Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  3. Der stumme Gott unserer Zeit
  4. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  7. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  10. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten

Wo bleibt der kirchliche Einsatz gegen Abtreibungen?

16. April 2015 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Von DBK und EKD verantwortete „Woche für das Leben“ gibt Befürworter der Sterbehilfe Raum, doch Lebensrechtsorganisationen wie CDL und Bundesverband Lebensrecht werden hingegen nicht eingebunden. Kommentar von Matthias Pankau (idea)


Berlin (kath.net/idea) Vom 18. bis 25. April veranstalten die beiden großen Kirchen die alljährliche „Woche für das Leben“. Unter dem Thema „Sterben in Würde“ befasst sich die Aktion mit der Debatte zum assistierten Suizid sowie dem Umgang mit sterbenden Menschen. Der Schutz ungeborener Kinder spielt keine Rolle – wieder einmal. Ein Kommentar von idea-Redakteur Matthias Pankau.

Alle reden vom Sterben am Lebensende. Dabei ist jedes Jahr – offiziellen Angaben zufolge – für über 100.000 Menschen in Deutschland das Leben zu Ende, bevor sie überhaupt das Licht der Welt erblickt haben. Denn sie werden abgetrieben. Lebensrechtsbewegungen gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der im Mutterleib getöteten Kinder noch deutlich höher liegt. Umso unverständlicher ist es, dass die evangelische und die katholische Kirche dieses Unrecht bei der „Woche für das Leben“ ausblenden. Dabei hatte die katholische Kirche die „Woche“ 1991 doch initiiert, um die Bevölkerung für den Schutz ungeborener Kinder zu sensibilisieren. Seit 1994 wird sie von beiden großen Kirchen gemeinsam veranstaltet. Im Brennpunkt stand anfangs ausschließlich die Tötung von Kindern im Mutterleib. Doch dieses Kernthema ist immer stärker in den Hintergrund getreten.


Eine merkwürdige Podiumsdiskussion

Zwar heißt es in der offiziellen Einladung nach wie vor, die „Woche für das Leben“ sei „die ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche für den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende“. Thematisiert wird der Lebensanfang aber nicht. „Sterben in Würde“ lautet das Thema 2015, das sich aber ausschließlich auf das Ende des Lebens bezieht. Zur Eröffnung der „Woche“ in Hamburg werden darüber Vertreter der beiden großen Kirchen – unter ihnen der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sowie der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, – mit dem Soziologieprofessor Armin Nassehi (München) und dem Notfallmediziner und ehemaligen Geschäftsführer eines Hospizes, Michael de Ridder (Berlin), diskutieren.

Doch Sterbehilfe zulassen?

De Ridder hatte im Magazin „Cicero“ zum Thema Sterbehilfe u.a. erklärt, Sterben zuzulassen, falle den meisten Ärzten immer noch schwer. Man könne „dem Dogma von der ‚Heiligkeit’ des Lebens auch bis zur Unmenschlichkeit anhängen“. Das lasse sich auf mancher Intensivstation immer noch beobachten. Als Arzt helfend an einem Akt teilzunehmen, der „tiefstes Leid beendet, ist für mich niemals unethisch, vielmehr Ausdruck äußerster empathischer Zuwendung des Arztes zu seinem Patienten“, so de Ridder weiter. Gewiss, eine Podiumsdiskussion lebt von gegensätzlichen Meinungen und Ansichten. Nun ist die „Woche für das Leben“ aber eine Veranstaltung der Kirchen, die sich dem unbedingten Schutz des menschlichen Lebens als Ebenbild Gottes verpflichtet wissen (sollten). Warum bekommen da auch solch gegensätzliche Ansichten ein Podium?

Lebensrechtler wurden nicht eingebunden

Lebensrechtorganisationen wie das „Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen“ oder die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL), die sich entschieden gegen Abtreibung und Sterbehilfe einsetzen, wurden hingegen erneut nicht an den Vorbereitungen der „Woche für das Leben“ beteiligt.

Der „Bundesverband Lebensrecht“ veranstaltet deswegen zur Eröffnung der „Woche“ eine begleitende Fachtagung. Das Thema „Du sollst nicht töten … lassen – Grenzen der Selbstbestimmung“. Der Philosoph Prof. Robert Spaemann wird zum Thema sprechen „Es gibt kein gutes Töten“. Der Sozialwissenschaftler Prof. Manfred Spieker wird der Frage nachgehen, ob die Selbsttötung ein neues Menschenrecht sei.

Geschredderte Küken regen mehr auf als getötete Kinder

Zurück zur vorgeburtlichen Tötung von Kindern: Was sagt das aus über den Zustand einer Gesellschaft, deren Volksseele kocht angesichts des – zugegebenermaßen massenhaften – Schredderns von männlichen Küken, die aber schweigt, wenn jedes Jahr eine Stadt von der Größe Heidelbergs abgetrieben wird? Hier müssen die Kirchen Mahner sein, sich laut und unmissverständlich zu Wort melden. Tun sie das nicht, werden sie unglaubwürdig.

Primas von Frankreich, Philippe Kardinal Barbarin (Lyon), beteiligte sich am Pariser ´Marsch für das Leben 2014´: "Ich halte die Abtreibung für das größte Leiden unseres Landes"



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  2. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  3. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  4. USA: Ist die katholische Privat-Universität Notre Dame noch katholisch?
  5. Puerto Rico ändert Strafrecht – Ungeborene als Menschen anerkannt
  6. US-Gesundheitsministerium setzt sich für medizinisches Personal ein, das Abtreibungen ablehnt
  7. Kalifornien: 90 Millionen US-Dollar für Planned Parenthood
  8. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  9. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  10. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  5. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  9. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  10. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  15. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz