Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  4. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  5. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  7. Die beiden wichtigsten Gebote
  8. „Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben“
  9. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  10. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  11. Bischof Eleganti: "Päpstliche Interviews sind inflationär geworden"
  12. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. Amy Coney Barrett ist US-Verfassungsrichterin! – Senat bestätigt die Kandidatin
  15. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht

Werden diese 'Bastionen' geschleift, dann ist die Bresche geschlagen

11. Dezember 2014 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Brandmüller zur Familien-Synode: "Dass in Lehre und Praxis der Kirche von heute wahr sein könnte, was gestern Irrtum war, ist undenkbar, wenn wir an das Wirken des Heiligen Geistes glauben, der die Kirche in alle Wahrheit einführt."


Rom (kath.net)
Der römische Kurienkardinal Walter Brandmüller (Foto) hat in einem Interview mit der "Tagespost" Kritik daran geübt, dass Randfragen wie die Bewertung homosexueller Partnerschaften und der Kommunionzulassung von wiederverheirateten Geschiedenen als Hauptprobleme einer Synode (medial) transportiert wurden. "Es mutet merkwürdig an, wenn man sieht, wie sehr diese beiden Probleme die Diskussion um die Synode, vielleicht mehr noch als in der Synode, beherrscht haben. Sowohl die Zahl homosexueller Personen als auch die wiederverheirateter geschiedener katholischer Kirchgänger ist außerordentlich gering. Wenn dreißig Prozent aller Ehen geschieden werden, dann sind davon nur weniger als fünfzehn Prozent katholisch und davon wiederum nur zehn Prozent, die am Leben der Kirche teilnehmen", stellte Brandmüller klar und verwies auch darauf, dass es sich mit homosexuellen Katholiken ähnlich verhalte.


Ihm dränge sich der Eindruck auf, dass sich diese beiden Fälle wegen der "erheblichen Aufmerksamkeit, die ihnen in der Öffentlichkeit" zukomme, als Hebel eignen, mit dem man noch mehr aus den Angeln heben könnte. Wörtlich meint Brandmüller: "Werden diese ‚Bastionen‘ geschleift, dann ist die Bresche geschlagen, um über die Abschaffung des Zölibats und das Weiheamt für die Frauen das sakramental-hierarchische Gefüge der Kirche zum Einsturz zu bringen. So wie Luther dies in seinen Kampfschriften des Jahres 1521 versucht hat. So wäre die Straße frei hin zu einer angeblich menschenfreundlichen, zeitgemäßen und darum für alle offenen Kirche, die diese Freundlichkeit und Offenheit jedoch dadurch erkauft, dass sie ihren Sendungsauftrag verrät. Da ist es dann auch nicht redlich zu sagen, man wolle die Lehre keinesfalls ändern, nur in der Pastoral müsse man sich der Zeit anpassen." Der Kurienkardinal kritisiert dann auch die Theorie, dass man die pastorale Praxis von der Glaubenslehre trennen könne. Dies sei "genauso absurd wie die Idee, man könne die architektonisch-künstlerische Gestaltung einer Brücke ohne Berücksichtigung der statischen Berechnungen" umsetzen.

Eine Weiterentwicklung der Glaubenslehre könne es nur dahingehend geben, dass damit eine "Entwicklung, Vertiefung und Präzisierung" gemeint sei. Eine Veränderung könne aber nicht sein. "Dass in Lehre und Praxis der Kirche von heute wahr sein könnte, was gestern Irrtum war, ist undenkbar, wenn wir an das Wirken des Heiligen Geistes glauben, der die Kirche in alle Wahrheit einführt", betont Brandmüller, der dabei auch auf den seligen Kardinal John Henry Newman und seinen Essay on the Development of Christian Doctrine verwies.

Die Tagespost - Lesen Sie, was Kirche und Welt bewegt. Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Leseprobe für 2 Wochen (6 Ausgaben) an - völlig unverbindlich für Sie!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wiederkunft 12. Dezember 2014 
 

So einfach würde es gehen

Der Kardinal sagt mit wenigen Worten, was eigentlich Sache ist. Würden das alle Hirten so machen, bräuchten wir die vielen Dialoge nicht und hätten mehr Zeit zum beten!


9

0
 
 girsberg74 11. Dezember 2014 
 

@Suarez
„Leider werden die guten Hirten, wie Kardinal Brandmüller, immer rarer.“

Wiewohl ich Ihnen sonst voll zustimme, frage ich mich, ob man guten Hirten (und den von ihnen Behüteten) hilft, indem man sagt, dass gute Hirten rarer werden.

Es gehört zum Erscheinungsbild großer Institutionen, dass an gutem Personal nie ein Zuviel ist.

Umso mehr gilt es, auf Menschen aufmerksam zu machen und ihnen Bahn zu verschaffen, die das Zeug haben, gute Hirten werden zu können.


3

0
 
 gebsy 11. Dezember 2014 

Gebet & Opfer

der Rechtgläubigen werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Diese Zuversicht macht auch fähig, die Irrenden mit Liebe zurechtzuweisen, wie es die Bibel lehrt ... Eigentlich sollten 40 Tage reichen, um unbelehrbaren Rebellen die Tür zu weisen; nicht zuletzt zu IHREM Selbstschutz, um sie vor dem Essen des Gerichtes zu bewahren.


5

0
 
 Suarez 11. Dezember 2014 

Kardinal Brandmüller trifft genau das entscheidende Problem

Auch hier im kath.net Forum sehen wir immer wieder geschickt getarnte Versuche engagierter Kirchenkämpfer, die kirchliche Lehre im Wege einer bewusst diffus gehaltenen Barmherzigkeitsrhetorik zu relativieren, um sie so auszuhebeln. Die Schleusen der subjektiven Interpretation sollen geöffnet werden, um eine ganz andere Kirche herbeiführen zu können. In der Tat kann man es eine neuerliche, sprich leicht modifizierte Form des lutherischen Protestantismus nennen.

Kardinal Brandmüller ist auch dafür zu danken, dass er die tiefere Motivlage dieser progressiven Kirchenkämpfer offen legt und zeigt, dass es diesen Gruppen eben nicht um ein besseres Verständnis des Glaubens geht, sondern um die Beseitigung des Zölibates und Durchsetzung des Frauenpriestertums. Dazu gesellt sich dann noch die Lobby derer, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben und die die klare Lehre der Kirche zur Ehe zerstören möchten.

Leider werden die guten Hirten, wie Kardinal Brandmüller, immer rarer.


22

0
 
 Hoppe 11. Dezember 2014 
 

Recht so!

Kardinal Brandmüller hat vollkommen recht. Was früher mal richtig war, kann heute nicht falsch sein. Wäre es anders, wären Generationen von Katholiken diskreditiert!


20

0
 
 borromeo 11. Dezember 2014 

Herzlichen Dank, Herr Kardinal,

deutlich und katholisch wie immer. Eine wohltuende, kirchliche Stellungnahme, wie ich sie eigentlich von allen deutschsprachigen Hirten erwarten würde. Aber leider ist dies wohl derzeit lediglich ein frommer Wunsch.


23

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Priester zu Amazonien-Synode: Indigene wurden instrumentalisiert
  2. Nächste Bischofssynode im Herbst 2022: Thema noch offen
  3. ‚Hoffen wir, dass Papst Franziskus das Abschlussdokument zerreißt’
  4. ‚Hoffen wir, dass Papst Franziskus das Abschlussdokument zerreißt’
  5. Mexikanischer Bischof meint: Pachamama-Ehrung ist keine Götzenanbetung
  6. Die heidnische Bedeutung der Zeremonie in den Vatikanischen Gärten
  7. Abschlussmesse der Synode: Schale als Symbol für Pachamama?
  8. Wallner gegen pantheistische Darstellung von Muttergottheiten
  9. Wurden die Pachamama-Statuen wirklich aus dem Tiber gerettet?
  10. Amazonassynode und evangelikale/pfingstliche Gruppen








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  4. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  5. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  6. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  9. Farbanschlag auf katholische Kirche – „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“
  10. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  11. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  12. Benedikt XVI. zeigt wahre Größe – Benedikt distanziert sich von der „Integrierten Gemeinde“ (IG)
  13. "Kirche, du sollst nicht lügen!"
  14. "Die Katholiken sind nicht heimatlos geworden!"
  15. Die beiden wichtigsten Gebote

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz