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Geistesgegenwärtiger Mesner löscht Feuer in Kirche

5. Februar 2015 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Polizei vermutet Brandstiftung in Stockheimer Kirche/Bistum Augsburg – Evangelische Kirche in Plauen/Sachsen erlitt starken Sachschaden durch mutwilliges Versprühen eines Pulverfeuerlöschers – Hakenkreuz auf Kirche des Bistums Aachen


Bad Wörishofen (kath.net) Es sieht nach Brandstiftung aus: Am Sonntagabend entdeckte der Mesner der Kirche St. Michael in Stockheim (Bistum Augsburg) ein Feuer im Altarbereich. Mit einem Handfeuerlöscher konnten er und seine Frau die Flammen löschen und nach Polizeiangaben dadurch verhindern, dass das Feuer auf den Rest der Kirche übergriff. Das berichtete die „Augsburger allgemeine Zeitung“. Das Ehepaar wurde wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Beobachtung in das Krankenhaus gebracht. Der Altar und ein Baldachin wurden sehr in Mitleidenschaft gezogen. Laut Polizeiangaben liegen Hinweise auf Vandalismus vor. Derzeit erscheint eine Brandstiftung als wahrscheinlich, Anhaltspunkte für religiöse Motivationen gibt es jedoch nicht. Die Kriminalpolizei Memmingen ermittelt.


Die evangelische Johanniskirche in Plauen (Sachsen) wurde bereits Mitte Januar durch Vandalismus verwüstet. Durch einen Pulverfeuerlöscher wurde das Kircheninnere in weißen Nebel gehüllt, der sich dann überall als Staubschicht absetzte. Die chemischen Substanzen des Feuerlöschpulvers greifen alle metallischen Teile an, so dass jetzt Orgelpfeifen, Heizungsanlage und Kronleuchter, aber auch der spätgotische Altarschrein sowie Gemälde gefährdet sind. Darüber berichtete „Der Sonntag“, die Wochenzeitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Entsprechende Spezialfirmen wurden mit der Reinigung beauftragt. Der Pfarrer erklärte, dass es auch zuvor mehrfach zu kleinen mutwilligen Beschädigungen, Diebstählen sowie Verunreinigungen gekommen war.

In Herzogenrath-Merkstein (Bistum Aachen) wurden am vergangenen Sonntagmorgen ein Hakenkreuz und SS-Runen gefunden, die auf Türen der Kirche St. Willibord aufgesprüht waren. Das berichtete das Webradio „Antenne AC“. Eine Spezialeinheit der Polizei, die auf rechte Straftaten spezialisiert ist, ermittelt. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Tat als Reaktion darauf zu verstehen sei, dass in Herzogenrath zukünftig vermehrt kirchliche Einrichtungen als Flüchtlingsunterkünfte dienen werden. Nach Angaben des Webradios hat die Polizei Aachen infolge der Anschläge in Paris und dem Anti-Terroreinsatz in Verviers die Sicherheitsvorkehrungen und Präsenz im Umkreis religiöser Einrichtungen erhöht.


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