Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  15. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens

Saudi-Arabien: Mehr Freiheit für Christen ist nicht zu erwarten

24. Jänner 2015 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


AEM-Vorsitzender zur Lage nach dem Tod von König Abdullah – Kenner: Die Religionspolizei geht immer wieder gegen christliche Hauskreise vor und verhafte deren Mitglieder.


Riad/Sinsheim (kath.net/idea) Nach dem Tod von König Abdullah von Saudi-Arabien erwartet ein evangelikaler Kenner des Landes unter dem Nachfolger, Prinz Salman bin Abdulaziz, keine Verbesserung für die Lage der Christen. „Ausländer sind als Arbeitskräfte willkommen, dürfen ihren Glauben aber – abgesehen vom Gebet im stillen Kämmerlein – nicht praktizieren. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich daran etwas ändern wird“, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Religionspolizei gehe immer wieder gegen christliche Hauskreise vor und verhafte deren Mitglieder. König Abdullah, der seit 2005 herrschte, war in der Nacht zum 23. Januar gestorben. Er soll 90 oder 91 Jahre alt gewesen sein.


Wie Blöcher weiter sagte, gilt der künftige Machthaber, der 79-jährige Prinz Salman, als politisch noch konservativer als sein Vorgänger. Er ist ein Halbbruder Abdullahs. Salman praktiziere eine sehr strenge Form des Islam, so Blöcher. Aber auch König Abdullah habe zu Beginn seiner Amtszeit als sehr konservativ gegolten, in seiner Amtszeit aber einige Reformen veranlasst. So gründete er 2009 gegen den Willen einflussreicher Islamgelehrter die König-Abdullah-Universität, an der Frauen und Männer gemeinsam studieren können. 2013 ernannte er erstmals Frauen zu Mitgliedern des Schura-Rates, einem parlamentsähnlichen Gremium ohne Gesetzgebungskompetenz. Auf Rang zwei der Thronfolge steht nun der 69-jährige Prinz Muqrin, ebenfalls ein Halbbruder des verstorbenen Königs.

Laut Blöcher besteht in Saudi-Arabien eine starke Spannung zwischen der modernen Wirtschaft als Folge des Ölreichtums und einer äußerst konservativen Gesellschaftspolitik und islamischen Religiosität. Solange Salman und Muqrin die Geschicke des Landes bestimmten, werde sich daran vermutlich nicht viel ändern.

In Saudi-Arabien ist der Islam Staatsreligion. Ihm gehören 99 Prozent der rund 30 Millionen Einwohner an. Die Christen finden sich meist unter den mehr als acht Millionen Gastarbeitern, vor allem aus Asien. Saudi-Arabien gehört zu den Ländern, in denen christliche Minderheiten am stärksten unterdrückt werden. Auf dem Weltverfolgungsindex des Hilfswerkes Open Doors rangiert der Staat auf Rang zwölf.

Open Doors Weltverfolgungsindex 2015



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  5. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz