Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  5. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  6. Kirche im Verfall
  7. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  8. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

Nigeria: Korruption als größte Herausforderung

14. Februar 2015 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nigerianischer Bischof befürchtet, dass es Ende März zu einem ähnlich großen Ausbruch der Gewalt gegen Christen durch militante Islamisten wie nach den Wahlen in 2011 kommen könnte.


München (kath.net/KIN) Die größte Herausforderung nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria Ende März wird die Bekämpfung der Korruption von Politikern sein. Dies sagte der nigerianische Bischof Matthew Hassan Kukah von Sokoto gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Die seit Jahren herrschende Korruption habe in der Bevölkerung die Loyalität gegenüber dem nigerianischen Staat geschwächt und die Nation destabilisiert. Die Wahlen waren vor einigen Tagen wegen drohender Anschläge der Terrorgruppe „Boko Haram“ um sechs Wochen verschoben worden. Die nigerianische Armee will bis zum Wahltermin gezielt gegen die militanten Islamisten vorgehen.

Der Bischof befürchtet, dass es Ende März zu einem ähnlich großen Ausbruch der Gewalt gegen Christen wie nach den Wahlen in 2011 kommen könnte. Als der Christ Goodluck Jonathan mit absoluter Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde, gingen radikale Islamisten vor allem im Norden des Landes gegen Christen vor. Damals wurden innerhalb von drei Tagen 800 Menschen getötet und zahlreiche Kirchen, Geschäfte und Wohnhäuser zerstört. „Leider hat die die Regierung die Verantwortlichen bis auf wenige Ausnahmen nicht zur Verantwortung gezogen. Fast niemand wurde vor Gericht gestellt“, bedauert Kukah.


Der Bischof von Sokoto stellt fest, dass die Terrororganisation „Boko Haram“ in den vergangenen Jahren die Spannungen in der Gesellschaft verstärkt habe. „Die Angriffe haben den Willen zur gegenseitigen Akzeptanz unter den ethnischen Gruppen vermindert und die Beziehung zwischen Christen und Muslimen belastet.“

Ein gewaltiges gesellschaftliches Problem sei die ungleiche Verteilung der Güter. „Einerseits haben einige wenige Industrielle in Nigeria noch nie so viel Erdöl verkauft wie heute, andererseits leben viele Bürger im Elend. Die neue Regierung muss sich dafür einsetzen, dass die breite Bevölkerung Zugang zu Bildung und Arbeit erhält“, sagte Kukah.

Bischof Kukah wird auf dem Kongress „Treffpunkt Weltkirche“ von „Kirche in Not“ vom 12.-15. März 2015 in Würzburg zu Gast sein und über die Situation der Kirche in Nigeria berichten.

„Kirche in Not“ unterstützt nigerianische Flüchtlinge, die vor „Boko Haram“ geflohen sind, und hilft der Kirche im Land bei der Aufrechterhaltung der Seelsorge. Um die Christen in Nigeria weiter unterstützen zu können, bittet das Hilfswerk um Spenden:

Spendenmöglichkeiten und weitere Infos zu Kirche in Not:
Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz
Foto Bischof Kukah (c) KIRCHE IN NOT


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  2. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  3. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  4. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  5. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  6. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  7. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  8. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  9. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt
  10. Nigeria: „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen“







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  13. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  14. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz