheidung müsse «Fairness» gegenüber den Opfern sein. Bislang seien erst zwei Gerichtsverfahren zu sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker abgeschlossen; 20 weitere Verfahren stünden an. Es sei unabsehbar, wie viele Entschädigungsforderungen noch eingehen könnten. «Wir möchten nicht, dass unser ganzes Vermögen für Rechtsstreitigkeiten ausgegeben wird», erklärte Nienstedt. Es gelte sicherzustellen, dass alle Missbrauchsopfer «adäquat entschädigt» würden.

Das Erzbistum hatte im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, laut Finanzbericht 4,2 Millionen Dollar (3,35 Millionen Euro) für die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen ausgegeben. Das Reinvermögen gab die erzbischöfliche Kanzlei mit 32,5 Millionen Dollar an, 8,9 Millionen weniger als im Vorjahr.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte das Erzbistum Saint Paul und Minneapolis auf Anforderung von Opferanwälten die Namen von 34 Priestern veröffentlicht, denen sexueller Missbrauch Minderjähriger zur Last gelegt wird. Zwölf der Geistlichen sind verstorben, die anderen nicht mehr im Kirchendienst. Die Liste deckt Fälle von 1950 bis 2002 ab. Nienstedt leitet das Erzbistum seit 2008.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 23. November 2014 
 

@AlbinoL Gerechtigkeit

Geehrter @AlbinoL,
Die Ausführungen des hochgeehrten @Suarez möchte ich beitreten.
Dieses Bistum besteht übrigens erst seit ca. 160 Jahren, und würde in dieser Zeit mehrmals im Territorium verändert.
Die "Ansparungen" der Gläubigen sind demgemäß bescheiden.
Von Europa fast nicht zur Kenntnis genommen ist die gewaltige Mißbrauchskatastrofe die sich in Nordamerika zwischen 1950 und 2005 abgespielt hat und die jetzt mühselig und langsam abgearbeitet wird.
Der moralische Schaden ist enorm, der finanzielle inzwischen auch.
Die Empathie für die Opfer, das Schuldbewußtsein, die wachsame Prävention ist noch immer mangelhaft und scheint bei vielen Kirchenführern leider nicht im Vordergrund der Interessen zu stehen.


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 speedy 22. November 2014 
 

wie schaden feinde der Kirche am besten? genau durch missbrauchskandale- durch in den Konkurs treiben- aber vielleicht hat der Konkurs der diozoese gute Früchte, vielleicht trägt manchmal etwas schlimmes zum guten bei, vielleicht können sie einen Neubeginn ohne die alten Ruinen schaffen- Gott steh ihnen bei


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 goegy 22. November 2014 
 

Die Frage stellt sich, ob staatliche Schulen, Fussball Clubs, Sportverbände, YMCA/CVJM etc. bei den vielen gleichartigen Fällen in gleichem Ausmasse zur Kasse gebeten werden.

Den Opfern muss auf jeden Fall nach Möglichkeit geholfen werden. Aber nicht so, dass, von den Vorfahren über Jahrhunderte zusammengesparte, unter dem Strich doch sehr wertvolle, Institutionen - welche nicht nur den Gläubigen, sondern auch dem Allgemeinwohl dienen - zu Grunde gehen.

Vielleicht könnten die notwendigen Mittel durch Sammlungen und Ausgleichszahlungen durch finanziell gut positionierte Diözesen ( auch in Europa ) aufgetrieben werden.
Hier sollte vermehrt christliche Solidarität zu Zuge kommen!


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 Rademann 22. November 2014 

Abwicklung sinnvoll

Die Abwicklung des US-Erzbistums ist in der Tat sinnvoll. Denn damit wäre ein wirklicher Neuanfang möglich. Andernfalls könnten immer neue Forderungen von vermeintlichen Missbrauchsopfern gestellt werden, um die Mutter Kirche finanziell zu schröpfen. Ein klarer Schnitt ist hier vonnöten. Hieße denn eine solche Insolvenz auch den Verkauf aller Kirchengebäude und Immobilien?


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 Suarez 22. November 2014 

@AlbinoL - Priester sind keine Mitarbeiter

Es geht hier im wesentlichen rechtlich um den Amtscharakter des Priesteramtes. Der Missbrauch geschah in Ausübung dieses Amtes in der Kirche. Zwar handelt es sich um eine Tat eines einzelnen Menschen, das Rechtssubjekt bleibt aber die Kirche, in dessen Dienst der Priester gestellt ist. Zudem geschahen die Taten in Zusammenhang mit dem kirchlichen Dienst.

Hätte die verantwortlichen Bischöfe pädophilen Tendenzen von Priestern früh genug Beachtung geschenkt und hätte den nun bekannt gewordenen "Laissez faire" unterlassen, so veranlagte Priester im Amt zu belassen, dann hätten diese Täter, die sich ja auch gegen Gott auf eine nicht zu begreifende Weise versündigt haben, ihre Taten gar nicht erst begehen können.

Hier haben Bischöfe schwere Schuld auf sich geladen und es wurden erst spät die notwendigen Konsequenzen gezogen, die man in jüngster Zeit unbegreiflicherweise wieder zu revidieren versucht.


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 dalet 22. November 2014 

Kindesmißbrauch

Wenn es um Kindesmißbrauch geht, kennt man keine Grenzen, weder in die eine, noch in die andere Richtung, @AlbinoL


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 AlbinoL 22. November 2014 

Es kann doch nicht sein dass das Geld was Gläubige Jahrhunderte angespart haben

einfach durch mehrere Klagen die schwer beweisbar sind verloren geht.
Warum sind die Bistümer für ihre Mitarbeiter in Haftung genommen?


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