04 Januar 2015, 12:18
Der Friede – Verheißung und Geschenk Gottes
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Angelus'
Franziskus: Friede ist nicht die Abwesenheit von Krieg, sondern das Sein des Menschen in Harmonie mit sich selbst, der Natur und den anderen. Dem Licht folgen, nicht der Finsternis verhangen bleiben. 15 neue Kardinäle. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Zweiter Sonntag nach Weihnachten. Erneut ging Papst Franziskus in seiner Ansprache vor dem Angelus auf den Weltfriedenstag und seine Botschaft „Nicht mehr Knechte, sondern Brüder“ ein. Das Licht Jesu sei in die Welt gekommen, doch die Menschen hätten die Finsternis bevorzugt, wie der Evangelist Johannes im Tagesevangelium sage. Wer das Böse tue, hasse das Licht und hasse den Frieden,

Der Papst brachte vor rund 90.000 Pilgern und Besuchern den Wunsch zum Ausdruck, dass die Ausbeutung des Menschen überwunden werde. Sie sei eine soziale Wunde, die die zwischenmenschlichen Beziehungen schädige und ein von Respekt, Gerechtigkeit und Liebe geprägtes Gemeinschaftsleben verunmögliche. Jeder Mensch und jedes Volk „dürstet nach Frieden, daher ist es notwendig und dringlich, den Frieden aufzubauen!“

Werbung
messstipendien


Der Friede sei nicht allein die Abwesenheit von Krieg, sondern eine allgemeine Verfassung des Menschen, in der die Person in Harmonie mit sich selbst mit der Natur und mit den anderen stehe. Dennoch sei das Schweigen der Waffen unabdingbar. Franziskus erinnerte an die Vielzahl von Konflikten, an die Spannungen in den Familien und Gemeinschaften wie an die Kontraste in den Städten und Ländern, zu denen es zwischen Gruppen verschiedener Kulturen, Ethnien und Religionen komme. Man müsse sich davon überzeugen, dass die Eintracht möglich sei. Ohne Frieden gebe es keine Zukunft.

Mit dem Frieden sei seit dem Alten Testament eine Verheißung Gottes verbunden. Der Friede sei dann ein besonderes Geschenk Gottes, das mit der Geburt des Erlösers verkündet werde. Um dieses Geschenk müsse beständig gebetet werden. Es müsse täglich in den Situationen, in denen man sich befinde, angenommen werden. Jeder sei am Anfang des neuen Jahres dazu berufen, Gesten der Brüderlichkeit und Werke des Friedens und der Aussöhnung gegenüber dem Nächsten zu tun. Diese kleinen Gesten seien sehr wertvoll: „Sie können Samen sein, die Hoffnung schenken, sie können Wege und Perspektiven des Friedens eröffnen“.

Nach dem Angelus gab der Papst die 15 Namen der Bischöfe und Erzbischöfe bekannt, die er beim Konsistorium am 14. Februar zu Kardinälen kreieren wird. Des weiteren gab Franziskus die Namen von fünf emeritierten Bischöfen und Erzbischöfen über der Altersgrenze von 80 Jahren bekannt, die in das Kardinalskollegium aufgenommen werden:

1 – Dominique Mamberti, Titularerzbischof von Sagona, Präfekt des Obersten Gerichts der Apostolischen Signatur

2 – Erzbischof Manuel José Macário do Nascimento Clemente, Patriarch von Lissabon (Portugal).

3 – Berhaneyesus Demerew Souraphiel, C.M., Erzbischof von Addis Abeba (Äthiopien).

4 – John Atcherley Dew, Erzbischof von Wellington (Neuseeland).

5 – Edoardo Menichelli, Erzbischof von Ancona-Osimo (Italien).

6 – Pierre Nguyên Văn Nhon, Erzbischof von Hà Nôi (Viêt Nam).

7 – Alberto Suárez Inda, Erzbischof von Morelia (Mexiko).

8 – Charles Maung Bo, S.D.B., Erzbischof von Yangon (Myanmar).

9 – Francis Xavier Kriengsak Kovithavanij, Erzbischof von Bangkok (Thailand).

10 – Francesco Montenegro, Erzbischof von Agrigent (Italien).

11 – Daniel Fernando Sturla Berhouet, S.D.B., Erzbischof von Montevideo (Uruguay).

12 – Ricardo Blázquez Pérez, Erzbischof von Valladolid (Spanien).

13 – José Luis Lacunza Maestrojuán, O.A.R., Bischof von David (Panamá).

14 – Arlindo Gomes Furtado, Bischof von Santiago de Cabo Verde (Archipel von Kap Verde).

15 – Soane Patita Paini Mafi, Bischof von Tonga (Tonga).


Fünf emeritierte Bischöfe und Erzbischöfe über der Altersgrenze von 80 Jahren:

1 – José de Jesús Pimiento Rodríguez, emeritierter Erzbischof von Manizales.

2 – Luigi De Magistris, Titularerzbischof von Nova, emeritierter Pro-Pönitentiar

3 – Karl-Joseph Rauber, emeritierter Erzbischof von Giubalziana, Apostolischer Nuntius.

4 – Luis Héctor Villalba, emeritierter Erzbischof von Tucumán.

5 – Júlio Duarte Langa, emeritierter Bischof von Xai-Xai.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Warum es (nicht) gut ist, dass wir zwei Päpste haben (51)

Dalai Lama: 'Johannes Paul II. war ein beeindruckender Mann' (25)

Down Syndrom in Island: 100%ige Tötungsrate (24)

Van Rompuy: Die Zeiten von Roma locuta, causa finita sind lang vorbei (24)

'Das Jüngste Gericht findet statt' (23)

13 Tote bei Unglück in Madeira (22)

'Amoris Laetitia bekräftigt eindeutig die klassische kirchliche Lehre' (19)

Maria, die Mittlerin der Gnaden (18)

Die Kirchensteuer ist unzeitgemäß und ungerecht (17)

'Die Brutalität der Anschläge entsetzt mich' (14)

Vatikanist Tosatti: ‚Die Rückkehr der Berufungskrise’ (13)

'Maria bat in Fatima, die Welt ihrem unbefleckten Herzen zu weihen' (13)

Kanzlerin Merkel will meine Stimme, aber mich für dumm verkaufen (11)

Freiburg gehört der Gottesmutter (10)

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert Van Rompuy! (10)